Warum wir das Licht ohne die Dunkelheit nicht erkennen

Die letzten beiden Jahre haben mir einige wesentliche Aspekte der Menschheit wieder vor Augen geführt:

  • Menschen lieben es, sich Mangel und Schwere herbeizureden.
  • Menschen brauchen die Dunkelheit, um das Licht wieder schätzen zu lernen. Obwohl sie sich anscheinend nichts sehnlicher wünschen als glücklich zu sein.

Lasst mich dieses Paradoxon anhand dieser Geschichte näher anschauen: Die Kleine Seele im Licht und in der Dunkelheit

Es war einmal eine kleine Seele

Die kleine Seele lebte im allumfassenden Licht der Glückseligkeit. Sie war ein Teil des unglaublich Großen Lichts des Universum mit vielen anderen kleinen Seelen und mit der/dem Unaussprechlichen (so bezeichnen die Kahunas, die Schamanen auf Hawaii die Göttliche Kraft)/Gott.

Du bekommst eine ungefähre Vorstellung dieses Lichts, wenn du zwei Kerzen anzündest. Die Flamme einer Kerze (eine kleine Seele) leuchtet schon sehr intensiv. Wenn du dann die zweite Flamme (eine weitere kleine Seele) direkt in die andere Flamme hältst, verstärkt sich das Strahlen gleich um ein Vielfaches.

Und jetzt stell dir vor, wie intensiv das Leuchten und Strahlen dieses Lichts ist, wenn da Hunderte, Tausende, Abermillionen Kleine Seelen vereint sind!

Kannst du erahnen, wie schön und kuschelig es sich in solch einer Glückseligkeit leben lässt?

So lebte die Kleine Seele nun also in diesem wunderbaren Licht und trotzdem nagte tagein tagaus etwas brennend in ihr.

Die kleine Seele war irgendwie immer unzufrieden mit dem, was sie hatte.

Insofern, dass sie immer nach dem Sinn suchte, was denn dieses Leben im Licht und in der Glückseligkeit bedeutete. Sie fragte immer: was ist denn nun eigentlich das Licht und die Glückseligkeit, in der wir leben.

Sie hatte eine nicht zügelbare Sehnsucht nach einer Erklärung.

Sie fragte das immer und immer wieder. Die anderen Seelen schauten sie stets nur unverständlich an. Und konnten sich überhaupt nicht vorstellen, warum sie unzufrieden war.

Eines Tages kam der/die das Unaussprechliche/Gott vorbei und sagte zu ihr:

„Ich spüre bei dir so eine Ruhe- und Rastlosigkeit.

Kann ich dir helfen? Was beschäftigt dich denn so?“

Die Kleine Seele antwortete:

„Oh ja, das kannst du! Sag mir doch bitte: WAS ist denn nur dieses Licht und diese Glückseligkeit, in der wir leben?“

Der U/Gott fragte sie: „Willst du das wirklich wissen?“

Eva Laspas

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Kleine Seele: „Ja! Was muss ich tun, damit ich es endlich erfahre?“

U/G: „Du musst uns verlassen. Du musst das Licht und die Glückseligkeit hinter dir lassen damit du erfahren kannst, was es bedeutet.“

Die Kleine Seele schien das nicht zu erschrecken, dass sie woanders hingehen sollte. Im Gegenteil, sie fand das sehr spannend und fragte: „Wohin muss ich denn gehen?“

U/G: „Du musst in die Dunkelheit. Denn das ist das, was du nicht bist. Du kannst nichts erkennen, was du selbst nicht bist. Da du bisher immer im Licht gelebt hast, immer selbst das Licht warst, kannst du dafür hier im Licht keine Erklärung finden.

Indem du zu einem Mensch wirst und ins Leben der Dualität eintauchst, erfährst du die Dunkelheit. Und wenn du die Dunkelheit durchlebt hast, wirst du dich wieder erinnern, was das Licht und die Glückseligkeit sind.

Möchtest du das unbedingt erfahren?“

Die Kleine Seele antwortete: „Ja! Ich muss das wissen!“

Und so kam es, dass die Kleine Seele die Glückseligkeit verlies und als Mensch eintauchte ins Leben mit der Dualität.

Sie erfuhr die Dunkelheit des menschlichen Seins in all ihren Facetten und sehnte sich zeit ihres Daseins auf der Erde danach, wieder ins Licht eintauchen zu dürfen.

Was hat diese Geschichte der Kleinen Seele mit unserer aktuellen Situation zu tun?

Erst wenn wir alle Facetten der Dunkelheit erkennen, wählen wir lieber wieder das Licht auf der anderen Seite.

Es gibt für uns Menschen immer eine Wahl, wie wir unser Leben führen. Ob wir mehr zur Dunkelheit tendieren oder uns mehr ins Licht begeben.

Die Tendenz von Menschen, immer auf das zu schauen, was sie gerade nicht haben oder sind, hat sich meiner Erfahrung nach seit der Jahrtausendwende um ein Vielfaches erhöht.

Vor allem im sogenannten Mittelstand und in Kreisen von Besserverdienenden war es an der Tagesordnung, zu jammern und sich permanent über alles Mögliche zu beschweren.

