Mehr Wohlgefühl im Bauch statt Diäten und Ernährungstrends

Früher lebte der Mensch tief mit der Natur und sich selbst in Harmonie.

 „Sag mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist.“, sagte schon der französische Schriftsteller Jean Anthelme Brillat-Savarin (1755 - 1826).

Bringen wir also unseren Gesundheitszustand wieder mit unserer Ernährung in Zusammenhang!

In diesem Artikel möchte ich Sie andererseits auch dazu inspirieren, Nahrungsmittel mit anderen Augen wahr zu nehmen.

1) Ernährungstrends gibt es viele: 1000x1000x1000 - Wo entsteht das Wohlgefühl?

Zu aller erst geht es darum, unser Wohlgefühl im Bauch und im Körper zu bewahren. Dabei können wir zwar unterschiedliche Ernährungstrends für uns prüfen, Teile davon übernehmen. Aber wir sollten niemals einem solchen Trend mit Dogmatismus folgen.

Neben allen anderen Therapieformen ist es unbedingt nötig, seine Ernährung umzustellen, bzw. an den Gesundheitszustand so anzupassen, dass Wohlgefühl entsteht. 

Therapien helfen viel besser, wenn sie durch passende Nahrungsaufnahme unterstützt werden.

Passend“ ist aber das Zauberwort - denn nicht alles passt für alle Menschen.

Ich lade Sie ein, sich mit Ihrem Speiseplan in einer völlig neuen Art und Weise auseinander zu setzen.

Wählen Sie aus, was Ihnen wirklich schmeckt.

Gehen Sie nach dem Wohlgefühl und nicht nach dem Kopf oder irgendwelchen Ernährungstrends. Wenn Sie heute sitzen und morgen den ganzen Tag im Garten graben, brauchen Sie heute andere Nahrung als morgen.

Tausende Ernährungsvorschriften von tausend Menschen innerhalb tausenden von Jahren.

Warum das wohl so ist? Weil jeder von uns einzigartig ist und daher seine ganz spezielle Ernährung für das Wohlgefühl braucht!

Wenn Frau Müller rohes Obst verträgt, und Frau Maier nicht, dann ist das weder gut noch schlecht, es ist einfach so.

Ein schlechtes Gewissen macht das rohe Obst für Frau Maier nicht verdaulicher, im Gegenteil. 

Für alle Abläufe im Körper braucht er Energie.

Befindet sich durch

  • Unreife (Babys, kleine Kinder),
  • zu wenig Bewegung,
  • übermäßigen Verbrauch (Stress, Überarbeitung, lange Krankheit, etc.) oder
  • ein langes Leben

weniger Energie im Verdauungsbereich, werden manche Nahrungsmittel schlechter vertragen.

Je roher etwas ist, desto mehr Energie wird benötigt, es zu verdauen. Das ist einfache Physik. Man kann sich das vorstellen wie einen Herd. Um Rohes gar zu kochen, brauchen Sie mehr Strom, als wenn Sie schon Gekochtes nur aufwärmen, oder?

Also macht Frau Maier aus unserem Beispiel ihr Obst und Gemüse bekömmlich, indem sie es dünstet, brät oder grillt, etc. So erhält sie ihr Wohlgefühl wieder.

Auf der Suche nach einer idealen Ernährungsform

Trotz Evolution und technischem Fortschritts, trotz Informationsüberschusses über gesundheitliche Themen, der über die Medien auf uns einprasselt, unterscheidet sich eine gesunde Ernährungsweise heute kaum von der unserer Vorfahren.

Schon unser gesunder Menschenverstand sollte uns sagen: Wenn man in Erfahrung bringen möchte, was ein Lebewesen essen sollte, so setzt man am besten bei seiner ursprünglichen Ernährung an.

Auch menschliche Wesen haben eine ursprüngliche Ernährung.

