7 Gründe, warum du nicht abnimmst 

Wenn du nicht dauerhaft abnimmst, dann hat das einen (oder mehrere Gründe). Da hilft es nichts, noch eine weitere Diät zu machen und dem Körper noch weiter Energie zu rauben. 

Das, was du brauchst, ist radikales Umdenken. Wirklich, das hilft!

Vielleicht isst du ja zu wenig!

Du kannst es nicht glauben, dass du zu wenig isst?

Und du genau aus diesem Grund mehr Kilos hast, als in Größe 36 passen?

Mir ging es genauso, als ich das Buch "Warum Sie essen müssen, um abzunehmen" von Michael Handel in die Finger bekam. Dazu gesellten sich noch die Theorie von Andreas Winter "Abnehmen ist leichter als Zunehmen" von vor zwei Jahren und das Buch "Kopfsache schlank" von Dr. med. Iris Zachenhofer und Dr. med. Marion Reddy.

Aus diesen drei Büchern und eigenen Erfahrungswerten habe ich dir hier eine völlig andere Perspektive zum Thema "Abnehmen" zusammengestellt.

Lies die 7 Gründe, warum Abnehmen schwer sein kann.

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SinnesLetter - der Apfel der Erkenntnis - Ausschnitt

1) Abnehmen: Wo Übergewicht seinen Ursprung hat

Als wir Menschen noch in der Steinzeit waren, gab es im natürlichen Ablauf der Jahreszeiten Nahrung. Im Winter gab es wenig bis gar keine. So entwickelte die Natur Mechanismen, die verhinderten, dass wir ausgestorben sind.

Ein Mechanismus war (unter anderem), dass unser Stoffwechsel extrem dehnbar ist.

Gibt es nichts zu essen, reduziert er einfach Wachstum der Haare, Nägel … und braucht so weniger Energie. Das ist super, denn damit kann man lange Winter überleben.

Und alle, die das geschafft haben, überlebten.

Logischerweise gaben sie ihre Gene weiter, die nun in uns sind.

Wir haben die Gene vom Überlebenskünstler-Stoffwechsel.

Unsere Kultur heute

Es gab in der Menschheitsgeschichte kaum eine Zeit wie unsere, wo das ganze Jahr immer die gleiche Nahrung zur Verfügung stand. Und das im Überfluss. Vielleicht ist unser Organismus gar nicht dafür gedacht, dass wir ständig ausreichend zu essen haben.

(Ausreichend ist es natürlich nicht (eher viel), denn es sind immer dieselben Dinge, die wir ständig zur Verfügung haben – daraus resultieren dann Allergien und andere Unverträglichkeiten, Zeichen der Mangelernährung.)

Warum sonst erzeugen wir selber Hungersnöte, indem wir uns von einer Diät zur nächsten hanteln? Ist es Unzufriedenheit? Ist es Instinkt? Sind es die Modeschöpfer wie Lagerfeld und Co, die es uns vormachen (von der Werbung unterstützt), der einzige Weg, um halbwegs anständig zu leben, sei hager zu sein?

Wie viel von dem ganzen „Schlank sein“ ist Marketing? (Immerhin füllt es ja sehr viele Geldtaschen …)

Und: Müssen wir da mitmachen? Oder genügt uns ein individuelles Wohlfühlgewicht?

Das alles führt dazu, dass wir immer weiter weg kommen vom Gefühl.

3 Fragen, um dich besser zu fühlen 

Frage dich immer wieder folgende drei Fragen - notiere dir die Antworten immer in einem Schreibbuch für später.

  • Wann bin ich satt?
  • Was braucht mein Körper wirklich?
  • Was ist mein Wohlfühlgewicht?

3 Gründe für Übergewicht

Autor des Buches „Abnehmen ist leichter als Zunehmen“ Andreas Winter nennt drei Gründe für Übergewicht.

  • Unpassende Glaubenssätze,
  • falsche Beweggründe zu essen und
  • einen psychischen Vorteil.

Und da spielt schon sehr viel von dem hinein, was ich oben schrieb. Wir essen, weil wir Langweile haben, durstig sind, weil es 12 Uhr ist, weil wir Frust wegessen möchten oder einfach müde sind.

