Fühlen Sie sich manchmal einsam oder sind Sie gerne alleine?

Alleine sein oder sich einsam fühlen? (Titelbild)

Fühlen Sie sich manchmal einsam?

Fürchten Sie sich davor, in Ihre leere Wohnung zu kommen? Alleine zu sein?

Oder suchen Sie ganz bewusst das Alleinsein? Um endlich aufzutanken.

Manchmal ist die Grenze zwischen dem einen und dem anderen sehr dünn. Es liegt an uns, die Seite zu wählen, die wir sehen möchten.

Und uns auch einmal auf die andere Seite wagen. So lernen wir uns selber wieder ein Stück weit besser kennen.

Sie kennen sicherlich den Alm-Öhi, den Großvater von der Heidi. Er wohnt alleine auf der Alm. Man könnte meinen, er sei einsam.

Im Buch wird auch zuerst das Bild eines alten Mannes gezeichnet, der in Einsamkeit in den Bergen wohnt. Er sei „einsam“ da oben, meinten die Menschen. Doch im Laufe des Buches erfahren wir, dass der Mann die Einsamkeit bewusst gewählt hat. Um eben vor diesen Menschen zu fliehen.

Er wollte einfach alleine sein. Und am Ende der Geschichte hat er sich auch der anderen Seite geöffnet.

Das Thema ist ja besonders in den kalten Wintermonaten aktuell. Und es wird verschärft durch unser vermindertes Sozialverhalten. Das durch die "Social Media" gefördert wird. Dabei aber die Menschen zunehmend vereinsamen lässt.

Zum Thema "Gefühlskälte und Einsamkeit" gibt es weitere Aspekte bei im Magazin von The-Coach.Net.

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Auf das Gefühl kommt es an: alleine versus einsam

Beide Worte zeichnen ähnliche Bilder: Einen Menschen – alleine. Doch wenn wir jedes Bild näher betrachten, erkennen wir Unterschiede.

Auf dem einen Bild ist ein Mensch - alleine. Rund um ihn zeichnen sich Schmutz, Essensreste und Müll ab. Er hängt mit Trainingshose und schlabbrigem Pullover auf der Couch.

Dieser Mensch ist alleine. Ist er einsam?

Dann ist da das andere Bild. Auch ein Mensch, auch er ist alleine. Er trinkt genüsslich Tee und liest dabei ein Buch. Eingemummt in eine warme Decke. Die Lampe taucht sein Haupt in weiches Licht. Es ist ein Bild des Friedens.

Dieser Mensch ist auch alleine. Ist er einsam?

Wir Zuschauer wissen es nicht.

Und doch: Es gibt einen großen Unterschied.

Es ist immer so, wie Sie es (sich) fühlen.

Niemand zu Hause?

Welcher Gedanke kam Ihnen, als Sie diese Überschrift lasen?

„Gott sei Dank!“ oder „Ohje, …!“?

Bedeutet das Alleine sein Stress für Sie?

Fürchten Sie schon den Abend, wenn Sie nach einem langen Arbeitstag in Ihre leere Wohnung kommen? Wo die Stille Sie begrüßt. Und Sie beginnen sich schon einsam zu fühlen, sobald Sie nur daran denken.

Mehr zum Thema Stille haben wir im Artikel: Stille in dir finden – in dir selber liegt der wahre Kern

Oder eine Wohltat?

Oder fühlen Sie sich erleichtert, wenn Sie an Ihre leere Wohnung denken. An die wohltuende Stille, die Sie empfängt. Die leeren Flächen, die Ihnen Ruhe bringen. Brauchen Sie das Alleinsein, um aufzutanken? Um sich vom stressigen Alltag zu erholen? Dann werden Sie sich wohl kaum einsam fühlen.

Genau darin liegt der Unterschied:

Es kommt auf das Gefühl an, wie Sie sich fühlen (möchten), wenn Sie alleine sind.

Sie können mitten unter vielen Menschen sein, die Party boomt – und doch: Sie fühlen sich einsam. Im Gespräch mit Freunden – Sie fühlen sich alleine.