Über das meiste Fachwissen in diesem Bereich verfügen die sogenannten Paläoanthropologen - das sind Anthropologen, die sich auf die Steinzeit spezialisiert haben, das längste Zeitalter in der menschlichen Geschichte.

Natürlich wissen wir nicht mehr genau, was die Menschen vor zehntausenden von Jahren gegessen haben. Doch um dies zu erforschen, wird versteinerter menschlicher Müll untersucht.

Die Infos werden mit dem Verschleißmuster des menschlichen Gebisses sowie mit dem Wissen, welche Nahrungsmittel es damals gab, ergänzt.

So haben die Paläoanthropologen nach und nach das Puzzle zusammengesetzt und herausgefunden, wie unsere ursprüngliche Ernährung und der Lebensstil in etwa aussahen. Manche Aspekte sind ziemlich offensichtlich:

Ernährungstrends: Was wir damals aßen

Unsere Vorfahren aus der Steinzeit aßen das, was die Natur ihnen gab. 

Fertignahrung gehört nicht zu ihrem Speiseplan, weil die industrielle Produktion von Lebensmitteln einfach noch nicht erfunden worden war.

Die Hälfte der Kalorien gewann der Steinzeitmensch aus Pflanzen, die andere aus Fleisch.

Pflanzliche Nahrungsmittel haben eine deutlich geringere Kaloriendichte als tierische Lebensmittel. Um die Hälfte des Kalorienumsatzes aus Pflanzen zu beziehen, muss man sehr viel mehr pflanzliche als tierische Nahrungsmittel essen.

Außerdem müssen wir bedenken, dass unser modernes Fleisch sich deutlich vom steinzeitlichen unterscheidet. Das Fleisch damals war mager und hatte einen Fettanteil von ca. 10 %, manchmal auch weniger. Es gab noch keine gezüchteten Mastschweine und noch keine mit Getreide gefütterten Rinder.

Die Tiere wuchsen auch nicht auf, ohne ihre Muskel einsetzen zu müssen. In ihrem Fett steckten damals sehr viel mehr ungesättigte Fettsäuren als in unserem heutigen Fleisch.

Experten gehen davon aus, dass unsere steinzeitlichen Vorfahren mindestens 100 g Ballaststoffe pro Tag verzehrten, die ihren Ursprung in einer Vielzahl pflanzlicher Nahrungsmittel hatten.

Sie aßen diese in solch rauen Mengen, dass sie ausreichten, ihren, durch die ständige körperliche Bewegung ziemlich hohen Energiebedarf, zu decken.

Bei der gesunden Ernährung heute stehen durchgängig dieselben Nahrungsmittel im Vordergrund

  1. Gemüse, 
  2. Obst,
  3. Hülsenfrüchte,
  4. Nüsse,
  5. Samen und
  6. Vollkorngetreideprodukte.

Als Ernährungstrends gelten auch Diäten. Manche enthalten Fisch und Meeresfrüchte, andere nicht. Manche setzen auf fettreduzierte Milchprodukte, andere nicht.

Doch alle warnen mit Nachdruck vor stark verarbeiteten Lebensmitteln, die raffinierte Stärke, Zucker, Transfette, gesättigte Fettsäuren und oder Salz in konzentrierter Form enthalten.

Vor kurzem fand man heraus, dass Menschen, die eine extreme Low-Carb-Diät befolgen, meisten Gewicht verloren und diesen Gewichtsverlust auch aufrecht erhielten, manche davon aber extrem übersäuerten.

Danach kamen die Klöster

Zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert lag fast die gesamte medizinische Versorgung der Menschen in der Hand der Klöster.

Neben der klösterlichen Kräuterkunde findet man auch zahlreiche Literatur zur Klosterernährung, die in die europäische Antike zurückreicht und große Gemeinsamkeiten mit der TCM und der Ayurvedischen Ernährungslehre besitzt.