2) Hunger – Was sagt er uns genau?

Hunger ist eine Glocke, die unser Körper anschlägt, wenn ihm etwas fehlt.

Die Krux ist, dass er nicht sprechen kann. Fehlt im Vitamin C, macht er Hungergefühl. Fehlt Wasser, haben wir Hunger.

Das kommt aus der Frühgeschichte der Menschheit. Hatte der Urmensch Hunger, bekam der Körper Wasser, Wurzeln, Blätter, Beeren, Früchte, Nüsse, vielleicht Fleisch und Fisch.

Jetzt bekommt der Körper Zucker in Form von Schokolade und Co oder anderen Snacks, die sehr weit weg von dem sind, was er wirklich braucht.

Die erkennst, egal, was fehlt, Hunger ist ein Zeichen. 

Und je nachdem, in welchem Zusammenhang wir als Babys Nahrung bekamen, können wir auch Hunger haben, obwohl wir Langeweile haben oder müde sind. Wo früher der Daumen in den Mund kann, kommt jetzt Essen.

Wenn wir Hunger haben, ist es nicht unbedingt notwendig, sich den Magen vollzuschlagen.

Vielmehr macht es Sinn zu schauen, was wir im Moment wirklich brauchen.

Ein Beispiel: Du hast Hunger. Greifst zu einem Snack. Nach dem Snack hast du aber immer noch Hunger. In diesem Moment frage dich, warum. Der Magen ist ja etwas gefüllt. Wieso also noch Hunger?

Entweder brauchst du Wasser, Schlaf oder (Veränderung der) Beschäftigung. (Wenn man 8 Std. in derselben Beschäftigung hängt, kommt Langeweile auf …)

Oder aber das, was du gegessen hast, bot nicht die Nährstoffe, die der Körper jetzt gerade braucht. Und wenn du immer beim gleichen Supermarkt einkaufst, vielleicht immer „günstig“ vor „wertvoll“ stellst, kommt es zur Mangelernährung.

Man kann sagen, du sitzt im Schlaraffenland, bekommst aber zu wenig tatsächliche Nahrung.

"Das wirklich reichhaltigste Buch, das ich je gekauft habe!" (Leserstimme)

Das Buch beinhaltet die besten Artikel aus dem beliebten Festival der Sinne-Journal, das von 2009 bis 2017 unsere Gesundheitsmesse Festival der Sinne begleitet hat.

Neben den spannenden Artikeln findest du 50 Rezepte für leckere Gaumenfreuden und Pflegeprodukte, die du sofort ausprobieren kannst.

3) Einseitige Ernährung

Genau das passiert aber auch bei einer herkömmlichen Diät. Einseitige Ernährung.

Und nun schließt sich der Kreis: Einseitige Ernährung gab es in der Urzeit nur im Winter! Sobald du dich aber einseitig ernährst, reagiert unser „Überlebenskünstler-Stoffwechsel“ mit seinem genialen Programm:

Energie sparen, bis der "Winter" vorbei ist. 

(Auch wenn es gar nicht Winter ist. Aber früher gabe es nur im Winter und Frühling wenig zu essen.)

Das entspricht dem bekannten Jojo-Effekt. Nur dass dieser bei uns nach jeder Diät eintritt.

Einseitige Ernährungsweisen führen also dazu, dass der Körper in eine Art Hungermodus verfällt.

Autor des Buches „Warum Sie essen müssen, um abzunehmen“ Michael Handel schreibt vom „Hungerhormon Ghrelin“, das den Appetit anregt (und übrigens 7 Jahre braucht, bis die Wirkung nachlässt).

Und noch einen Trick hat unser Körper: Wenig Essen erzeugt Stress. Wunderbar, denn unter Einfluss des Stresshormons werden alle Kohlenhydrate im direkten Weg an Hüften und Bauch abgeführt.

Dauerstress macht also Dauerhüftgold.

4) Angst verhindert abnehmen

In der Steinzeit war Hunger ein Problem. Je länger der Winter dauerte, desto mehr Angst hatten die Menschen, zu verhungern. Daher fährt mit jeder Diät auch die Angst vor dem Verhungern in unserem Körpersystem hoch.

