Beziehungen: Familie, Kinder und Staat

Gedanken von Familie, Erziehung, Kinder und dem Staat. Wie alles beginnt und wo es endet.

Kinder sind wichtig, sie sind unsere Zukunft

Doch wo sind sie, die Kinder?

Wo sieht man sie im Alltag?

Richtig, sie sind meist nicht zu sehen, weil sie kaum Platz in unserer Gesellschaft haben. 

Bis zur Volksschule gibt es noch Kinderspielplätze, aber dann, wenn sie beginnen könnten(!), komplexere Aufgaben übernehmen zu können, verschwindet das Angebot. Ja, in Freizeitparks, die man besuchen kann und ja, auch in Nachmittagsbetreuung, da gibt es genug Angebote. Doch auch hier: Man sieht Kinder im Leben nicht. 

Sie leben alle im Verborgenen. KiTa, Schule, Uni.

Dann plötzlich, mit der Volljährigkeit sollen sie auftauchen und ihren Platz einnehmen und Steuern bezahlen. Warum nur kommt mir das seit Jahren merkwürdig vor?

Weil keine Zeit für Leben ist …

Wo sind sie, die Familien, die gemeinsam Kinder großziehen? Sich gegenseitig aushelfen? Ein indianisches Sprichwort sagt: 

Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

Wo sind sie, die Dörfer, die ihre Türen für Kinder öffnen damit diese etwas von der Welt lernen?

Ist es besser, dass die Kinder von Betreuungspersonen aufgezogen werden?

Menschen, die viel zu lange schon in dieser Position stehen und ausgebrannt sind? (Nun, nicht alle, aber es ist auch hier unrealistisch, den KiTa-Betreuer- oder Lehrerjob ein Leben lang zu tun, ohne auszubrennen, so gut es viele meinen.) Denn in der Natur des Menschen ist es nicht angelegt, Jahrzehnte lang dasselbe zu tun.

Wo bleibt denn da die Evolution und (Weiter-)Entwicklung?

Also, wo sind sie, die Familien? 

Zerbrochen am Alltagsleben, wo zwei Erwachsene 80 Stunden die Woche Geld verdienen müssen, um Wohnung und Nahrung zu beschaffen. Und Steuern für den Staat zu bezahlen. Wo keine Zeit mehr bleibt, dass das Kind sich selber anziehen lernt?! (Die meisten Kinder, die mit der Volksschule beginnen, können sich nicht selbstständig anziehen. Meiner Meinung nach kommt das daher, weil in der Früh zu wenig Zeit ist, dass sie es lernen – und daher werden sie einfach rasch angezogen. Fremdbestimmt.)

Damit eben alles rasch geht, weil keine Zeit mehr für das Leben ist (oder die Eltern ein schlechtes Gewissen haben, weil sie so wenig Zeit für ihre Kinder aufbringen), wird den Kinds aber nicht nur das Anziehen abgenommen, auch sonst erledigen die Eltern alles. Wahrscheinlich bemerken sie aus Zeitmangel nicht, dass ihre Kinder bereits viele Dinge selber machen könnten. 

Wenn man sie machen lässt.

Auf diese Art und Weise, aus Zeitmangel, schlechtem Gewissen, missverstandener Liebe oder anderen Gründen werden unsere Kinder in die Passivität gedrängt. 

Sie sehen keinen Sinn im Leben. (Außer den Staat zu bedienen, mag sein, dass ihnen das nicht schmeckt.)

Und genau das sehen wir da draußen jetzt.

Jugendliche, die keinen Platz im Leben fühlen, die ihre Leere nicht auszufüllen wissen. Weil sie niemals eine Aufgabe bekamen, weil sie niemals direkt am Leben teilhaben konnten. Depression bei Kindern ist ein Hilferuf. Corona hat den Missstand nur noch aufgezeigt. 

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Stellen wir uns in die Schuhe unserer Kinder

Sobald ein Kind seinen Körper gemeistert hat, möchte es mithelfen. Mein Sohn wollte mir beim Einkaufen helfen und trug auch die WC-Papierpackung (8 Rollen) nach Hause, auch wenn sie scheinbar größer war als er selber. Er wollte mir helfen, sich am Leben beteiligen, und daran seinen Wert bemessen.

