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Umwelt: Es ist dein Planet – lass ihn leben

Umwelt: Es ist dein Planet – lass ihn leben

Dass es noch vor rund 20 Jahren „5 vor zwölf“ war, wissen wir alle.

Wirklich viel getan hat sich leider nicht. Höchsten etwas kosmetisches Wischiwaschi, damit die Statistik glänzt. In der Tiefe ist das Umdenken noch nicht angekommen.

Immer noch denken Wissenschaft aber vor allem Wirtschaft, dass wir mit Tun mehr erreichen als mit dem „Sein lassen“.

In diesem reichhaltigen Artikel haben wir Ihnen fünf Bücher vereint. So finden Sie das Thema „Umwelt“ aus unterschiedlichen Aspekten betrachtet. Ganzheitlich eben.

Lassen Sie uns gerne in den Kommentaren wissen, welchen Beitrag Sie persönlich für Umwelt leisten.

Umwelt: Raunzen ist gestern, heute geht es ums Gestalten

Klimakatastrophe, Meere voller Müll, zubetonierte Landschaften - mit diesem Irrsinn machen wir Erwachsende den Planeten kaputt und klauen unseren Kindern die Zukunft.

So meint es jedenfalls Schüler Paul. Und sagt es auch genauso seinem Lehrer.

Das Buch Es ist dein Planet – Ideen gegen den Irrsinn regt auf schlaue Art und Weise Menschen ab zwölf Jahren an, Missstände aufzuzeigen und Ideen zu produzieren, wie wir die Umwelt schützen können.

Eigentlich kann sich jeder von uns eine andere, bessere Welt vorstellen: Eine Welt, in der wir mit der Umwelt leben und deren natürliche Ressourcen schonen.

Die Frage, die uns ältere angeht: Die jungen Menschen von heute sollen doch eine lebenswerte Zukunft haben!

Lebe frei! Das Buch von Eva Laspas

"Deine Mutter bringt dich in Kontakt mit deinen tiefsten Glaubenssätzen." - Wie kann deine Mutter dein "Coach" sein, ohne dass sie es weiß?

Lies mehr darüber, wie du dich von alten Mustern befreist und finde tolle Übungen dazu.

P.S.: Mit Ausmalschriften und anderen kreativen Elementen. 

Promotion

Die Fragen sind:

  • Warum geschieht nicht, was sich jeder vorstellen kann?
  • Wer oder was hindert uns daran?
  • Und welche Möglichkeiten gibt es, sich dem Irrsinn entgegenzustellen, den wir mit unserem Planeten veranstalten?

In dem Buch „Es ist dein Planet – Ideen gegen den Irrsinn“ haben das Autorenduo ein Mit-Mach-Sachbuch geschrieben, das - eingebettet in einer flotten Handlung - junge Leser anregt, mit- und weiter zu denken, Dinge zu hinterfragen und sich zu engagieren.

Es ist dein Planet

Die Klasse 7C ist mit sechs Kindern auf Projektwoche und bearbeiten im Laufe der Woche jeder seinen ganz persönlichen Irrsinn, den sie in der Welt sehen.

Danach organisieren sie sich und überlegen, was sie tun können. Letztendlich geht es um die Ideen, wie man sie entwickelt und vorstellt.

Das Buch Es ist dein Planet – Ideen gegen den Irrsinn ist für eine neue Generation geschrieben - neue Ideen, neue Gedanken. Doch auch wir, die „Erwachsenen“ können noch so manches daraus lernen!

Denn genau dieselbe Frage können Sie sich auch stellen: Welches ist Ihr größter Irrsinn, der da abläuft und was tun Sie dagegen?

Fehlanzeige Energiewende?

„Unsere Umweltproblematik ist hausgemacht und das Bemühen sie einzudämmen eine große Lüge – genannt Energiewende.“ (Prof. Friedrich Schmidt-Bleek)

Im Buch „Grüne Lügen“ des Pioniers der Ressourcenwende und Erfinder des Faktor 10 Konzeptes von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek lesen wir:

„In der Erzeugung und im Gebrauch unserer Produkte steckt eine Überdosis an der Ressource „Natur“, die in ihrer ursprünglichen Form von uns nicht wiederhergestellt werden kann.

Hinter den Produkten stehen Akteure, deren Verhalten Umweltschäden verursachen.