Dabei ging es ihnen so gut wie noch nie. Sie mussten keinen Mangel leiden und wenn sie gesund waren, hatten sie meiner Meinung nach, keinen Grund, sich ständig aufzuregen und zu ärgern.

Fast kam es mir schon vor, dass es zum „guten Ton“ gehörte, zu jammern und sich zu beschweren.

 

Jahrelang kam tatsächlich von den allermeisten meiner Klienten/Seminarteilnehmer beim Check-In zur ersten Coaching- oder Seminar-Stunde auf meine Frage, wie es ihnen denn gehe: „Oh, ganz schlecht“ oder „Gar nicht gut.“

Und wenn ich vertiefend nachfragte, kam fast immer das Gleiche: „Die Politik ist furchtbar, mein Arbeitgeber ist furchtbar, mein Partern:in ist furchtbar.“ …

 

Sie sahen einfach immer nur das Negative und dass sie doch anscheinend so ein fürchterliches Leben hätten.

So begann ich, mit ihnen diese beiden Übungen zu machen


Übung 1:

Ich gab ihnen ein Blatt Papier auf dem stand:
„Deine Liste des Raunzens (sich über alles beschweren) und Jammerns“.

Und sie sollten frei heraus alles aufschreiben, was sie derzeit ärgerte, über was sie sich tierisch aufregen müssen, was alles schlecht ist in ihrem Leben, was wirklich bedauernswert ist und und und.

Tja, kannst du dir vorstellen, wie schnell ein zweites oder gar drittes Papier nachgefragt wurde?

Die Liste füllte sich, ohne dass sie viel nachdenken mussten.

Übung 2:

Auf dem anderen Papier stand:

„Deine Liste der Dankbarkeit“.

Darauf sollten sie schreiben, für was sie in ihrem Leben dankbar sein können.

Was soll ich sagen: Die allermeisten hatten erhebliche Mühe, nur eine einzige Seite voll zu bekommen!

Sie schielten zum Teil zu ihren Sitznachbarn und wussten einfach nicht, was sie hinschreiben sollten.

Das hat mich ehrlich gesagt, zutiefst erschütterte.


Haben wir wirkliche Probleme?

Da erinnerte ich mich an eine PowerPoint-Präsentation, die mir vor Jahren mal eine Lehrerin zugeschickt hatte. Sie hatte ihren Grundschülern damit aufzeigen wollen, dass es Kinder auf der Welt gibt, die nichts zu essen haben. Und sie wollte die Kleinen animieren, Geld für die „Dritte Welt“ (so hieß das damals noch) zu sammeln.

Anscheinend schien es nötig, diesen Menschen in meinen Trainings Bilder vor Augen zu führen, die ihnen aufzeigten, dass sie die Liste ihres Jammerns sofort zerreißen könnten.

Ich machte auch eine Präsentation mit Bildern von Menschen, die durch Kriege alles verloren hatten, was ihnen lieb war, aus ihrer Heimat flüchten mussten, unheilbar krank waren, kaum zu essen hatten, deren Kinder keinerlei Perspektiven auf Schule/Ausbildung hatten und somit WIRKLICHE Probleme hatten.

Was mich dann doch erstaunte und wenn ich ehrlich bin, hat mich dies damals sehr wütend gemacht: Es ging zwar bei den Bildern ein kleiner Ruck durch die Menschen. Aber es dauerte nur bis zur nächsten Pause, bis sie untereinander wieder anfingen, zu raunzen und zu jammern.

Mir wurde klar, dass es den meisten von ihnen bisher einfach zu gut ging.

Ohne darüber nun negativ zu urteilen und mich weiterhin zu ärgern.

Sie leben im übertragenen Sinne wie die Kleine Seele eigentlich in der Glückseligkeit. Und weil sie noch nie eine wirkliche Schattenseite erleben mussten, haben sie keine Vorstellung davon, wie gut es ihnen geht.

Und empfinden daher auch keine Dankbarkeit für das, was ihnen täglich geschenkt wird. Nur, indem sie jeden Tag in einem warmen, trockenen Bett schlafen können, genügend Kleidung und Essen haben, zur Arbeit gehen können und und und.

Wenn  ich mich nun zurücklehne und auf die letzten Jahre unserer Zeit schaue, wird mir ganz bewusst:

Die Welt/unsere Welt verändert sich massiv.

Demokratien werden zerstört, die Freiheiten der Menschen werden immer mehr eingeschränkt und die Natur ist außer Rand und Band.

Und so stelle ich mir heute diese zwei Fragen:

Brauchen die vielen Kleinen Seelen diese Dunkelheit, damit sie endlich erkennen, wie gut sie es im Licht hatten?

Damit es ihnen ganz leicht fällt, eine lange Liste der Dankbarkeit erstellen zu können?

Und dir stelle ich die Frage:

Kannst du, ohne groß nachzudenken, eine Seite mit Aussagen füllen, wofür du dankbar bist in deinem Leben?



Martina Bubl-Porro -

Martina Bubl-Porro

Expertin für Unternehmertum mit spirituellem Ansatz 

„Was kann ich selber tun, denn ich bin der Schöpfer meines Lebens?”

bring-in-line.ch/

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Bilderverzeichnis

  • Eva Laspas: Bildrechte beim Autor
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