Achtsamkeit beim Essen aus Sicht der TCM

Heute möchte ich dir ein ganz wunderbares Buch von einer TCM-Kollegin vorstellen.

Es ist „Das kleine Buch vom achtsamen Essen“ und gibt uns ein 7-Tage-Programm an die Hand, mit Übungen und Rezepten, damit wir einen entspannten Umgang mit unserem Essen erlernen können.

Warum ist Achtsamkeit beim Essen wichtig?

Gute und achtsame Ernährung macht uns gesund und glücklich. Das gilt für alle Menschen, nicht nur für die, die übergewichtig sind.

Wir alle stärken unsere „Mitte“, indem wir Zubereitung und Essen achtsam und bewusst genießen.

Als ich noch in meiner TCM-Ernährungsberatung tätig war, fühlten sich meine Klientinnen überfordert mit all den unterschiedlichen Ernährungsformen, die wöchentlich unsere Zeitschriften füllen.

Zu viel Wissen füllt uns den Kopf, so können wir gar nicht mehr „hören“ was uns unser Körper sagen möchte.

Eva Laspas

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Wenn wir uns aber achtsam mit uns selber und unserer Ernährung auseinander setzten, dann werden wir bemerken, dass unser Körper wieder mit uns spricht.

Letztendlich kommen wir dann auch in einen Zustand, wo wir nicht mehr so unschlüssig sind, was uns denn nun gut tut und was wir essen sollen.

Auch in meinem eigenen Buch der TCM geht es mir darum, Menschen eine Methode an die Hand zu geben, bei der sie lernen, auf ihre eigenen individuellen Bedürfnisse acht zu geben. 

Als Kinder mussten wir noch genau, was wir gerade brauchten oder was wir nicht wollten. Aber über die Jahre ging dieses Gefühl dafür verloren. Diese Bedürfnisse gilt es wieder wahrnehmen zu lernen.

Wenn du hier tiefer in die Materie einsteigen möchtest, dann kannst du das mit meinen TCM-Büchern schaffen, denn sie sind auf Anregung meiner Klientinnen entstanden, die einen einfachen Leitfaden wollten. Hier geht es zu meinen Büchern.

So startest du mit dem achtsamen Essen

  • Zuerst schauen wir in unserem Körper hinein, beobachten, wie er auf welche Speisen und Nahrungsmittel reagiert. 
  • Nach einiger Zeit können wir dann schon die Wirkung der Nahrungsmittel spüren, die wir gegessen haben.
  • Eine Zeit später gelingt es, genau diese Nahrungsmittel zu finden, die wir gerade brauchen. 

Das ist Achtsamkeit uns selbst gegenüber.

In Dr. Antonie Danz Buch vom achtsameren Essen geht es nicht um das Abnehmen, sondern um Achtsamkeit dem Essen gegenüber. Sie schreibt: „Wir können Achtsamkeit wieder entdecken und unser Leben damit bereichern. Glücksgefühle, wie Freude und Zufriedenheit, sind dann auch rund ums Essen und Kochen alltäglich erfahrbar. Achtsamkeit, neue Genüsse und hilfreiche Erkenntnisse beim Lesen, Einüben, Kochen und Essen wünsche ich Ihnen einen guten Appetit auf das Leben!“

Was unser Magen für uns tut

Die TCM sieht Magen und die Milz als unser „Erdelement“. Beide „Organsysteme“ nehmen nicht nur unsere Nahrung auf, sondern auch alle Informationen, die jeden Tag auf uns einströmen. Hier werden also auch alle Nachrichten aus dem Fernsehen, dem Radio oder der Zeitung aufgenommen und verdaut.

Du hast sicher schon einmal bemerkt, dass du nach einem besonders schweren Film oder schlechten Nachrichten, die du im Radio gehört und im Fernsehen gesehen hast, besonders schlecht schläfst.

Es kann auch sein, dass du am nächsten Tag in der Früh noch nicht richtig Hunger hast, weil dir diese Nachrichten immer noch „im Magen liegen“ und dich daher belasten.