Viele Eltern vermitteln ihre Liebe darin, dass sie den Kindern alles abnehmen. Doch sie bedienen damit ihr eigenes schlechtes Gewissen – und das wird von der eigenen Sehnsucht genährt, die sie hatten, als sie noch Kinder waren. 

Indem wir unseren Kindern alles abnehmen, zeigen wir ihnen vor allem eines: Dass sie es selber nicht können. Unterschwellig bekommen sie dadurch das Gefühl, dass sie wertlos sind.

Außerdem erleben sich die Kinder selber als Belastung, wenn sie sehen, dass ihre Eltern sich täglich abstrudeln, um das Leben zu organisieren.

Wie viele Kinder kommen auf die Idee, die Spühlmaschine auszuräumen (ohne, dass man es ihnen sagt), nachdem sie 14 Jahre lang gelernt haben, nichts anzugreifen zu dürfen? 

Weil man es ihnen aus der Hand genommen hat?!

Was können wir also tun, damit wir unseren Kindern zeigen, dass sie im Leben willkommen sind? 

Kinder sind Menschen – genau wie Erwachsene. Mit einem einzigen Unterschied: Ihre Lebenserfahrung ist noch geringer an Jahren und solange sie nicht googlen können, ist auch ihr Wissensstand kleiner als unserer. Aber ansonsten sind sie gleichwertig – und ja, sie zeigen uns mitunter einen Weg durchs Leben, der viel einfacher ist, als den, den wir bisher gingen.

Wenn wir sie wahrnehmen. Und sie an unserem Leben teilhaben lassen. 

Wie genau das in deiner Familie geht, darfst du selber ausprobieren. Je Jünger Kinder sind, desto besser geht das, ich empfehle dir Lektüre von Emmi Pickler, Maria Montessori und anderen.

Zu diesem Beitrag gibt es auf unserem YouTube-Kanal auch das Video:

"Verlorener Zwilling - was ist das?"

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Diener des Staates: Unser eigener Alltag

Da sind wir nun, endlich großjährig und dürfen unseren Teil im Alltag fristen. Meine Mutter war mit 21 Jahren großjährig, ich mit 19, meine Kinder mit 18. Obwohl die Kinder eher unselbstständiger werden, entlässt man sie früher aus dem Schutz der Familie. 

Und wenn sie bisher keine „Ausbildung zur Erwachsenen“ genossen haben (ich nenne das liebevoll so, wenn ich meinen Kindern Stück für Stück die Verantwortung über ihr eigenes Leben übergeben habe), wie können wir erwarten, dass sich Menschen mit 18 Jahren plötzlich im Leben der Erwachsenen heimisch fühlen?

Sich nahtlos einreihen in die Maschinerie von Staat und Leben?

Genau das System unterstützen, von dem sie so lange ausgegrenzt waren?

Wo ist hier die Familie, wo man das erfragen kann, das man mit 18 am meisten braucht: Erfahrung. Wenn 18 Jahre lang (aus Zeitmangel) keine tiefen Gespräche stattgefunden, entstand nur wenig Vertrauen. Wo soll es also jetzt für tiefen Austausch herkommen? Und so geht der 18-jährige zu seinen gleichaltrigen Freunden und dann sprechen Blinde von der Farbe.

Ab da werden die Eltern unwichtig. 

Die Alten sowieso. Sinnlos, nutzlos, abgeschoben. Weil: Naja, keine Zeit. Das ist es, was wir mit unserer Lebensweise machen. Traurig.

Merkst du etwas?

Das, was wir unseren Kindern antun, fällt uns selber auf den Kopf. Wir zeigen ihnen, wie das Leben funktioniert. 

Die Frage ist nur: Wollen wir das?

Die Lösung?

Ist vielfältig möglich. Die Welt darf neu werden. Verstaubte Strukturen raus, neue dazu nehmen. Zuerst darf das Ego weichen. Beginnen wir wieder, in Familien zu leben. In Gemeinschaften, wo das Wohnen und die Grundversorgung einfacher und günstiger gestaltet werden kann. Wo nicht wir für den Staat, sondern er für uns tätig ist.

