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TCM: Mit Musik kochen und Energie in die Nahrung bringen

TCM: Musik in der Küche - Nahrung durch Musik verfeinern

In diesem Beitrag wage ich den Spagat zwischen Therapie und Musik.

Besonders spannend finde ich, welche Organe auf welche Tonarten reagieren.

Interessiert? Lesen Sie hier weiter.

Ein Ausflug in frühere Zeiten

In früheren Zeiten wussten viel mehr Menschen, dass es keinen Unterschied zwischen Nahrungsmittel und Arzneimittel gibt. 

Bei uns setzten damals besonders Hippokrates und Hildegard von Bingen Nahrung zu Heilzwecken ein.

Auch in der chinesischen Medizin steht die qualitative Wirkung der Nahrungsmittel auf den Organismus an erster Stelle.

Im alten China war ein Arzt gleichzeitig auch Koch und bekam seinen Lohn nur, wenn alle gesund blieben.

Die Gesetze des chinesischen Medizinsystems sagen:

  • Als die wichtigsten krankmachenden Faktoren gelten erstens übermäßig langanhaltende Emotionen,
  • zweitens ungesunde Ernährung und
  • drittens erst die sogenannten „patogenen Faktoren“ (krankmachende Erreger).

Wenn wir daher auf unsere emotionale Befindlichkeit Augenmerk legen und immer wieder versuchen, so bald als möglich zu einem ausgeglichenen Gemütszustand zurück zu kommen, ist unser Körper bestens gestärkt.

Und wie kann uns das besser gelingen als mit gutem Essen und auch mit guter Musik?

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Musik im Wandel der Jahreszeiten

Jede Jahreszeit hat ihre ganz bestimmten Klänge – wir leben auf, wenn wir in der Früh das Balzkonzert der Singvögel hören, denn das bedeutet: Der Frühling ist da!

In lauen Sommernächten dominieren die Zikaden oder Grillen mit ihrem kratzig anmutigen Zirpen das Geschehen.

Mit dem Herbst verbinden wir das Rascheln der Blätter, und der Winter besticht mit der ganz besonderen Stille, die nur eine verschneite Landschaft bieten kann.

„Die sechs Qi am Himmel sind Yin, Yang, Wind, Regen, Dunkelheit und Helle. Auf der Erde bilden sie die fünf Geschmäcker. Daraus entwickeln sich die fünf Farben, welche sich in den fünf Musiktönen verwirklichen!“
(Zi Zhuan, ca. 540 v. Chr.)

Die chinesische Kultur ist stark mit der Natur verwoben.

So entstand auch die Chinesische Medizin aus Naturbeobachtungen.

Jeder Jahreszeit wurden eine bestimmte Farbe, ein Geschmack, ein Geruch sowie auch ein Ton zugeordnet.

Und da man in China 5 Jahreszeiten unterschied – Winter, Frühling, Sommer, Spätsommer und Herbst – entstand daraus das auf 5 Tönen basierende Musiksystem (pentatonisch).

Ein Beispiel

Im Spätsommer – dem gelben Erdelement – ist die Zeit der Ernte gekommen. Der (gelbe) Weizen, süßes Obst sind reif. Zugeordnet werden hierzu die Organe Magen und Milz, die die überreichliche Nahrung verdauen. Es ist auch die Zeit des frühen Nachmittags. Die Zeit nach der Pubertät und die der Schwanger- und Mutterschaft. Ein gewisses Innehalten, ein In-sich-gehen und ein Ausrasten nach der heißen Phase.

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Welche Organe reagieren auf welche Tonart?

Musik in der Küche

Sowohl in der chinesischen als auch der westlichen Medizin ist der Zustand des Magens des Patienten ein Faktor, der entscheidet, ob Heilung eintreten kann oder nicht.

Der Zustand des Magens ist daher ein wesentlicher Punkt in der Gesundheitspflege.

Streit und Hader während der Zubereitung, Krankheit oder negative Gefühle beim Koch können das ganze Mahl zu einer „giftigen“ Mixtur werden lassen, die die Nahrung im Magen „stocken“ lassen. (Es sagt uns ja auch der gesunde Menschenverstand, dass hustende und schnupfende Menschen nicht in die Küche gehören. Und wir wissen aus eigener Erfahrung, dass wir mit schlechter Laune einfach nicht gut kochen.)

Derjenige, der kocht, entscheidet also, wie er es tut und welche – auch emotionalen – Zutaten in den Topf kommen. Damit hat er die Macht über Leben und Tod. Denn die Qualität der Nahrung, die wir aufnehmen, bestimmt unser Wohlbefinden.

Nach chinesischer Philosophie ist alles Energie „Qi“

Vergleichbar mit der physikalischen Tatsache, dass alles aus Atomen besteht. So sind auch Töne und Gedanken Qi und können unser körpereigenes Qi in Schwingung bringen.