Oder Sie fahren alleine auf Urlaub und genießen ihn zwei Wochen lang ohne andere Menschen auch nur zu vermissen. Sie fühlen sich eins mit der Natur. Von Einsamkeit keine Spur.

Warum zeichne ich diese beiden Bilder?

Weil ich weiß, dass es Menschen gibt, die das Alleine sein brauchen.

Und andere, die es fürchten.

Beide können den anderen nicht verstehen.

Dieser Artikel schlägt also eine Brücke der Verständigung.

Ich persönlich brauche das Alleine sein wie einen Bissen Brot. Es ist sehr wichtig für mich.Ich erlebe es in Phasen.

Je länger ich mit vielen Menschen zusammen war, je mehr Aufgaben ich zu erledigen habe, desto dichter wird das Gefühl, endlich wieder auftanken zu können.

Eva Laspas

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Eva Laspas

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Dann ziehe ich mich zurück. Mache mir kaum Termine auswärts aus. Genieße es, mit mir zu sein. Für mich zu kochen, mich zu nähren, zu baden und nur das zu tun, worauf ich Lust habe. Und wenn ich zu nichts Lust habe, auch das zuzulassen.

Es ist eine schöne Zeit, doch ich darf aufpassen, dass diese Phase nicht in Lethargie umschlägt. Das könnte passieren, denn andere Menschen bringen nicht nur Stress sondern auch Bewegung, Fortschritt und neue Ideen in mein Leben. Diese beiden Phase sind sehr wichtig für mich, damit ich nicht in ein Burn Out rutsche.

Ich fühle aber auch das dringliche Bedürfnis anderer Menschen rund um mich, die das Alleine sein fürchte.

Die alles tun, nur um nicht alleine zu sein. Sie fühlen sich einsam, wenn sie nur an das Alleine sein denken. Die alles tun, nur um mit anderen Menschen zusammen zu sein.

Die sich selber lieber aufgeben, als dass sie die Stille in ihrer Wohnung hören. Dieses „für andere leben“, kann ermüden – auch hier lauert das Burn Out.

Fakt ist: Alleine mit uns lernen wir uns selber kennen

Wenn wir mit uns alleine sind, gibt es kaum Ablenkung. Natürlich können wir die Zeit auch vor dem TV oder dem PC verbringen. So kommen wir mit uns selber natürlich nicht in Kontakt. Dann ist das vielleicht eine andere Form der Einsamkeit.

Wir betäuben uns mit den Medien, um das Alleinsein nicht zu bemerken.

Wenn wir tatsächlich mit uns alleine sind, und das auch bewusst wahrnehmen, sollte Raum sein, in dem wir uns selber entdecken können.

  • Unsere Gedanken,
  • Gefühle und das, was wir
  • zu uns selber sagen.

Es gibt keinerlei Ablenkung von außen. Wir sind auf uns selber zurückgeworfen.

  • Ob wir wohl nett mit uns umgehen?
  • Liebevoll mit uns sprechen?
  • Uns mal auch selber umarmen oder
  • gar loben?
  • Waschen wir unseren Körper auch dann, wenn wir nicht hinausgehen, niemanden treffen?
  • Kochen wir uns selber nahrhafte Speisen?
  • Kleiden wir uns für uns selber schön?
  • Legen Schmuck an – für uns selber?

All das – und noch mehr. Die Liste können wir endlos fortführen.

Wenn wir mit uns alleine sind, haben wir die Schere verlegt – es war ja niemand anderer da. Die Übelkeit hat uns nicht der Nachbar angehängt – wir selber haben uns so verhalten, dass der Körper nun mit dem Naschzeug kämpft, das wir achtlos in uns hineingestopft haben.

Der Vorteil vom Alleine sein: Wir erkennen viel schneller, dass wir uns unser Leben selber erschaffen.

Es ist nämlich niemand da, dem wir die Schuld geben können.