Das sind einerseits die Unternehmen, die Güter produzieren, und andererseits die Verbraucher, die sie nutzen.

Die Natur dient der Wirtschaft als Vorratskammer für Ressourcen und als Abfalleimer. Dadurch destabilisiert sie die Ökosphäre und zerstört unsere Lebensgrundlage.“

Wir wissen um unsere Umweltprobleme Bescheid.

Da ist die Überfischung der Meere, Sand-, saubere Luft- und Wasserknappheit, Plastikabfälle in den Meeren und dergleichen mehr.

Diese Probleme gefährden unser Leben, und zwar von jedem von uns auf der ganzen Welt.

Und was macht die Umweltpolitik dagegen?

Sie nennen es „Klimawandel“ – verursacht von den CO2-Emissionen.

Vergeblich sucht man nach anderen Ursachen in den Gesprächen der Politiker aller Länder.

Natürlich ist der Klimawandel ein ebenso großes Umweltproblem, aber nicht das Einzige!

Die Energiewende als Erfolgsmodell anzusehen ist gefährlich, da sie ja nicht einmal den Klimawandel aufhalten kann.

Bekannterweise werden Probleme ja nicht kleiner, wenn man sie ignoriert. Die Bevölkerung wird unwissend gehalten und durch die CO2-Maßnahme beruhigt. „Wir machen ja eh schon etwas…“

Aber wussten Sie zum Beispiel, dass es eine Sandknappheit gibt? Ich nicht.

„Anstatt also dem unnötigen verschwenderischen Verbrauch von Ressourcen Einhalt zu gebieten, setzt unsere Regierung (Deutschland) weiterhin auf die Energiewende und verkauft sie uns als zukunftweisendes Projekt. Damit belügt sie uns, und damit belügen wir uns als Gesellschaft selbst, solange wir keinen Widerstand leisten.“, so Prof. Schmidt-Bleek.

(Der österreichische Strommix ist viermal geringer in seiner Ressourcenintensität als der deutsche! Das freut uns natürlich sehr…)

Die Lösung

Kritik alleine ändert das Problem nicht. Daher durchdachte Prof. Schmidt-Bleek schon bereits in den 1980er-Jahren den Umweltschutz völlig neu.

Ausgehend von dieser Überlegung entwickelte er in der Folgezeit das Konzept der Ressourcenwende.

Es beruht im Kern auf den Forderungen, unsere Wirtschaft materiell ungefähr um den Faktor 10 zu verschlanken. Und das bedeutet, in möglichst naher Zukunft dafür zu sorgen, dass wir weltweit mit einem zehnfach verringerten Ressourceneinsatz denselben oder noch mehr Wohlstand erzeugen.

Faktor 10 - Verschlankung des Verbrauches

Seine Überlegungen gingen schon damals davon aus, dass wir zweimal mehr Ressourcen (und zwar nicht nachhaltig erneuerbaren!) verbrauchen, als einer stabilen Ökosphäre guttut.

Zusätzlich verbrauchen 20 % aller Menschen 80 % aller Ressourcen und voraussehbar war damals, dass die Weltbevölkerung wahrscheinlich um ca. 20 % wachsen werde.

Daraus ergab sich der Faktor 2 mal 5, also Faktor 10 als langfristig durchschnittliches Verschlankungsziel für die westlichen Wirtschaften.

Vorausgesetzt, den ärmeren Ländern steht – im Rahmen der begrenzten Ressourcen der Erde – ausreichend Umweltraum für ihre Entwicklung zur Verfügung.

Das Konzept wurde belächelt und doch verifizierte es sich in den vergangenen 20 Jahren.

Dort wo ich statt 10 Tonnen Sand nur eine Tonne abbaue, brauche ich auch zehnmal weniger Schiffe, Bagger, Kräne und Lastwagen und damit wieder weniger Ressourcen und technische Energie für deren Herstellung. Am Ende wirkt sich deshalb jede Ressourcensparmaßnahme auf eine ganze Kette weiterer Ressourcen aus, und mit der Einsparung von Energie wird nahezu zwangsläufig auch der CO2-Ausstoß verhindert.“, erklärt Prof. Schmidt-Bleek sein Modell.

Gefährdet die Ressourcenwende Arbeitsplätze?