Andreas Winter schreibt dazu: „Angst ist der Faktor, der bei allen Abnehm-Programmen, bei allen Ernährungsberatungen und bei allen guten Ratschlägen zum Abnehmen immer unberücksichtigt bleibt.”

Den alles erklärenden Faktor Angst haben die Mediziner deshalb jahrelang übersehen, weil sie ständig auf das Essen achten und weniger darauf, wie wir uns beim Essen fühlen.

(Darüber hinaus ist es sicherlich einfacher und lukrativer, einem Menschen ständig Mittelchen gegen immer wiederkehrende körperliche Symptome zu verkaufen, als einmal richtig hinzuschauen und ihn aufzuklären, was eigentlich mit ihm und seinem Körper los ist.)

Nun ist Angst eine recht komplexe Angelegenheit. In der Hauptsache ist es bei Menschen die Angst vor Mangel, die zur Ausschüttung bestimmter Botenstoffe und somit zum Aufbau und hartnäckigem Festhalten von Fett führt.

Was man darunter versteht, wie sich dies körperlich niederschlägt und wie man diese Angst wieder loswird, erfahren Sie in diesem Buch.

5) Unpassende Steuerung deines Gehirns

Auch die Psychiaterin und Neurochirurgen Dr. med. Iris Zachenhofer und die Neurochirurgin in Dr. med. Marion Reddy, sind dieser Ansicht. In ihrem Buch „Kopfsache schlank“ erklären sie die Zusammenhänge.

Das Gehirn hat viele Systeme, die uns beim Abnehmen helfen können. Die Basalganglien, den Hypothalamus, das Belohnungssystem und den präfrontalen Cortex.

Wir müssen nur die Basalganglien neu programmieren, den Hypothalamus austricksen, das Belohnungssystem umpolen und den präfrontalen Cortex aktivieren.

Schritt 1: Wie du die Basalganglien neu programmierst

Die Art, wie du dich ernährst, besteht aus Verhaltensmustern, die du irgendwann erlernt hast und die in deinen Basalganglien gespeichert sind.

Falsche Verhaltensmuster sind erlernt und können daher auch wieder verlernt werden. Neue Verhaltensmuster müssen geübt werden.

Wie sehr die Basalganglien unser Verhalten sozusagen an uns „vorbeisteuern“, erleben wir regelmäßig in Alltagssituationen. Wir wollen den Müll rausbringen und wissen, sobald wir beim Auto ankommen nicht mehr, ob wir es getan haben oder nicht.

Solche Tätigkeiten sind so sehr über unsere Basalganglien automatisiert, dass sie unser Bewusstsein kaum noch beanspruchen und spurlos daran vorbei ablaufen können.

Die Programmierung der Basalganglien funktioniert in vier Schritten

  • Wähle ein einfaches Ziel.
  • Schreibe dein Ziel auf.
  • Übe dein neues Verhalten, bist du es kannst.
  • Belohne dich für Fortschritte.

Schritt 2: Den Hypothalamus austricksen

Der Hypothalamus überwacht den Blutzuckerspiegel. Findet er zu wenig Zucker im Blut, löst er Heißhunger aus. Mit der Zufuhr von Nahrung bekommt das Gehirn neue Glukose.

Der Hypothalamus aktiviert dabei alle unsere Sinnesorgane. 

Wir sehen und riechen das Essen intensiver. Es ist nahezu unmöglich, sich gegen diesen Überlebenstrieb des eigenen Gehirns zu wehren. Abnehmen ist dabei nicht möglich.

Da der Hypothalamus auf einen Abfall des Blutzuckerspiegels reagiert, sollten wir dafür sorgen, dass dieser immer möglichst konstant bleibt. Dann würde er ruhig vor sich hin messen und wir können inzwischen tun, was wir wollen, ohne dass er uns ständig mit diesen Heißhungerattacken nervt. Der Hypothalamus ist damit ausgetrickst!

Schritt 3: Das Belohnungssystem umpolen

Das Belohnungssystem ist ein mächtiges System in unserem Gehirn, dass viele unserer Verhaltensweisen bestimmt. Die Basis liegt im Mittelhirn. Die Evolution hat in diesem System einige Funktionen eingebaut, die das Überleben und die Weiterentwicklung der Spezies Mensch sichern.