Beziehen wir unsere Kinder ab HEUTE in den Alltag ein. Sagen wir ihnen, dass wir sie wertschätzen und ihre Hilfe brauchen. Die Zeit, die man spart, weil viele Hände den Alltag bestreiten, kann für tiefe Gespräche, Musik, Tanz oder Spiele genutzt werden.

Hören wir unseren Kindern und einander wieder zu, lassen wir die andere Perspektive auch gelten, lernen wir von anderen und wenn es nur ist, dass ich weiß, wie ich es nicht haben möchte. 😉

Wichtig ist, dass das JETZT – also HEUTE beginnt. Bei dir. Nimm dein Telefon und rufe andere Familien an, beginne jetzt die neue Welt.

Ergänzung:

Das Märchen vom Segen der Ganztagesbetreuung

Buch Rezension des Buches „Vater Mutter Staat“ von Rainer Stadler durch Eva Laspas

Immer mehr Eltern fühlen sich unbehaglich, dass sie ihre Kinder kaum noch sehen, weil sie im Büro sitzen, um sich selbst zu verwirklichen. So war das ja eigentlich nicht geplant, oder? Untersuchungen zeigen, dass man mittlerweile bei Krippenkinder ebenso viele Stresshormone im Blut nachweist, wie bei Topmanagern. 

Wenn wir der neuesten Meldung aus der Alzheimerforschung glauben schenken dürfen, dann ist die Alzheimer-Krankheit laut dem habilitierte Arzt Dr. med. Michael Nehls eine Mangelkrankheit: „Verursacht durch Stress, falsche Ernährung, zu wenig Schlaf, fehlende Bewegung und einen verloren gegangenen Lebenssinn.“

Wenn wir also unsere Kleinsten 

  • schon so früh Stress aussetzen, 
  • durch Großküchenessen die Mangelernährung fördern (natürlich bemühen sich viele, ein vollwertiges Essen zu bekommen, aber nicht allen Kindergärten gelingt das), 
  • die Kinder früh wecken und 
  • spät schlafen legen (damit sie noch ein bisschen etwas von uns und wir von ihnen haben, nach der Arbeit), 
  • keine Zeit für lange Spaziergänge an der frischen Luft haben, 

wo bleibt dann noch der Lebenssinn? 

Kinder lernen vom Vorbild der Eltern, wenn sie sehen, dass wir selber keinen Lebenssinn haben, wo und wie soll er sich dann bei unseren Kids entwickeln?

Eva Laspas

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Die Frage: Warum Ganztagesbetreuung?

Warum überlassen immer mehr Eltern die Verantwortung für ihre Kinder ganz selbstverständlich fremd Menschen? 

Einerseits können wir sagen, dass wir arbeiten müssen, um die finanziellen Anforderungen des heute Lebens gerecht werden zu können. Die Mieten und ständig höhere Lebenskosten (die wir aber unter die Lupe nehmen könnten, ob sie wirklich alle nötig sind) wollen bezahlt werden.

Andererseits gilt als Argument, dass wir genügend Arbeitszeit ansammeln müssen, damit wir auch eine anständige Pension bekommen.

In beiden Fällen fällt es aber unter genauerer Betrachtung eher so aus, dass wir den größten Teil des doppelten Gehaltes für die externe Kinderbetreuung, Haushaltshilfen, Essensgelder und „Freizeitbetreuung“ wieder ausgeben. Wir geben unser Geld extern aus, anstatt es für die Beziehung in/zu unserer Familie auszugeben!

Im zweiten Fall, der Pension, können wir heute noch gar nicht sicher sein, ob und wann wir jemals die Pension bekommen, die wir jahrelang einbezahlt haben. Zur Zeit schaut es sehr schlecht aus.

Um klar zu sein, ich unterstütze hier sehr wohl die Rechte meiner Geschlechtsgenossinnen, wir haben ein Anrecht auf unseren Beruf und darauf, dass wir uns darin verwirklichen können. Und natürlich gibt es auch extreme Situationen, in denen es gar keine Frage ist, ob wir arbeiten gehen sollen oder nicht. 

Ich selber habe beide Seiten der Medaille kennen lernen dürfen.

Bei meinen ersten beiden Kindern lebte ich mit dem Kindsvater zusammen. Es war für mich keine Option, jeden Tag die Kinder unter Stress zur rechten Zeit in den Kindergarten zu bringen. Er ging Vollzeit arbeiten und ich machte mich selbstständig, damit die Kinder in häuslicher Umgebung aufwachsen konnten.