Erleuchtung in der Einsiedelei

Da gibt es eine taoistische Geschichte von einem erleuchteten Mönchen, die in der Einsiedelei lebt. Eines Tages kommt ein Meister in die Einsiedelei, der ihn prüfen will.

Er bezeichnet den Erleuchteten mit einem Schimpfwort, das genügt schon.

Der „Erleuchtete“ beginnt wie ein Rohrspatz zu fluchen …

Die Erkenntnis der Geschichte ist, dass es keine Erleuchtung ist, wenn man gelernt hat, mit sich selber aus zu kommen.

Fakt ist ebenso: Im Spiegel lernen wir schneller

Wer wirklich an sich arbeiten möchte, wer seine Muster erkennen will, um freier zu leben, der möge von Zeit zu Zeit mit Menschen sein.

Denn nur im Spiegel anderer Menschen erkennen wir unsere blinden Flecken.

Das sind die Stellen in unserem Persönlichkeitsgebäude, die wir alleine mit uns selber nicht wahrnehmen.

Die aber andere erkennen. Und die wir erkennen, wenn wir mit anderen Menschen zusammen sind.

Genau diese Teile sind es, die uns an anderen Menschen besonders nerven oder stören. Die Teile, wo wir den anderen dazu bringen wollen, „sich zu ändern“.

Das ist unser Spiegel.

Überlegen Sie: Gelingt es uns tatsächlich, den anderen zu ändern?

Oder haben wir nur viel Druck auf ihn ausgeübt, dass er sich unserem Willen gefügt hat? Dass er sich von sich selber abgewandt hat? Und ein Stück weit wir selber geworden ist?

Dann haben wir uns ganz entsetzlich selber betrogen.

Um den Spiegel verloren, der der andere für uns war.

Denn wenn der andere sich nicht mehr so zeigt, wie er ist, widerspiegelt er nicht mehr unsere tiefsten Muster. Und das macht niemanden glücklich … ihn nicht und uns bringt es der Erleuchtung nicht näher.

Nur das Ego, ja das haben wir genährt.

Blinde Flecken im Spiegel erkennen

Wenn Sie also etwas an Ihrem Partner, Kind, Kollegen, Freund oder Ihren Eltern nicht leiden können, betrachten sie dieses „Etwas“ gut.

Auch Wertungen, die Ihnen plötzlich durch Ihre Gedanken zucken, sind ein Hinweis auf einen blinden Fleck. Positive wie negative.

Sie können sicher sein: Alles, was Sie an anderen stört, hat etwas mit Ihnen und Ihren blinden Flecken, Ihren Mustern zu tun. Und je heftiger Sie es von sich weisen, desto dichter sind Sie dran am Flecken.

Denn das sind genau die Dinge oder Tätigkeiten, die Sie sich selber verboten haben.

Es ist etwas, was Sie selber gerne leben oder tun – oder nicht tun, würden. Und es sich nur aus irgendeinem Grund zu irgendeiner Zeit verboten haben. Und daher nicht leben können ohne schlechte Gefühle.

Vielleicht so sehr, dass Sie sich gar nicht mehr daran erinnern …

Doch in dem Moment, wo Sie schon den Gedanken zulassen, dass diese Annahme wahr sein könnte – kommt Bewegung in Ihr Universum.

Und Sie beginnen, auch diesen blinden Fleck auf Ihrer Landkarte zu erkunden.

5 Tipps für Menschen, die das Alleinsein lieben

  1. Gehen Sie immer wieder bewusst unter Menschen, damit Sie Ihre blinden Flecken kennen lernen. Reflexieren Sie, was Sie denken und fühlen!
  2. Tanken Sie richtig auf: Nehmen Sie sich einzelne Tage, wo Sie bewusst ohne Uhr und ohne Verpflichtungen leben. Und tun Sie nur, worauf Sie Lust haben. Alle unsere inneren Kinder brauchen mal Aufmerksamkeit. Dann gehen Sie wieder unter Menschen.
  3. Genießen Sie das Alleinsein, nehmen Sie dabei eine innige Liebesbeziehung zu Ihrem Körper auf. Verwöhnen Sie sich selber.
  4. Waren Sie früher immer ein „Hans Dampf in allen Gassen“? Nun aber sind Sie eher abgestumpft und die Phasen des Alleinseins kommen immer häufiger vor? Achte Sie darauf, dass Sie nicht unbemerkt in ein Burn Out rutschen. Holen Sie sich fachliche Hilfe.
  5. Beobachten Sie Ihre Gedanken immer wieder: Tanken Sie noch Energie oder sind Sie in eine Depression abgerutscht? Dann holen Sie sich auch fachliche Hilfe.