Wenn man nun obiges Beispiel mit dem Sandabbau logisch überdenkt, dann entsteht als erster Gedanke der, dass damit natürlich nicht nur die Ressourcen gespart werden, sondern auch Arbeitsplätze.

Es scheint im Moment die große Lösung für die Arbeitsmarktprobleme der Regierungen – wir müssen die Wirtschaft wieder ankurbeln, die Menschen müssen wieder mehr kaufen, damit wir Arbeitsplätze sichern. Doch das erweist sich als unwahr.

Ob und wie sich dieser Wandel auf die Arbeitsplätze auswirkt, kann man natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Doch gibt es Erfahrungswerte, aus denen sich bestimmte Vorhersagen ableiten lassen.

Klar ist, dass die Arbeitsplätze im Bereich der Herstellung der Produkte zurückgehen werden, wenn wir weniger erzeugen.

Doch die ressourcensparenderen neuen Produkte müssen auch langlebiger werden und brauchen daher auch wieder Pflege- und Instandhaltungsarbeiten.

Hier liegen also große Potenziale für neue Arbeitsplätze. An einem Beispiel das uns Prof. Schmidt-Bleek im Buch beschreibt, erhöht sich der Bedarf an Arbeitszeit, die rund um ein langlebiges ressourcensparend erzeugtes Auto entsteht, um das mehr als 3-Fache!!

Und er macht sich auch sogleich an eine Liste von Arbeitsbereichen, in denen Arbeitskräftebedarf entstehen wird. Alles verändert sich, doch letztendlich sieht man, dass wir nach so einer Ressourcenwende besser dastehen als zuvor.

Letztendlich liegt es wiederum an uns Bürgern – wir sind diejenigen die durch ihren Widerstand Veränderungen bewirken können.

Das Modell ist da, worauf warten wir noch?

Die Wissenschaft der Verbundenheit

Was mit der Quantenphysik begann, setzt sich in vielen anderen Wissenschaftsrichtungen fort: Neue Forschung liefert immer mehr Beweise dafür, dass die Dinge nicht isoliert für sich selbst existieren, sondern alles durch ein unsichtbares energetisches Band miteinander verbunden ist.

Wir sollen uns daher auf das Verbindende konzentrieren.

Wenn wir diese Erkenntnis berücksichtigen, verändert das unsere Art zu leben von Grund auf. Konkurrenz und Kampf ums Dasein werden abgelöst von gegenseitiger Hilfe und Verantwortung füreinander.

Die bekannte Wissenschaftsjournalistin Lynne McTaggart ermöglicht in ihrem Buch „The Bond“ ein neues Verständnis von Sein und Bewusstsein und öffnet uns die Augen für die wechselseitige Verbundenheit allen Lebens.

Auszug aus dem Buch: Erbgut beeinflussen? 

Genetiker finden immer mehr Beweise dafür, dass unser Erbgut kein elterliches Schicksal ist, sondern Umwelteinflüsse unsere Gene jederzeit ein- und ausschalten können.

Neurowissenschaftler zeigen uns, wie Spiegelneuronen die Grenzen zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten auflösen, und Sozialwissenschaftler versichern uns, dass unser Bedürfnis nach Konsens und Kooperation angeboren und nicht anerzogen ist …

Verbunden mit allem

In diesem Buch trägt die englische Wissenschaftsjournalistin Lynne McTaggart die wichtigsten Forschungsergebnisse zusammen, die das Weltbild der Quantenphysik auf allen Ebenen bestätigt.

Die Theorie ergänzt durch eindrucksvolle Fallgeschichten. Ihre revolutionäre Schlussfolgerung lautet: Wir existieren in einem Feinstofflichen Energiefeld, dass alles miteinander verbindet. Die Wahrnehmung der Trennung ist letztendlich Illusion.

Der Blick auf das Ganze, was wir selbst tun - was wir unternehmen, wie wir uns fühlen, was aus eigener Kraft erreichen -, steht im Mittelpunkt und bildet das Zentrum unseres Daseins.

Elternhaus und Schule stellen herausragende persönliche Leistungen über alles. Wir sehen den Rest der Welt ausschließlich in Bezug auf uns selbst.

Man bringt uns bei – ja, ermutigt uns dazu - eigenständig und der Fokus unserer eigenen Geschichte zu sein …

Unabhängig im Westen

Vom Augenblick seiner Geburt an lernt ein Kind im Westen, auf Unabhängigkeit hinzuarbeiten.