Als Selbstständige kannst du deine Arbeitszeit weitgehend frei gestalten, d.h. Nachtschichten einlegen, bzw. auch ohne viele Umstände zwischen Vollzeit, 20, 30 oder 15 Stunden pro Woche switchen. Das damals von mir verdiente Geld diente langfristigen Sparanlagen oder butterte die Urlaube nett auf.

Bei meiner jüngsten Tochter war ich Alleinerzieherin, hier war die Notwendigkeit gegeben, einen bestimmten Geldbetrag zu erwirtschaften. Statt Krippe wählte ich allerdings Tagesmutter, was den Kleinsten eine familienähnliche Struktur bietet. Natürlich bemerkte ich auch, dass die beste Tagesmutter meine Werte dem Kind nicht vorleben konnte …

Und auch hier schaffte ich es unter Aufbringung aller meiner Kräfte bis zum Limit, meiner Jüngsten den Kindergarteneintritt erst ab dem 3. Lebensjahr zu ermöglichen, damit sie solange wie möglich noch von der Familie zehren konnte. 

Wie gesagt, ich kenne beide Seiten. Ich kenne auch Familien, da werden die Kinder unter Stress in den Krippe geschickt, damit sich die Familie Krippe, Ferienbetreuung, Haushaltshilfe, zwei Autos, teure und viele Markenklamotten und für jedes Kind ein elektronisches Spielzeug (sobald sie es halbwegs bedienen können) leisten kann, bzw. den Kids unanständig viel Taschengeld gegeben werden kann, damit ihnen die Zeit, die sie ohne Eltern verbringen müssen, nicht so auffällt.

Das ist es, was schief läuft. Wenn all das Geld, was beide Elternteile (Vollzeit) anschaffen können, für die Betreuung und Beschäftigung der Kinds und des Haushaltes (Haushaltshilfe) draufgeht.

Autor Rainer Stadler, Journalist und Vater, macht sich in für das Buch „Vater Mutter Start“ auf die Suche nach den Gründen für den Sinneswandel und erkennt darin ein System: „Aus kühl kalkulierten und ökonomischen Gründen propagieren Politik und Wirtschaft seit Jahren den massiven Ausbau der Kinderbetreuung.

Wer sich gegen die verordnete Ganztagsbetreuung stellt, ist auch gegen Emanzipation und Förderung, jeder leise Zweifel wird damit im Keim erstickt. Rainer Stadler stößt eine längst überfällige Diskussion an. Und sie betrifft uns alle.

Die Verkörperung der Arbeit

In den siebziger Jahren sank die Geburtenrate von etwa 1,3 Millionen geborener Kinder auf rund 700.000 Kinder pro Jahr. (Deutschland). Es bedeutet also, dass immer weniger Menschen mit Kindern in Kontakt kommen und lernen, was es heißt, Kinder groß zu ziehen.

Vielleicht ist es ja auch der Grund für die völlig abgehobene Debatte, um die Vereinbarkeit von Kind und Karriere. Rainer Stadler schreibt: „Nur Ahnungslose kommen auf die Idee, durch gute Organisation lasse sich der Alltag mit kleinen Kindern problemlos bewältigen, Einschränkungen seien nicht zu befürchten.

Jeder, der kleine Kinder aufzieht, lernt sehr schnell, dass sie gar nicht daran denken, sich an eine noch so gut gemeinte Planung zu halten. Wer versucht, ihnen seinen erwachsenen Rhythmus aufzuzwingen, macht sich selbst und das Kind unglücklich.

Denn Kinder brauchen und lieben Rituale, eine Wiederholung ihres Tagesablaufes, um sich sicher fühlen zu können und gut heranwachsen zu können. 

Insbesondere Erwachsenen, die es gewohnt sind, einen abwechslungsreichen und anspruchsvollen Beruf auszuüben, stört diese Ruhe und Gleichförmigkeitsbedürfnisse des Kinderlebens, sie sind das aus dem eigenen Berufsleben einfach nicht gewöhnt.