Es belohnt Verhaltensweisen, die für das Überleben und die Weiterentwicklung unserer Spezies dienen, mit dem immer gleichen Geschenk: es schüttet in unserem Gehirn Dopamin aus. Dopamin ist ein Hormon, durch dessen Wirkung wir uns gut, motiviert und glücklich fühlen, weshalb Dopamin auch das Glückshormon genannt wird.

Bei Zucker und Fett setzt das Belohnungssystem Dopamin frei.

Die Aufgabe ist zu erkennen, welche besseren Dopaminquellen als süßes oder fettes Essen wir haben.

Schritt 4: Den präfrontalen Kortex aktivieren

Der präfrontalen Kortex ist unser sogenanntes „Stirnhirn“ und liegt, wie der Name schon sagt, hinter der Stirn, bzw. über den Augenhöhlen. Er ist der Ort des Vernunftdenkens und ist zuständig für die Koordination, Steuerung und Kontrolle von Denkprozessen, für die Planung von Handlungen, die Entscheidungsfindung und die Selbstkontrolle.

Der Essensentscheidungen hat der präfrontalen Kortex deshalb dem Belohnungssystem einiges entgegenzusetzen. Darum ist es wichtig, den präfrontalen Kortex zu stärken, damit das Belohnungssystem nicht die Kontrolle hat.

Im Buche „Kopfsache schlank“ lernst du, deinen Cortex zu aktivieren. Mit dem Ergebnis, dass du weniger Stress mit deiner neuen Ernährung hast.

6) Abnehmen klappt nicht, weil du dich unpassend ernährst

In seinem gleichnamigen Buch räumt Michael Handel mit den Ernährungsmythen auf. Sie machen unser Leben nur unnötig schwer.

Im Buch bekommst du eine Anleitung, wie du dich schlank schlemmst und schlank lebst.

Um die Inhalte des Buches zu verdauen, bekommt dein Gehirn genug Futter: Ließ,

  • warum Stress und Diäten dick machen,
  • warum du (drei) ausgewogene Mahlzeiten am Tag brauchst (wenn du schon im Hungermodus bist),
  • welche Lebensmittel, Kräuter, Gewürze und Getränke echte Fettkiller sind und
  • warum regelmäßige moderate Bewegung besser ist als sich sportlich auszupowern.

Außerdem regt Michael Handel an, unsere Lebensphilosophie von Grund auf zu überdenken.

5 Fragen, deine Lebensphilosophie vom Grund auf zu überdenken

  • Indem du isst, was die Natur vorbereitet hat,
  • weniger grübelst und mehr genießt,
  • deinen Körper weniger austricksen willst,
  • mehr Bewegung in deinen Tag bringst,
  • deinen Körper nicht ständig überfoderst.

7) Essen als Ersatz - natürlich klappt das Abnehmen nicht!

Vermeide durch ein ausgeglichenes Leben deine Angst zu schüren und schenke deinem Körper gleichzeitig ausreichend Nahrung – nämlich nicht in Quantität sondern in Qualität.

Wichtig ist, dass du dich genauso verhältst und isst, wie es dein Körper braucht. Ob

Belohnung muss nicht immer Essen sein. Und wenn du deine Muster einmal erkannt hast, kannst du dich umprogrammieren.

Damit vermeidest du Stress, Hunger, schlechtes Gewissen (das wiederum Stress macht), Diäten, den darauf folgenden Jojo-Effekt und stabilisierst langfristig dein Gewicht.

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Buchtipps

Warum Sie essen müssen, um abzunehmen
Ernährungsmythen, die Sie getrost vergessen können
Michael Handel
Verlag Scorpio
ISBN 978-3-95803-234-7

Kopfsache schlank
Wie wir über unser Gehirn unser Gewicht steuern
Dr. med. Marion Reddy und Dr. med. Iris Zachenhofer
Verlag Goldman
ISBN 978-3-442-22211-7

Abnehmen ist leichter als Zunehmen
Andreas Winter
Mankau Verlag
ISBN 978-3-86374-370-3

Bilderverzeichnis

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