Ein einziger Ton vermag unser Gemüt zu erhellen oder in Missstimmung bringen.

Musik bewegt unsere Emotionen, sie kann unser Herz berühren.

Kochen mit Tönen

Kochen kann ein schönes Erlebnis sein. Nicht immer bietet uns unser Alltag Raum, Zeit und Muße, doch es genügt schon, spezielle Kochmomente immer wieder einmal zu zelebrieren, wer weiß, vielleicht macht es ja bald der ganzen Familie Spaß, mitzukochen. Erzwingen Sie nichts, lassen Sie es einfach wachsen.

Liebe geht durch den Magen.

Legen Sie stimmungsvolle Musik auf, machen Sie Ihren Geist leer und genießen Sie die Berührung Ihrer Hände mit den Lebensmitteln.

Kochen Sie mit Hingabe und in Gedanken an die lieben Personen, für die Sie diesen Dienst tun – kochen Sie Ihre Seele und Liebe mit.

Sie haben die Möglichkeit, durch die Zubereitung der Nahrung die Gesundheit Ihrer Lieben zu fördern!

  • Nehmen sie ein beliebiges Rezept und kochen Sie mit Liebe.
  • Kochen Sie intuitiv.
  • Fragen Sie die Lebensmittel, mit welchen anderen sie gemeinsam gekocht werden möchten und
  • welche Gewürze sie gerne an ihrer Seite hätten.

Damit haben Sie hochenergetische, liebevolle Nahrung, die Ihrer ganzen Familie wunderbar schmecken wird. Wenn Sie dann noch natürliche (Bio)Nahrungsmittel verwenden und Lebensmittel, die in der jeweiligen Jahreszeit in Ihrer Region reifen, wenn Sie auf künstliche Produkte weitgehend und auf die Mikrowelle völlig verzichten, dann steigern sie die positive Energie der köstlichen Essenz noch zusätzlich.

Probieren Sie es einfach aus, haben Sie Mut und lassen Sie zu, dass Kochen zu einer Form der Meditation wird.

Kochen ist Magie.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Gesegnete Mahlzeit!

Musik bringt Energie in die Nahrung

Bei der Auswahl der Musik, mit der wir die Speisen bei der Zubereitung bespielen, geben wir zusätzliche Impulse. Folgende Beschreibung mag Sie zu weiteren Experimenten anregen.

  • Das Erdelement:

Spätsommer – Farbe Gelb – Geschmack Süß – Ton C – Organe: Magen und Milz – Gefühle: Grübeln, Mutter sein

C-Dur ist auch die einfachste Tonart, sie ist für Anfänger auf allen Instrumenten leicht zu spielen. Mozarts Sinfonien Nr. 36

Nahrungsmittel, die unser Erdelement stärken, sind zum Beispiel alle Wurzelgemüse, Mais...

  • Das Metallelement:

Herbst –  Farbe Weiß – Geschmack Scharf – Ton D – Organe: Lunge und Dickdarm – Gefühl: Trauer

D-Dur stärkt unsere Abwehrkräfte und beschränkt Trauer auf ein gesundes Maß. Barockmusik ist meist in D-Dur, von Bach das „Magnificat“, oder „Sweet Home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd.

Nahrungsmittel, die unser Metallelement stärken, sind zum Beispiel Birnen, Rosinen, Rettich...

  • Das Wasserelement:

Winter – Farbe Schwarz/Blau - Geschmack Salzig – Ton: in etwa A – Organe: Niere und Blase – Gefühle: Angst und Willenskraft

7. Sinfonie von Beethoven oder die 4. Sinfonie von Mendelssohn Bartholdy.
Nahrungsmittel, die unsere Nierenkraft stärken, sind zum Beispiel Sellerie, Nüsse, Wacholderbeeren, Spargel...

  • Das Holzelement:

Frühling – Farbe Grün – Geschmack Sauer – Ton E – Organe: Leber und Gallenblase – Gefühle: Kreativität, Wut und Entscheidungskraft

E-Dur ist „hell und strahlend“, z.B. die 7. Sinfonie von Bruckner oder die Ouvertüre von „Tannhäuser“, Wagner.

Nahrungsmittel, die unser Holzelement stärken, sind zum Beispiel Spinat, Bärlauch, Grünkern...

  • Das Feuerelement:

Sommer – Element Feuer – Farbe Rot – Geschmack Bitter – Ton G – Organe: Herz und Dünndarm – Gefühle: Freude, Liebe

G-Dur sind z.B. Tschaikowskis 2. Klavierkonzert oder „Knockin' On Heaven's Door“ von Bob Dylan.

Nahrungsmittel, die unser Feuerelement stärken, sind zum Beispiel Tomaten, Pfirsiche, Hafer...

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