Ernährungstrends der Klosterernährung lag auf der Erhaltung der Gesundheit von Körper, Geist und Seele, der Schlüssel dazu in der richtigen Ernährung und Lebensweise.

Allen Naturmedizinen bzw. Traditionellen Medizinen ist gemeinsam, dass das Leben aus verschiedenen Elementen besteht.

Krankheit entsteht, wenn diese Elemente in Ungleichgewicht kommen. Wenn also Körper, Geist und Seele nicht mehr Eins sind. Betrachtet wird immer der Mensch als Ganzes, nicht nur seine Organe.

Wer bei uns Bauchweh hat, denkt an Krankheitserreger ehe er an falsche Nahrungsmittelwahl denkt. Früher und in Kulturkreisen, die ein anderes Gesundheitsbewusstsein haben, wird zu allererst nachgesehen, was zuletzt gegessen wurde und wie dieses Nahrungsmittel wirkt. So erzeugt zum Beispiel zu viel Kamillentee Kälte im Magen und Darm, was zu Übelkeit, Magenkrämpfen, Erbrechen oder Durchfall führen kann. Lässt man diesen Tee weg und trinkt zur Erwärmung z.B. Fencheltee ist der Spuk sehr rasch wieder vorbei. So wirkt das simple Verändern der Nahrungsaufnahme auf den Gesundheitszustand und unser Wohlgefühl.

Was sagten die Ernährungstrends von Kneipp, Hildegard und TCM dazu?

Von Hippokrates (er prägte den Ausspruch: »Es ist immer der ganze Mensch, der behandelt werden muss! «) über Galen von Pergamon (129-200n. Chr.) zu Hildegard von Bingen, Pfarrer Kneipp, sie alle sprechen auch davon, dass Nahrung unsere Gesundheit beeinflusst. Auch hier geht es um das Wohlgefühl.

Hippokrates sah als Hauptursache krankhafter Störungen: falsche Ernährung, Stress in Umwelt und Beruf, ausschweifender Lebenswandel. Er verordnete Diätkuren und Fasttage.

Zu Lebzeiten Hildegards von Bingen (1098-1170) war die Lebenserwartung ungefähr 50 Jahre. Sie hatte erkannt, dass weit mehr zur Genesung notwendig war, als simple Medizin. Ihre Ernährungslehre basiert auf der simplen Frage: „Was tut mir gut?“ - „Was bekommt mir nicht so gut?“. Sie fordert auf, bei der Nahrungsauswahl auf seinen Körper zu hören. Abwechslungsreich – also von allem etwas, aber ja nicht zu viel. Da sie ihre eigene Medizin auch selber anwendete, konnte sie ein so hohes Alter (81) erreichen.

Sebastian Kneipp lebte nach seinem Leitspruch: "Wenn du merkst, du hast gegessen, dann hast du schon zu viel gegessen." Bewusst essen, auf Wohlgefühl achten.

Tibetische, Traditionelle Chinesische und Ayurvedische Ernährungslehre geht sogar noch etwas weiter und verwenden Nahrungsmittel als „Medizin“. So kann man z.B. aus Gerste einen wunderbaren Tee kochen, der die Nase klärt, oder im Winter regelmäßig Gerstensuppe essen, um der Schnupfennase vorzubeugen. Hier geht es ausschließlich darum, zu lernen, so zu essen, dass ein Wohlgefühl entsteht.

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2) Unser Diätwahn - wo ist da noch Wohlgefühl?

Hochglanzmagazine bemühen sich Jahr für Jahr neue Diät-Arten zum Abnehmen zu kreieren. Auch das sind Ernährungstrends.

Wer aber sein Leben lang damit beschäftigt ist, Kilos zu verlieren und seinen Körper dabei einseitig ernährt, bzw. mit lebenswichtigen Stoffen unterversorgt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Körper aus Energiemangel täglich anfallende Giftstoffe mit Wasser verdünnt und ansammelt, anstatt sie auszuscheiden.