Von früh auf bringt man uns nicht nur bei, wie wir denken, sondern wie wir zu sein haben. Wir lernen, dass Autonomie das wichtigste ist.

Lynne stellt fest, dass Babys im Westen ermutigt werden, allein zu schlafen und so schnell wie möglich unabhängig zu denken und zu entscheiden.

Mütter machen ihre Kinder mit der Welt vertraut, in dem sie den Objekten einen Namen geben und Alternativen zur Wahl stellen: Schinken oder Eier? Roter oder blauer Stift?

Der verstorbene Anthropologe Edward T. Holl hat diese Art des Denkens als das Ereignis einer Gesellschaft mit geringem Kontext bezeichnet, womit er ausdrücken wollte, dass unsere Identität unabhängig von unserem Umfeld ist.

Wir betrachten uns selbst als frei handelnde Menschen. Verpflanzt man uns von einer Gesellschaft in eine andere, dann würde das nichts an unserer persönlichen Identität ändern.

Diese übergeordneten, autonomischen Vorstellungen - dass unsere Identität autonom ist, dass wir die Meister unseres Universums sind - prägen die Art und Weise, wie wir auf die zahllosen Eindrücke und Reize reagieren, mit denen wir jeden Augenblick konfrontiert sind.

Verbunden im Osten

In Ostasien lernen die Kinder mit völlig anderen Vorstellungen lesen. In einem ihrer ersten Lesebücher sitzt ein kleiner Bub auf den Schultern eines größeren Buben: „Der große Bruder kümmert sich um den kleinen Bruder. Der große Bruder liebt den kleinen Bruder. Der kleine Bruder liebt den großen Bruder.“

Menschen in Ostasien sehen sich selbst immer nur in ihrem Bezug zum Ganzen, sei das Ganze nunmehr ihre Familie, ihre Nachbarschaft, ihre Kultur, das Tao oder sogar ihr Bewusstsein.

Kinder in Ostasien (und auch in vielen Stammeskulturen) wachsen mit einem so starken Gefühl der Verbundenheit mit anderen auf, dass sie sich selbst in Beziehung zu ihrem Kontext wahrnehmen können.

Weil die Menschen im Osten ihre Welt anders definieren, lernen sie, sie mit anderen Augen zu betrachten.

Kinder im Osten lernen, dass die Beziehung das wichtigste ist - das Ziel mit jemand anderen eine Einheit zu bilden, verbunden durch ein unauflösliches Netzwerk …

Nachhaltig leben in der Praxis

Wir befinden uns in einem Zeitalter, wo jeder von uns etwas tun kann, um nachhaltig und klimaneutral zu handeln.

Wir sind mittlerweile alle aufgerufen, bewusst zu konsumieren und sozial, ökologisch und ethisch die Verantwortung zu übernehmen.

Dabei sind unsere Möglichkeiten vielfältig. Nicht jeder von uns muss gleich alles in seinem Leben auf den Kopf stellen.

Ob wir zum Selbstversorger werden oder nur in unserem Haushalt ändern, was nicht mehr im Einklang mit den Ressourcen unserer Welt ist, bleibt jedem selber überlassen.

Nach und nach kommen mehr Lebensbereiche dazu, die wir verändern, um in der neuen Harmonie zu leben.

Der eigentliche Kern des Buches Nachhaltig leben für alle von Autor Georg Schweisfurth sind Gedanken und Tipps aus eigener Erfahrung.

In diesem Buch spannt sich der Inhaltziemlich breit von wissenschaftlich anerkannten Themen wie Agrarwirtschaft und Ernährungswirtschaft bis hin zu Themen, die leider wissenschaftlich noch nicht beweisbar sind, weil man ihre Wirksamkeit weder im Labor noch mit Thermometer messen kann: Achtsamkeit oder Meditation.

Ich spreche nachhaltig für dieses Buch ein großes Bravo aus. Es braucht Mut, diese Themen in einem Buch zusammenzufassen. Doch genau den braucht es auch: Mut ist der Motor für Veränderungen.

Neue Normen gründen

Wir Menschen verhalten uns in der Regel gemäß unserer Gruppe oder Gesellschaft, in der sogenannten Norm.