5 Tipps für Menschen, die die Einsamkeit fürchten

  1. Fragen Sie sich, warum Sie sich einsam fühlen. Nehmen Sie sich ein Schreibbuch und schreiben Sie diese Fragen gleich oben auf eine Seite. Dann schreiben Sie, was auch immer Ihnen dazu einfällt. Schreiben Sie mindestens zwanzig Minuten ununterbrochen und ohne Pause. Lesen Sie dann, was Sie geschrieben haben. Sind diese Dinge noch gültig? Oder haben sie schon länger an Gültigkeit verloren? Wenn Sie hier feststecken, holen Sie sich professionelle Hilfe.
  2. Sprechen Sie mit sich selber und hören Sie sich dabei zu. Wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie sich zu häufig tadeln, legen Sie bewusst Ihr Augenmerk darauf. Und loben Sie sich ab jetzt öfter.
  3. Nehmen Sie sich bewusst Zeit, den einen oder anderen Kasten auszuräumen. Nehmen Sie danach jedes einzelne Stück in die Hand und denken daran, wie es zu Ihnen kam. Wenn es gute Gefühle in Ihnen weckt, putzen es liebevoll, ehe Sie es wieder in den Kasten stellen. Dinge, die keine guten Gefühle in Ihnen wecken, kommen in eine Kiste. Wenn Sie mit dieser Arbeit fertig sind, wo befinden sich mehr Dinge? Im Kasten oder in der Kiste? Nun entscheiden Sie, was Sie mit den Dingen machen möchte, die keine guten Gefühle in Ihnen wecken. Und wie lange Sie diese nach haben möchten. Dann machen Sie sich einen Plan und tragen sich Termine auf Ihrem Kalender ein, wo Sie diese Dinge liebevoll aber bestimmt entsorgen. Stück für Stück. Sie sind es wert, nur mehr Dinge in Ihrem Leben zu haben, die Sie glücklich machen.
  4. Nehmen Sie sich Zeit und setzen Sie sich mit der Stille auseinander, die Sie so sehr fürchten. Setzen Sie sich in Ihre Wohnung und spitzen Sie Ihre Ohren. Es ist gar nicht so still, wie Sie es sich immer vorstellen. Sie hören andere Menschen – Nachbarn, Autos, Flugzeuge. Und Ihr eigenes Herz. Sie hören sich selber atmen. Sie sind alleine aber nicht einsam, denn Sie haben sich. Und die anderen Menschen sind nur ein paar Meter entfernt.
  5. Wenn Sie wieder einmal die Panik überkommt, dass Sie so einsam sind, atmen Sie tief in Ihren Bauch. Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem. Einatmen – ausatmen. Immer wieder. Es ist nur ein Gefühl. Gefühle sind Energie. Und Energie kommt und geht. Also kann auch Ihre Panik vor dem Alleinsein vergehen. So wie sie gekommen ist.


Und das Ende der Geschichte

Am Ende wollen Sie alleine sein. Sie entscheiden sich dafür. Bewusst. Und Sie verstehen, warum andere Das Alleinsein genießen können.

Im anderen Fall haben Sie gelernt, die Vorzüge im Zusammensein mit anderen Menschen zu genießen. Und Sie verwenden das Alleine sein bewusst.

Um zu reflektieren, was Sie gedacht oder gefühlt haben, als sie mit anderen zusammen waren.

Beides macht Sie ein Stück freier als Sie es vorher waren.

Und genau darum geht es im Leben.

Um Freiheit.

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