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Abschied nehmen – Sterbebegleitung

Abschied nehmen - Sterbebegleitung

Vielleicht wird unser eigenes Leben glücklicher.

Und unsere Angst vor dem Tod vergeht.

Wenn wir lernen, Abschied zu nehmen.

Nämlich dann,  wenn wir uns zeitlebens auch um Sterbende kümmern.

Uns vorbereiten auf den Tod.

Vielleicht haben wir überhaupt nur Angst vor dem Sterben, weil wir wissen, dass wir da vielleicht alleine auf einem kargen Flur in einem Spital liegen könnten.

Und niemand bei uns ist.

Vielleicht, weil wir schon im Leben es nicht gelernt haben, das Abschied nehmen.

Das ist genau so, wie sich schwangere Mütter ängstigen. Dass sie alleine und ohne Hilfe ihr Kind zur Welt bringen zu müssen.

Es ist genau das Gleiche – warum schieben wir dann die Sterbenden ab und jubilieren nur über eine Geburt?

Fühlen Sie in sich hinein. Wenn jeder von uns etwas ändert am eigenen Umgang mit dem Tod und dem Sterben, kann sich langfristig auch eine andere Sterbekultur entwickeln.

Dieser Artikel möchte dazu beitragen. Bitte teilen Sie ihn reichlich.

Dieser Beitrag gehört zur Themeninsel: Tod: Ende oder Neubeginn?

Lesen Sie dort unter anderem über das Sterben, das Loslassen, Gedanken um den Tod, Schamanische Sterbebegleitung, Das Leben nach dem Tod, u.v.a.

Buch: Mit dem Sterbenden sein

Im Buch „Beim Sterben geht es um mehr als den Tod“ von Lama Shenpen Hookham finden wir Antworten auf die Fragen:

  • Wie kann Meditation helfen, den Tod zu verstehen?
  • Welche Stadien umfasst der Sterbeprozess?
  • Wie können wir Sterbenden beistehen?
  • Welche praktischen Vorbereitungen für das eigene Sterben sind sinnvoll?
  • Wie können wir Zugang zu dem finden, was in uns unsterblich ist?

Unsere Sterbekultur wird immer mehr in Spitäler verlagert. Das „Alleingelassen“ werden ist ein großer Teil, der Angst machen kann. Schon während des Lebens.

Dazu habe ich Ihnen hier einen Tipp des Ego notiert, wie wir sterbende Menschen auf ihrem Weg unterstützen können.

„Es geht im Wesentlichen darum, immer im Sinn zu behalten, dass man einfach für den anderen da ist. Und nicht ständig besorgt sein sollte, ob man das Richtige tut oder nicht.

Allein die Gegenwart eines liebevollen Menschen, der sich nicht schnell wieder zurückzieht, kann bei dem Sterbenden oft schon das Vertrauen in sich selbst wiederherstellen. Das Vertrauen, in irgendeiner Weise mit anderen auf einer tieferen Ebene verbunden zu sein. Da fällt das Abschied nehmen gleich leichter.

Dies ist normalerweise außerordentlich hilfreich!

Also rennen Sie nicht hektisch herum, sondern setzen Sie sich hin und üben Sie sich im NICHTS tun, nur DA sein.

Das ist sehr schwierig, Sie können nichts tun (ähnlich wie bei einer Geburt, da dürfen Sie Ihren Körper auch machen lassen und können NICHTS tun, musst einfach nur DA sein...) und dürfen den Lauf der Dinge abwarten.“

Und: Nützen Sie diese wertvolle Zeit, um Abschied zu nehmen! Das Buch hilft Ihnen dabei.

Eva Laspas, Herausgeberin

Haben Sie es schon bemerkt?

Wir verzichten bewusst auf nervige blinkende Banner von Drittanbietern. Wir freuen uns daher, wenn Sie von unseren Partnern kaufen, unsere eigenen Bücher bestellen oder solche, die wir am Ende der Artikel empfehlen. Und wie lieeeben es, wenn Sie uns weiterempfehlen. Vielen Dank und Namaste. 😉

Buch: Ich lass dich nicht allein im Sterben – Abschied nehmen

Dieses Buch vom Sterbeforscher Bernard Jakoby und Marie-Luise Nieberle, die 25 Jahre Hospizerfahrung mitbringt, geht es darum, würdevoll Abschied zu nehmen.

Die beiden Autoren haben sich die wichtige Botschaft aufgeteilt. So erklärt Bernard Jakoby die wichtigsten Fakten aus der Sterbeforschung. Und zeigt, was am Bett eines Sterbenden hilfreich sein könnten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass wir uns Zeit unseres Lebens zu wenig mit dem eigenen Tod beschäftigt haben. Wir machen uns keine Gedanken, ja wir verdrängen die eigene Sterblichkeit noch. Und genau das verursacht viel Leid.

Wenn wir uns nämlich erst auf dem Sterbebett mit dem Tod auseinandersetzen. Dann haben wir schon das Leben versäumt. Und im Angesicht des Todes erkennen wir dann klar, was wir besser hätten tun sollen.