So folgen die meisten von uns wie mit Scheuklappen einer Herde, und denken kaum über ihr Tun nach. Es ist ja so einfach. 1000 Argumente können uns da einfallen, warum wir unser Leben nicht verändern können.

Wir sagen vielleicht: »Ich bin so allein und was kann ich denn schon ausrichten?“.

Jedem von uns geht es manchmal ähnlich, doch je öfter wir bewusst innehalten, uns umdrehen, unsere Handlungen und unser Leben und den Prüfstein stellen, desto öfter fällt es uns auf, dass wir wieder einmal in den Trott der Herde fallen.

Ich gebe zu, wenn man außerhalb der Herde läuft, wenn man ein Innovator ist, Neues erfindet und neue Wege beschreitet, dass das auch ganz schön unbequem werden kann.

Stellen Sie sich das einmal bildlich vor: Wenn Sie durch den Urwald gehen, ist es viel leichter, sich auf vorhandenen Trampelpfaden fortzubewegen. Doch die süßesten Früchte warten nie entlang dieser Trampelpfade. Die süßesten Früchte finden wir in noch nicht erschlossenen Gebieten und es braucht mutige Menschen wie Sie und ich, die mit dem Umdenken beginnen und in diese Gebiete vordringen. Und die anderen Menschen Vorbild sind.

Dazu gehört auch, die eigene Bequemlichkeit hinten anzustellen.

Innovationen und Neuerungen in einer Gruppe einzuführen oder die Gruppenorm zu verändern, ist nicht wahrlich kein Spaziergang. Es ist harte Arbeit. Harte Arbeit vor allem an sich selbst.

Wegwerfwirtschaft nachhaltig bremsen

Auch dazu hat Georg Schweisfurth viele Tipps und Ideen in diesem Buch gesammelt. Da geht es z.B. um die Müllvermeidung in der Küche, um die handwerkliche Herausforderung Dinge zu reparieren, oder aber auch Know-how zu tauschen.

Auch der Bereich »Bauen und Wohnen« gibt ein breites Feld an Betätigung. Ob Minihäuser, ökologisches Dämmen und Heizen oder gemeinsame Wohnprojekte, auch hier ist für jeden von uns etwas dabei.

Nachhaltig ist auch, manche Gegenstände oder Werkzeuge zu teilen, als sie selber zu besitzen, wie zum Beispiel die das Carsharing oder Tauschbörsen.

Und da dieses Buch sich an Menschen wendet, geht es ganz zum Schluss im Buch um die Ressource “ich“ und unseren Umgang mit uns selber. 

Denn so wie wir mit uns selber umgehen, gehen wir auch mit unserer Umwelt und der Natur um. Achtlos.

Wir sind aufgerufen, überall in unserem Leben besser auf die Ressource »ich« zu achten, im Job und in unserer Freizeit. Und Stress durch Achtsamkeit ausbremsen.

10 Tipps für ein Leben in Einklang mit der Umwelt

Machen Sie JETZT mit und bewegen auch Sie etwas.

  1. Konsum überdenken: Überlegen Sie, was Sie kaufen und bewegen Sie sich nicht mit der breiten Masse mit.
  2. Klasse statt Masse: Achten Sie auf Qualität und einwandfreie Herkunft beim Essen und bei der Bekleidung.
  3. Reduzieren, wieder verwerten, reparieren, recyceln: Werden Sie kreativ, ehe Sie etwas Gebrauchtes wegwerfen.
  4. Stromverbrauch einschränken: Schließen Sie die Stand-by Einstellungen Ihrer Geräte und achten Sie auf Ihr sonstiges Strom-Verhalten
  5. Weniger fliegen: Nutzen Sie Bahn, Bus, das Fahrrad oder die eigenen Füße, um zu reisen, slow Travel ist in.
  6. Peak Öl reduzieren: Informieren Sie sich über Carsharing, fahren Sie Rad oder gehen Sie zu Fuß.
  7. Achtsamkeit üben: Seien Sie sich Ihrer Handlungen bewusst, leben Sie Achtsamkeit.
  8. Natur genießen: Gehen Sie öfter in die Natur, nehmen Sie sie wahr, und genießen Sie sie.
  9. Gehen Sie voraus: Warten Sie nicht, dass der Nachbar damit beginnt, seien Sie das Vorbild.
  10. Was wollen Sie ändern? Überlegen Sie was Sie JETZT gleich und ohne besondere Vorbereitung in ihrem Leben ändern können, und starten Sie.