Übergewicht ist Energiemangel und zeigt pure Verzweiflung des Körpers.

Jede Kasteiung wird den Organismus tiefer und tiefer in seine Not bringen. Unser Wohlgefühl ist nicht mehr vorhanden, mit dem was wir essen.

Die TCM geht davon aus, dass zu wenig körperliche Bewegung, lange Fastenzeiten und einseitige Ernährung die Energie der Milz schädigen und dem Wohlgefühl entgegenwirken.

Dazu zählen Produkte, die durch künstliche Hilfsstoffe auf 0% Fett reduziert wurden, Produkte, denen Zucker entzogen wurde und die danach chemisch gesüßt werden.

Energiemangel entsteht durch mangelhafte, durch ungesunde, durch energielose Ernährung. Er schleicht sich ein durch fortwährende belastende Emotionen z.B. Unlust, Trauer, durch einen ungeliebten Job, eine zermürbende Partnerschaft, dadurch, dass wir keinen Platz im Leben sehen, natürlich auch nach langen Krankheiten, vielen Geburten, aber auch durch übermenschliche Belastungen, wie wir sie alle tagtäglich auf uns nehmen.

In dieser Situation hilft unserem Körper nur mehr striktes Energiemanagement.

Mehr einnehmen als ausgeben! Regeneration, Energie tanken, Vitamine, Mineralstoffe, etc. zu uns nehmen, die uns fehlen, genau jene Lebensmittel essen, die wir auch „verstoffwechseln“. Wieder Freude an Bewegung gewinnen und den Körper heilen lassen, der Gewichtsverlust kommt dann von alleine.

Erst wenn wir heil sind, genug Energie haben, alte Gifte und Schlacken auszuscheiden, erst danach werden wir abnehmen und ein Wohlgefühl im Bauch spüren. Auch wenn wir es gerne anders hätten.

Nahrung ist Wohlgefühl im Bauch

Es gibt zahlreiche Ernährungswege, keiner ist richtig, keiner falsch – es gilt nur für jede/n von uns, den persönlichen „Wohlfühl - Weg“ zu finden.

Achten Sie auf körperliche Anzeichen, wenn Sie Nahrung auswählen.

  • Kaufen Sie immer wieder eine Gemüsesorte ein, kochen sie jedoch nie und werfen sie weg, weil sie verdorben ist?
  • Ekelt Sie die Berührung zu einem bestimmten Nahrungsmittel?
  • Schmeckt Ihnen das eine oder andere gar nicht, Sie essen es aber trotzdem, weil Sie denken, es wäre gesund?

Achten Sie auf solche Reaktionen Ihres Körpers, meist hat er recht und Sie verstoffwechseln dieses oder jenes nicht gut.  

Wenn Sie Ihre Nahrung bewusst auswählen, dann ist der nächste Schritt die bewusste Nahrungsaufnahme.

Zelebrieren Sie die Mahlzeiten, nehmen Sie kleine Bissen und genießen Sie sie, kauen Sie öfter als Sie es gewohnt sind und trainieren Sie Ihren Geschmackssinn neu.