Dr. Antonie Danz schreibt darüber in ihrem Büchlein:

Auszüge aus dem Buch

Zu viel Information schwächt

„Nicht zuletzt zu viele und vor allem unnötig Informationen schwächen das Erdelement. Das erklärt sich dadurch, dass die Organe in der chinesischen Medizin nicht nur auf der rein körperlichen Ebene in ihrer Funktion erforscht wurden und betrachtet werden. Auch die mentalen und emotionalen Bereiche werden berücksichtigt. So gesehen sind Organe wie Magen und Milz nicht nur für die Verdauung von Nahrung zuständig. Sie sorgen auch für die Trennung und Umwandlung aller nicht materiellen Dinge, die wir aufnehmen.

Alles, was wir an Eindrücken hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken, muss also verarbeitet –verdaut - werden. Egal, welche Form der Information, ob materieller oder immaterieller Natur, alles muss verstoffwechselt werden.“

Achtsamkeit beim Essen kann heilsam sein

Die Achtsamkeitspraxis ist eine Praxis, die im Zuge der Meditation, Yoga, TCM usw. aus dem Osten zu uns gekommen ist. Hier geht es darum, das Leben immer mehr im Jetzt wahrzunehmen, um die Beschleunigung, wie wir alle erfahren, auszubremsen. Unser Leben läuft so schnell dahin, Tag für Tag, Woche für Woche sind gleich, uns fällt kaum mehr auf, wie die Jahreszeiten vergehen.

Kaum begonnen schon zerronnen. Die einzige Möglichkeit, aus diesem immer schneller werdenden Strudel herauszukommen ist, dass wir uns besinnen und uns zentrieren, d.h. die Achtsamkeit des Augenblickes genießen. Wenn wir uns auf den Augenblick besinnen, auf das JETZT, und die Tätigkeit die wir gerade ausüben, bewusst ausüben, dann gelingt es uns auch subjektiv eine längere Zeitspanne daraus zu erzeugen. Wenn du Tätigkeiten in Achtsamkeit ausübst, dann wirst du entdecken, dass der Tag wieder länger ist und du subjektiv wieder mehr vom Leben hast.

Achtsam einkaufen

Achtsamkeit gehört zu allen Tätigkeiten rund ums Essen. So ist es fein, wenn wir auch achtsam einkaufen. Wenn wir die Sinneseindrücke auf dem Markt genießen können.

Im Festival der Sinne-Buch "Achtsamkeit im Alltag" finden Sie auch zum Thema "achtsam Essen zwei Übungen". Eine "Einkaufübung" und eine "zum "Essen".

Das „Essen“ beginnt also schon mit einem Einkauf. Wir achten auf möglichst frisches Gemüse, auf frisches Fleisch, auf frische Zutaten, auf naturbelassene Zutaten, wir meiden denaturierte (Fertig-) Nahrungsmittel.

Nach dem Einkaufen gibt es einen achtsamen Umgang mit den Lebensmitteln, wir waschen sie liebevoll, wir kochen intuitiv und das führt dazu, dass wir bei Tisch unser Essen achtsamer genießen.

Kaum einer schätzt mehr das Essen, das hier zubereitet wurde, in 20 Minuten (wenn überhaupt). Hinuntergeschlungen wird, was zuvor 1 Stunde zuzubereiten gedauert hat. In vielen Familien wird das Essen auch während des Fernsehens zu sich genommen, alleine liest man vielleicht ein Buch oder eine Zeitschrift beim Essen. All das sind Formen der Unachtsamkeit bei der Nahrungsaufnahme.