Leb wohl, Schlaraffenland: Die Kunst des Weglassens

Nur sieben Monate nachdem der bekannte österreichische Schauspieler Roland Düringer seinen Ausstieg aus den Systemen begann, wurde das Buch Leb wohl, Schlaraffenland: Die Kunst des Weglassens geplant.

Es ist als Gespräch zwischen Roland und Clemens G. geführt und ausdrücklich kein Buch über Roland – sondern über Gleichgesinnte: „Über die Menschen, die auf der Suche nach dem „Guten Leben“ sind und das selbstständige Denken nicht verlernt haben.“

Und es ist ein gutes Buch – humorig, manchmal weitschweifig, recht häufig bissig aber absolut gerechtfertigt.

Roland nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Und es stecken wunderbare tiefe Weisheiten darin. Wenn man sie wahrnimmt und nicht darüber liest.

Diese Wahrheiten sind nämlich gar nicht bequem. Denn sie möchten uns aufwecken, aufrütteln aus dem trägen Zustand, den wir uns mühsam „erarbeiten“ mit Ablenkungen diverser Art. Alles nur nicht hell wach sein…

Dabei ist es längst an der Zeit aufzuwachen und tätig zu werden.

Komm endlich zur Ruhe

Es ist, wie Roland schreibt: „… Du spürst, dass etwas aus der Balance ist, - dass sich ein Sturz ankündigt, aber du bist ohnmächtig, etwas dagegen zu unternehmen, weil es dein Betriebsmodus jetzt einfach nicht zulassen will.“

Um in einen anderen Modus zu kommen, rät er „zur Ruhe zu kommen“.

In der Ruhe bekommen wir die Möglichkeit, unser Treiben etwas mehr von außen zu beobachten. Wir gelangen in der Ruhe in einen anderen Modus.

Natürlich hat Roland mit seinem „Aussteigerjahr“ Menschen wach gerüttelt. Da gibt es die, die ihm zustimmen, die die ihn für verrückt erklären und die anderen, die sonst noch etwas zu sagen haben.

Wenn so etwas jemand macht, der bekannt ist, dann bekommt er mehr Aufmerksamkeit als „du“ und „ich“ von der „Straße“.

Es ist gut, dass sich bekannte Menschen trauen, „anders“ zu leben, ihr Wort zu erheben, denn so können „du“ und „ich“ sagen: „Schau, wenn er sich traut, wo er doch im Rampenlicht steht, wenn er sich das traut und nicht untergeht – dann können wir das doch auch?!“

Und wir brauchen viele Menschen, die in sich eine Änderung zulassen. Menschen, die an sich selber arbeiten. Menschen, wie du und ich.

Angst, anders zu sein

Roland schreibt darüber, dass sich Menschen über seine Bartkugeln unterhalten.

„Ich glaube, das äußere Erscheinungsbild von Menschen ist uns so wichtig, weil wir einfach gelernt haben, für die anderen zu leben.

Wir opfern unser Lebensglück den anderen, selbst denen, die wir gar nicht so schätzen. Wir spielen einander ständig etwas vor, möchten anerkannt, akzeptiert, lieb gehabt werden.

Deswegen wollen wir nicht unangenehm auffallen.

Dass aber, würden wir eines Tages einmal alle auffallen, kein einziger Mensch mehr „auffällig“ wäre, übersehen wir dabei…

Ich persönlich sehe das „Anerkennung suchen“ als negativ. Brauche ich wirklich die Bestätigung durch jemanden anderen, um zu wissen, wer oder was ich eigentlich bin?“

Der Grund unseres Daseins

Roland Düringer: „ … Es könnte doch sein, dass wir durch unser Menschsein der Natur die Möglichkeit geben, sich selbst zu sehen oder von jemandem gesehen zu werden… 

Es könnte weiterhin eine unserer Funktionen in diesem Spiel „Leben“ darin bestehen, die Schönheit der Natur zu erkennen und wahrzunehmen…

Was gäbe es Schlimmeres, wenn man die Schönheit, die rund um uns herum existiert, nicht wahrnehmen kann, weil man nur lebt, um zu arbeiten?