Nun beginnt ein fataler Kreislauf, der dazu führt, dass der betreuende Elternteil das Kind zunehmend als Störfaktor wahrnimmt. (Und das bemerken die Kinder unterbewusst!) Wenn das von Zeit zu Zeit geschieht, ist das für alle Beteiligten zu verkraften. Problematisch wird es, wenn sich dieser Frust zum beherrschenden Gefühl der Eltern gegenüber ihren Kindern entwickelt.

Besonders Mütter bleiben mit ihren Gefühlen alleine. Einerseits fühlen wir uns unserer Freiheitsrechte beraubt, andererseits möchten wir natürlich auch unsere Mutterschaft genießen. Manche von uns arrangieren sich mit ihrer ständig nagen Unzufriedenheit.

Andere Frauen geben ihr Kind frühzeitig in die Betreuung und reden sich ein, damit sei dem Kind doch besser gedient, als dass es den ganzen Tag mit einer unzufriedenen Mutter verbringen muss. Doch dieser Kompromiss wird auf dem Rücken des Kindes ausgetragen, das sich überhaupt nicht wehren kann und schon gar keine Freude darüber empfindet, fortan den ganzen Tag in der Krippe verbringen zu müssen.

Die Sprache der Ideologen

Was brauchen die Familien und was brauchen die Kinder? Der Dreisatz der modernen Familienpolitik möchte uns einreden, dass:

  • Kinder Betreuung brauchen und individuelle Förderung, um ihr volles Potenzial zu entfalten
  • Mütter Betreuung für ihre Kinder brauchen, um Familie und Beruf zu vereinbaren.
  • eine Politik, die Betreuung und individuelle Förderung ermöglicht, familienfreundlich ist.

Doch in der Praxis entspricht auch das nicht der Realität: Die individuelle Förderung ist in Krippen insofern nicht gegeben, da diese kaum pädagogische Ideen und Konzepte verlangen. Bei Krippen geht‘s in erster Linie um die Beaufsichtigung der Kinder.

Mütter sind unzufrieden und reiben sich auf. Seit einigen Jahren registrieren die Krankenkassen eine steigende Zahl von Frauen, die unter der Last ihrer Aufgaben kollabieren das Müttergenesungswerk (Deutschland) verweist darauf, dass heute vor allem psychische Störungen - Burnout, Angstzustände, Erschöpfung - die Ursache sein, warum Mütter eine Kur beantragen. Das bestimmende Lebensgefühl vieler Frauen heute ist: Stress. Und das geht 63 % der Frauen so. Jede vierte Frau gibt sogar an, permanent unter Strom zu stehen.

Offensichtlich sind Beruf und Familie nicht für alle Frauen so leicht zu vereinbaren, wie es die Politik suggeriert. Und ins Bild der befreiten berufstätigen Frau, wie es der Feminismus gerne zeichnet, wollen diese Zahlen auch nicht so recht passen.

Zum Nachdenken über Ganztagesbetreuung – Fazit

Als Abschlusssatz möchte ich Ihnen hier Rainer Stadler zitieren: „Noch besteht Hoffnung, viele Eltern verfolgen die momentane Entwicklung mit Unbehagen. Leider sind wir oft so in unseren Alltag gefangen, dass wir übersehen, was wirklich zählt. Menschen, die Katastrophen erlebt haben schreibt eine: ‚In den Stunden, in denen ich vergeblich auf ein Lebenszeichen meines Mannes wartete und versuchte, ihn zu erreichen, wurde mir immer stärker bewusst, wie wahnsinnig wichtig mir meine Familie war. Wir sollten noch viel mehr Zeit zusammen verbringen, zusammen mit dem Kind, solange es noch klein ist. Ja, ich möchte mit meinen Lieben Kochen und Essen, so oft es geht.‘

Wenn wir uns dem ökonomischen Diktat also fügen, wie das unsere Familienpolitik momentan vorsieht, werden wir am Ende unseres reichen und erfüllten Arbeitslebens auch erzählen, dass wir gerne mehr Zeit mit unseren Kindern verbracht hätten. Nur wird uns wahrscheinlich niemand fragen.“

Eva Laspas, Herausgeberin

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Möglichkeiten

Buchtipp

Vater Mutter Staat
von Rainer Stadler
ISBN 978-3-453-28061-8
Verlag Ludwig

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Bilderverzeichnis

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