3) Nahrung und Wohlgefühl: 15 Fragen

  1. Nehme ich wertvolle Nahrung zu mir? Nahrung, die meinem eigenen Naturell gut tut?
  2. Achte ich beim Essen auf ein gesundes Mittelmaß oder esse ich in der Regel übermäßig?
  3. Bewege ich mich viel in frischer Luft?
  4. Wann habe ich das letzte Mal Gras oder einen Baum berührt
  5. Vergeude ich meine Lebensenergie?
  6. Mute ich mir selbst zu viel zu?
  7. Schlafe ich auf dem richtigen Platz?
  8. Passt der Wohnort überhaupt zu mir?
  9. Lebe ich mit mir selbst und mit anderen in Harmonie?
  10. Lebe ich mit den richtigen Menschen zusammen?
  11. Habe ich mit den richtigen Menschen Umgang?
  12. Oder machen mich andere Menschen mit neidischen, destruktiven, aggressiven oder manipulierenden Äußerungen und Verhaltensweisen krank?
  13. Wer ständig müde ist, sollte sich fragen: Was oder wer nimmt mir Kraft?
  14. Oder was oder wer schlägt mir auf den Magen?
  15. Gibt es Differenzen mit anderen, habe ich sie mit ihnen erörtert und mich mit ihnen ausgesprochen? (Das heißt allerdings nicht, eine Ausrede finden, sondern sich ehrlich Dinge von der Seele zu sprechen und dabei stets offen für Versöhnung zu sein.)

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4) Schluss mit Ernährungstrends – glauben Sie nicht alles, was Sie lesen

Jedes Jahr werden neue Ernährungstrends (sowie Diäten) erfunden und zahlreiche Illustrierte brauchen jedes Jahr im Frühling wieder eine neue Diät, um ihre Hefte zu füllen.

Zusätzlich werden Nahrungsergänzungsstoffe und andere Wundermittel erfunden, mit denen man angeblich abnehmen kann und die gesund sein sollen.

Lesen Sie hier, was Dr. med. David L. Katz in seinem Buch "Schluss mit Ernährungstrends" darüber denkt.

Und atmen Sie auf!

Provokative Schlagzeilen kontra Wissenschaft

“Der springende Punkt ist, dass es ein konstantes Spannungsfeld in den Medien zwischen neu und wahr gibt, zwischen fundierten wissenschaftlichen Kenntnissen und provokativen Schlagzeilen oder verblüffenden Zitaten.

Auch wenn ich Verständnis dafür habe, dass die Medien um die Aufmerksamkeit ihres Publikums kämpfen müssen und langweilige wissenschaftliche Erkenntnisse abwandeln, sodass sie aufregender, knackiger und überraschender daherkommen.

Doch diese verändern sich manchmal derart, dass die Wahrheit kaum noch zu erkennen ist.

In unserer Gesellschaft leiden viele Menschen an schweren und oftmals unheilbaren Erkrankungen wie Herzproblemen, Diabetes, DemenzKrebs und Fettleibigkeit.

Aus Angst, diesem Schicksal zu verfallen, laufen wir jedem Ernährungs- und Heiltrend hinterher, ohne uns über die Folgen klar zu werden.

In dem Buch „Schluss mit Ernährungstrends - Sie dürfen mehr, als sie denken. Außer Fertiggerichte“ erklärt uns der Ernährungswissenschaftler Dr. David L. Katz leicht verständlich, wie wir mit ein paar wenigen Anpassungen unseres Lebens viel Risiko für diese Krankheiten senken.

Er erklärt uns auch, welche Trends wir nicht mitmachen sollten.

Eva Laspas

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Zum Nachdenken und Umdenken.

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Unsere persönliche Ernährungsform

Sobald wir also die Grundbausteine einer gesunden Ernährung kennen, haben wir bald die benötigten Skills, um uns unsere eigene Ernährungsform zu konzipieren.

Damit nähert sich Dr. Katz der fernöstlichen Ernährungsform, die schon seit tausenden von Jahren eine individuelle Ernährungsform kennt.

Dabei wird gegessen, was die persönliche Konstitution und der Lebensstil erfordert.

Am Anfang lohnt es sich, folgende Maximen im Kopf zu behalten: Je länger haltbar ein bestimmtes Nahrungsprodukt ist, desto kürzer wird die „Haltbarkeit“ desjenigen sein, der es regelmäßig konsumiert.

Abgesehen von dieser Maxime sollten wir uns vor allem der Qualität der Lebensmittel zuwenden, über deren Konsum wir tagtäglich entscheiden: Welche Nährstoffe sind darin enthalten?