So ist es wichtig, das Ego zu bezähmen, das sich aus Eitelkeit an Besitz, Schönheit, Jugend klammert, festhält und alles bewahren will. Der Tod gehört zum Leben und das Leben entsteht, besteht und vergeht.

Dazu gehört also, dass wir Zeit unseres Lebens lernen, los zu lassen. 

Zeit unseres Lebens Abschied nehmen. Vom Leben, von Dingen, vom Ego. Um liebe Menschen los zu lassen – in Trennung, im Abschied und im Tod. Und schließlich eines Tages im Jetzt, werden wir unser eigenen Leben loslassen.

Je freiwilliger all dieses Loslassen geschieht, desto einfacher kann es fließen. Und desto „leichter“ wird es.

Schauen Sie dazu auch die Videos in unseren Festivaldersinne.tv an. Hier kommen Sie zur Playlist auf Youtube.

​Jeder Tod einzigartig – so wie unser Leben

Und doch, es gibt Ähnlichkeiten. Nämlich dann, wenn sich die einzelnen Elemente auflösen. Erdelement, Wasserelement, Feuerelement und Luftelement. Diese einzelnen „Phasen“ dauern unterschiedlich lange – je nachdem, wie der Sterbende loslässt. So kann es sein, dass man sie kaum bemerkt, weil der Sterbende gut fließt. Es kann aber auch sein, dass er sich an die eine oder andere Phase anklammert – nicht loslassen möchte. Dann dauert der Prozess.

Was die einzelnen Phasen sind und wie Sie sie begleiten, lesen Sie im Buch. Die letzte Phase ist das Wasserelement – und damit auch die Ohren. So hört Sie der Sterbende auch noch, wenn er keine Vitalfunktionen mehr zeigt.

Selbst in diesem Moment ist es möglich, Versöhnung zu sprechen. Sich zu verzeihen oder seine Liebe auszudrücken.

Autorin Marie-Luise Nieberle lässt uns an ihrer reichen Erfahrung teilhaben. Sie gibt zahlreiche Hilfestellungen, wie wir den Sterbenden begleiten können. Und wie wir dabei Abschied nehmen.

Dieses Buch gehört in jede Familie.

Damit wir wieder zu Hause sterben.

Unsere Angehörigen und schließlich auch wir.

Buch: Den letzten Weg in Würde gehen

In diesem Buch von Autor Henry Fersko-Weiss geht es um einen neuen Weg in der Sterbebegleitung.

Auch dieses Buch dient als Ratgeber für Sterbebegleiter und Angehörige. Der Autor, ein Pionier in der Sterbebegleitung, macht uns Mut: Wir sollen uns nicht von der Angst, dem Leiden und dem nahen Verlust beeinflussen lassen.

So wie es eine Doula – eine Begleiterin für die Geburt gibt, gibt es auch den Doula-Weg bei der Sterbebegleitung. Dieser Weg führt über die Auseinandersetzung der Fragen, die sich der Scheidende stellt:

  • Was macht den Kern meiner Persönlichkeit aus?
  • Welche besonderen Eigenschaften besitze ich?
  • Wie habe ich dadurch meine Umgebung beeinflusst und geprägt?
  • Was wird von mir in Erinnerung bleiben?
  • Was möchte ich Angehörigen und Freunden mitgeben?

Wenn wir furchtlos und achtsam sind. Und uns völlig in den Sterbeprozess hingeben. (Lesen Sie mehr über die "Mut und Hingabe an das Leben" hier.)

Und die Bedürfnisse des Sterbenden erfüllen. So gelingt es, die letzte Phase dieses Lebens so zu gestalten, dass alle Beteiligten – Sterbende und Familie – inneren Frieden finden und liebevoll Abschied voneinander nehmen können.

Eva Laspas

Kommen Sie zur Leserschaft unserer Festival der Sinne-Familie

Einmal pro Monat kostenfrei das Monatsthema in mundgerechten Happen, sinnvolle Termine und eine ganz besondere Überraschung per pdf - exklusiv für Sie.

Eva Laspas

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Sterben muss also kein trostloser Prozess sein, sondern kann sinnhaft, heiter und sogar lebensbejahend werden.

Sehr eindrucksvoll, diese Buch. Und auch hier habe ich einige Aspekte in meinen Zaubersack gepackt …

Buchtipps

Ich lass dich nicht allein im Sterben – Würdevoll Abschied nehmen
​​Bernard Jakoby und Marie-Luise Nieberle
​​ISBN 978-3-426-65829-1
​​Kanur

Den letzten Weg in Würde gehen
​​Henry Fersko-Weiss
​​ISBN 978-3-95550-277-5
​​Scorpio

Beim Sterben geht es um mehr als den Tod
​​v. Lama Shenpen Hookham
​​ISBN 978-3-89620-345-8
​​Verlag Theseus

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Bilderverzeichnis

  • Abschied nehmen – Sterbebegleitung: ulleo

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