Das wäre für mich ein Unglück. Wobei ja viele Menschen glauben, sie arbeiten, um zu leben.“

Er hält es für weitaus wichtiger, sich bewusst zu machen, dass wir eines Tages sterben werden. „Wir sollten das immer vor Augen haben. Der Tod trifft jeden von uns, und ich glaube, dass die meisten Menschen diese Tatsache verdrängen.

Dabei ist es wichtig für den, der zurück bleibt, sich verabschiedet zu haben…

… Angst sollte man vor dem haben, was man uns vor unserem Tod noch antun könnte. Angeschlossen an lebenserhaltende Maschinen, vollgepumpt mit Chemie – das ist keine schöne Vorstellung eines Lebensabends…

Die Frage, die ich mir stelle, ist: „Was kann ich tun, um so zu leben, dass das Streben keine Qual wird, dass es ein Übergang wird und nicht ein Jammern…“

Befriedigender Lebensrückblick

"Wir mögen uns auch fragen, ob wir dem Leben gedient oder ihm geschadet haben. 

Es geht nicht darum, was wir alles geschafft haben, wie viele Medaillen wir gewonnen haben. Solche Errungenschaften führen zu keinem besonders befriedigenden Lebensrückblick, wenn es einmal für uns so weit ist.

Denn wenn es dein Lebenszweck ist, dem Leben zu dienen, du aber am Ende feststellen musst, dass du den Zweck verfehlt hast, dann ist das ein anderes Sterben, als wenn du feststellen kannst, deinem Herzen gefolgt zu sein.

Das Schlimmste, das uns im Augenblick des Loslassens passieren kann, ist die Angst, ob wir nun „nach Oben“ oder „nach unten“ kommen.

Ob wir nun schlechtes „Karma“ angesammelt haben. Wenn wir mit Betteln und Wimmern gehen, „Herr Pfarrer, geben Sie mir meinen letzten Segen!“ diese furchtbare Angst, die macht uns das Sterben schwer.

Das alles ist Unsinn. „Vielleicht ist das der Unterschied zwischen Spiritualität und Religion: Der spirituelle Mensch möchte entdecken und erkennen, der religiöse Mensch möchte belohnt werden.“

"Das einzige, was wirklich gewiss ist, ist das Leben selbst. Das ist es jetzt, in diesem Moment, wo wir gerade hier beisammen sind. Die einzige „Hölle“ die es gibt, ist die, die wir uns Menschen hier auf Erden machen, damit wir dann in den „Himmel“ kommen.

Viel wichtiger ist es, im Leben viele unterschiedliche Erfahrungen zu machen.

Denn dann ist es egal, wann unsere letzte Stunde schlägt, egal wie lange das Leben gedauert hat und wir können in dem Wissen, uns in Vielem ausprobiert zu haben, beruhigt loslassen."

Und hier ist nun auch schon die Botschaft, die wir uns aus diesem Buch mitnehmen können: Leben Sie los! Jetzt und mit ganzem Herzen! Vergnügt, lebendig und voller Tatenkraft.

Buchtipps

Nachhaltig leben für alle
Georg Schweisfurth
ISBN: 978-3-424-15269-2
Verlag Irisiana

The Bond
Die Wissenschaft der Verbundenheit
Lynne McTaggart
ISBN 978-3-442-22160-8
Verlag Goldman

Grüne Lügen
Nichts für die Umwelt, alles fürs Geschäft - wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten
v. Prof. Friedrich Schmidt-Bleek
ISBN 978-3-453-28057-1
Verlag Ludwig

Es ist dein Planet
Sascha Mamczak, Martina Vogel
ISBN 978-3-453-26999-6
Verlag Heyne

Leb wohl, Schlaraffenland: Die Kunst des Weglassens
Roland Düringer, Clemens G. Arvay
ISBN 978-3-99001-065-5
edition a
#Umwelt: #Raunzen war gestern, heute geht es ums #Gestalten!
#Nachhaltig #Leben in der #Praxis. So geht es.
Umwelt: Es ist dein Planet, lass ihn leben!

Bilderverzeichnis

  • Umwelt: Raunzen war gestern, heute geht es ums Gestalten!: Stef Rauza | pixabay
  • Nachhaltig Leben in der Praxis. So geht es.: Stef Rauza | pixabay
  • Umwelt: Es ist dein Planet, lass ihn leben!: Stef Rauza | pixabay
  • Umwelt: Es ist dein Planet – lass ihn leben: Stef Rauza | pixabay

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