Mit der Zeit erlangen wir mühelos alle notwendigen Skills, um ein Ernährungsmuster zu entwickeln, das uns in unseren Bemühungen unterstützt, gesund und ohne Übergewicht zu leben.

Über das Buch "Schluss mit Ernährungstrends"

Der Ernährungswissenschaftler geht mit ganz einfachen Beispielen in seinem Buch an das Thema der natürlichen Ernährung heran.

Auch er plädiert dafür, möglichst wenig Nahrungsmittel zu konsumieren, die mit Zusatzstoffen angereichert sind.

Er rät uns statt dessen, mit Sinn und Verstand zu essen und unsere Geschmacksknospen zu sanieren. Er lädt uns ein, gesund einzukaufen, gesund zu kochen und uns mehr zu bewegen.

Das führt dazu, dass wir weniger krank sind. Außerdem gibt er uns Tipps und Übungen, wie wir Bewegung und Fitness in den Alltag einbauen können.

Im Anhang finden wir ein Ernährungstagebuch, das uns einlädt aufzuschreiben, was wir essen, wie viel und warum.

Diese Tabellen eignen sich besonders zum Aufdecken der emotionalen Gründe fürs Essen - damit wir herausfinden, welches Bedürfnis tatsächlich gestillt wird.

Zu diesem Beitrag haben wir dir im 

Festival der Sinne-Club

das Arbeitsblatt "Dortmunder Rasensalat" vorbereitet.

5) Ernährungshysterie: Der Feind in meinem Topf?

Wer heute Gäste zum Essen einlädt, führt vor dem Einkaufen am besten umfangreiche Gespräche. Es gilt, die unterschiedlichen Ernährungstrends der Gäste unter einen Hut zu bringen.

Längst muss er nicht nur berücksichtigen, dass der eine vegetarisch lebt und andere vegan. Heute brauchen die Gäste mit echten oder gefühlten Intoleranzen gegen Lactose, Fruktose, Gluten oder Histamin ihr ganz individuelles Menü.

Mitunter wird bei Selbstdiagnosen Halb- und Unwissen durcheinandergewürfelt und weiterverbreitet.

Dabei könnten selbst Lactoseintolerante die meisten Käsesorten problemlos essen, weil diese im Gegensatz zu unverarbeiteter Milch kaum Lactose enthalten. Glutenfreie Produkte haben für Menschen mit gesundem Stoffwechsel keinerlei Nutzen.

Schluss mit der Ernährungshysterie

Weizenesser sterben früher, Gluten verklebt den Körper von innen, und Milch macht krank? Essen wird immer häufig als Bedrohung wahrgenommen.

In ihrem Buch „Feind in meinem Topf?“ räumt Ernährungsjournalistin Susanne Schäfer mit der Legende vom „bösen Essen“ auf und geht den diffusen Unverträglichkeiten auf den Grund.

Selbstverständlich gibt es auch echte Allergene und Unverträglichkeiten, wer unter ihnen leidet, braucht unbedingt Lebensmittel ohne diese Stoffe, die ihm schaden können.

Aber auch Gesunde, die gar keine Beschwerden haben, machen sich heute selbst zu sensiblen Essern. Unverträglichkeiten haben sich als „modern“ verselbstständigt.

In einem Selbstversuch findet die Autorin heraus, was von all dem Testen und den Therapien zu halten ist. Und stellt fest: Nie war es so einfach wie heute, sich gut und gesund zu ernähren.

Das Geschäft mit der Angst

In Deutschlands Praxen wird emsig getestet. Mit manchmal obskuren Methoden ermitteln dubiose Ärzte und Heilpraktiker Intoleranzen oder Allergien und verordnen den Patienten teils strenge Diäten.

Speichelfluss, energetische Felder und irreführende Blutwerte müssen für Diagnosen herhalten, solange die Tests nur genug Geld einbringen.