Dr. Antonie Danz bietet in ihrem Büchlein eine Menge Übungen an, die uns helfen, uns an einen achtsameren Umgang mit dem Essen zu gewöhnen, bzw. uns bewusst machen, was alles mit der Nahrungsaufnahme zu tun hat. Und dass die Art und Weise wie ich etwas aufnehme auch Wirkung auf meinen Gefühlszustand hat. Ich möchte dir hier eine Übung aus dem Buch notieren:

Übung für mehr Achtsamkeit beim Essen

Das gelungene Essen

Dauer: etwa 5 Minuten

Stelle dich vor dem Frühstück (oder einer anderen Mahlzeit, wo du ausreichen Zeit hast) für etwa 5 Minuten folgende Fragen und beantworte diese, immer mit Blick auf dein Frühstück, ganz entspannt und gelassen. Strenge dich dabei nicht an, und falls dir zu einer Frage spontan nichts einfallen sollte, gehe zur nächsten Frage über. Möglicherweise denkst du in diesen 5 Minuten auch nur über eine einzige Frage nach und an einem anderen Tag über eine andere, ganz wie es dir entspricht.

Die Fragen:

  • Worauf möchte ich beim Essen heute im Besonderen achten?
  • Worüber freue ich mich am Essen heute besonders?
  • Was wertschätze ich am Essen heute im Besonderen?

Nach den 5 Minuten nimm Körperhaltung war. Wie fühlst du dich in deinem Körper?

Dann iss dein Frühstück und achten auf das, worauf du achten willst. Freue dich über das, worüber du dich freuen willst, und wertschätze, was du wertschätzen willst.

Zu diesem Beitrag gibt es auf unserem YouTube-Kanal auch das Video:

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Anker für inneres Gleichgewicht

Dr. Antonie Danz rät uns auch, dass wir uns neben all den Maßnahmen, die wir in Verlauf dieses 7 Tage-Programms erlernen, gezielt Anker setzen, um in kurzer Zeit eine schöne und förderliche Atmosphäre zu schaffen.

Anker sind Informationsträger, durch die Gefühle und Reaktionen ausgelöst werden. Wir sehen, riechen, schmecken, fühlen oder hören etwas und reagieren automatisch mit bestimmten Gefühlen oder Handlungen darauf. So ist zum Beispiel die Pinnwand in der Küche mit unserer To-Do-Notizen ein eher negativer Anker. Wenn unser Blick während des Essens darauf fällt, erinnern wir uns, was noch alles zu erledigen ist.

Das bedeutet, es gibt eine ganze Reihe von Dingen in unseren Räumen wie Küche oder im Esszimmer, die die Atmosphäre beeinflussen und bestimmte Gefühle in uns hervorrufen. Es lohnt sich daher gerade in diesem Bereich (aber auch auf dem Arbeitsplatz, im Schlafzimmer, etc.), genau darauf zu achten, welche Dinge dort negative Gefühle in uns auslösen. Im Gegenzug können wir natürlich dann bewusst genau dort neue Anker setzen, die positive Gefühle auslösen.

“Das könnten beispielsweise Blumen auf dem Esstisch oder eine Kerze sein. Auch ein Foto aus dem Urlaub, in dem das Essen besonders schmackhaft war.“

Eva Laspas, Herausgeberin

Hast du es schon bemerkt?

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Diese Maßnahmen, negative Anker zu eliminieren und neue, positive gezielt im Koch- und Essbereich zu installieren, hilft dir auf einfache Weise, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Jeder von uns reagiert individuell unterschiedlich auf die jeweiligen Sinneseindrücke und bevorzugt den einen oder anderen Sinneskanal. Es kann also durchaus sinnvoll sein, verschiedenen Typen von Ankern zu setzen.

Also, setze es heute gleich um und achte auf positive Anker in deiner Umgebung!

Mehr zum Thema "Achtsamkeit in dein Leben bringen" findest du auf unserer Themeninsel.

Buchtipp

Ernährung nach den 5 Elementen
Eva Laspas
Verlag Laspas
ISBN 978-3950421354

Achtsamkeit im Alltag
Eva Laspas
Verlag Laspas
ISBN 978-3950475425

Das kleine Buch vom achtsamen Essen: Mit 7-Tage-Programm, Übungen und Rezepten
Antoine Danz
Verlag Knaur
ISBN 978-3-426-87704-3

Achtsamkeit beim Essen aus Sicht der TCM - Festival der Sinne
Achtsamkeit beim Essen aus Sicht der TCM - Festival der Sinne
Achtsam-essen-durch-TCM_FestivalderSinne

Bilderverzeichnis

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