Seriöse Ärzte und Ernährungsberater haben Mühe, den Patienten ihren überflüssigen Verzicht wieder auszureden und ihnen die künstlich erzeugte Angst vor dem Essen zu nehmen.

Diagnose bezüglich Unverträglichkeiten

Die Autorin schreibt: „Ich wollte herausfinden, wie schnell ich selbst zur Patientin gemacht werde, die an Unverträglichkeiten leidet. Um es vorwegzunehmen: Es geht ziemlich schnell.

Und das, obwohl ich bei Untersuchungen und bei Tests immer nur ganz unspezifische Befindlichkeiten, wie gelegentliche Bauchschmerzen, angegeben habe, die zum normalen Erwachsenenleben dazugehören.

Von einer Heilpraktikerin habe ich mir in die Augen sehen lassen, mit einem Experimentierkasten für Zuhause habe ich mich selbst auf Allergien getestet und unter der Aufsicht einer Ärztin habe ich 2 Stunden lang in einen Becher gespuckt.

"Diagnosen gab es reichlich, es scheint eine tiefe Feindschaft zwischen meinem Körper und den meisten Lebensmittel zu bestehen." 

Im Internet suche ich eine beliebige Heilpraktikerin heraus und vereinbare einen Termin.

Während ich im Wartezimmer sitze, fordern mich etliche Flyer alternativ-medizinischer Pharmafirmen auf, mithilfe von Fastenkuren im Gleichgewicht zu bleiben, gegen Sodbrennen Heilerde zu schlucken, pflanzliche Mittel gegen Trübsinn und Flugangst zu nehmen und Nahrungsergänzungsmittel für ein schnelleres Gehirn und bessere Fruchtbarkeit zu kaufen.

Als ich dran bin, sage ich der Dame im weißen Kittel, ich hätte Bauchschmerzen - nicht permanent, sondern bloß ab und zu.

Ansonsten keine Beschwerden. Sie stellt mir Fragen, die sie von einem Formular abliest …

Sie sieht sich meine Zunge, meine Handflächen und meine Augen an. Als sie fragt, ob ich den Verdacht habe, dass Lebensmittel meine Beschwerden auslösen, verneine ich.

An eine Unverträglichkeit glaubte sie auch nicht, sagt die Dame daraufhin.

Laut denkt sie über mögliche Therapie nach. Nachdem sie eine Weile über ihre Ideen gesprochen hat, fällt ihr plötzlich ein, ich leide wohl doch an einer Histaminintoleranz, da spräche schon einiges dafür …“

Fazit

Warum fangen wir nicht damit an, unsere überzogenen Erwartungen an die Ernährung etwas herunterzuschrauben?

Zu großen Heilversprechen führen sie doch eh nicht. Wir könnten uns stattdessen an den wenigen bisher gesicherten Erkenntnissen der Wissenschaft orientieren und mal mehr, mal weniger danach leben. Ernährungshysterie – nein danke!

Wir könnten hinnehmen, dass die Forschung nicht alle Fragen beantworten kann und nicht das eine Rund-um-sorglos-Programm bietet, das auch noch garantiert schlank und schön macht.

Wenn wir die Ungewissheit aushalten würden, die damit verbunden ist, dass die Wissenschaft nicht die eine Wahrheit verkündet, sondern immer nur einen vorläufigen Stand des Wissens, wären wir gleich weniger anfällig für die Panikmache der Alarmisten.

Und könnten einfach essen, mit Gluten, ohne Angst.

Eva Laspas, Herausgeberin

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Möglichkeiten

Buchtipp

Schluss mit Ernährungstrends
Sie dürfen mehr, als sie denken. Außer Fertiggerichte.
Dr. med. David L. Katz
Mosaik Verlag
ISBN 978-3-442-39298-8

Der Feind in meinem Topf?
Susanne Schäfer
Verlag Goldman
ISBN 978-3-442-17587-1

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