Gedanken um das Älter werden und das Alt sein: Was können wir jetzt ändern?

Gedanken um das Älter werden und das Alt sein: Was können wir jetzt ändern?

Wie ist das nun mit dem "älter werden"?

Haben Sie Angst davor? Wird Ihnen mulmig?

Springen Sie deshalb auf den Zug der ewigen Jugend auf? Um zu vergessen, dass auch Ihr Körper ein Ablaufdatum hat?

Warum fürchten Sie sich? Wovor tun Sie das?

  • Vor dem Älter werden?
  • Dem Alt sein?
  • Oder gar dem Sterben?

Alle diese Aspekte können wir in diesem Artikel nicht abdecken, doch wir bemühen uns redlich, alle anzusprechen.

Teilweise verlinken wir in Folge auf bestehende Artikel, die in direktem Zusammenhang stehen. An anderer Stelle planen wir ein ganzes Kapitel über das Thema „Tod, und was kommt danach“ – wo wir uns auch mit dem Sterben auseinandersetzen.

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Schränkt uns das Alter ein?

In unserer Gesellschaft gilt ein Alter über 30 als "ab jetzt geht es bergab".

Und tatsächlich fühlen sich viele Menschen (insbesondere Frauen) durch ihren 30jährigen Geburtstag durch ihr Alter "bedroht".

Lebe frei! Das Buch von Eva Laspas

"Deine Mutter bringt dich in Kontakt mit deinen tiefsten Glaubenssätzen." - Wie kann deine Mutter dein "Coach" sein, ohne dass sie es weiß?

Lies mehr darüber, wie du dich von alten Mustern befreist und finde tolle Übungen dazu.

P.S.: Mit Ausmalschriften und anderen kreativen Elementen. 

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Doch wie kommt es dazu?

Wenn wir ehrlich sind, dann fühlen wir uns - so wir gesund sind - mit 30 auch nicht anders als mit 25, oder?

Vielleicht etwas reifer an Lebenserfahrung, aber das ist ein eindeutiger Vorteil. Auch 40 Jahre zu werden, ist heutzutage kein Grund für Traurigkeit.

Wenn wir ehrlich sind.

Anders denkt allerdings (immer noch) unsere Kultur.

Ab 40 werden die Arbeitsplätze knapp, wir gelten langsam aber sicher immer stärker als "Ausschussware", die keiner mehr braucht oder will.

Dabei ist der Bevölkerungsanteil derjenigen, die über 40 Jahre alt sind größer als der unter 40jährigen.

Kann es sein, dass wir uns an etwas anpassen, etwas nachlaufen, das uns ein kleiner Anteil der Gesellschaft diktieren möchte?

Oder haben wir uns das (damals, als wir noch unter 40 waren) selber diktiert? Haben es festgeschrieben in Statuten, Programme, Regeln – bis es jeder glaubte? Und jetzt sind wir sozusagen in unsere eigene Falle geraten?

(Wenn ja, dann liegt es an uns – da wir ja die Mehrheit sind, das wieder zu ändern!)

In Wirklichkeit sind wir auf dem Arbeitsmarkt nur teurer (weil mehr Erfahrung) als jüngere Mitarbeiter. Und wir lassen uns auch nicht so viel gefallen, weil wir ja den Druck nicht (mehr) haben, eine Familie ernähren zu wollen.

Uns macht keiner mehr so leicht ein X für ein U vor, oder?

Körperlich sind wir mit 40 auch nicht viel schlechter dran als mit 30. (Naja, o.k. auf die Lebensführung kommt es an...)

Fazit: Es schaut gut aus! Wenn wir die Jahrzehnte 1-4 vergleichen, schränken uns die 5+Jahrzehnte körperlich mehr oder weniger körperlich ein. Doch dafür jedoch gewinnen wir täglich mehr an Ressourcen dazu:

  • Weisheit
  • Erfahrung
  • Reflexion


Mit 50+ noch einmal richtig durchstarten

Bei meiner Werbeagentur und der Akademie Schreiben lernen sind immer mehr Menschen, die mit 50+ noch einmal durchstarten.

Menschen, die sich endlich erlauben, ihre Talente zu leben. Die nichts mehr zu verlieren haben. Weil sie schon ein Leben gelebt haben. Und die im zweiten Anlauf, mit ihren Erfahrungen und ihrem Durchhaltevermögen noch einmal richtig durchstarten.

Um sich die Pension aufzubessern. (Dieses Modell, das es so in ein paar Jahren nicht mehr geben wird.)

Ruhestand ist ein Konzept von gestern

Autor Prof. Dr. Lothar Seiwert zeigt in seinem Buch "Das neue Zeit-Alter: Warum es gut ist, dass wir immer älter werden.", was wir zu gewinnen haben.

Auch er schreibt von Gewinn.

  • Zeit,
  • Sinn,
  • Weisheit,
  • Erfahrung.

Das Älterwerden bietet neue Chancen.

Als Beispiel nennt er neue Familien- und Partnerschaftskonzepte und die Aufhebung von Arbeitszeit und Freizeit.

Wir sind nicht mehr getrieben vom Fortpflanzungstrieb. Sind bereit, uns aus anderen Gründen zu binden.

Lassen Sie uns das Älter werden in unserer Gesellschaft als positiven Zustand definieren.

Lernen wir die Ressourcen des Alters für die Gesellschaft einzusetzen. Damit wird es uns in den nächsten Jahren besser gehen, als wir es uns träumen lassen.

Wir, die Babyboomer-Jahrgänge waren schon immer für vieles die Vorreiter.

Wir hatten eine relativ sorgenfreie Kindheit. Und durch die Wohlstandsjahre nach dem Krieg konnten wir uns weitaus freier und gesünder entwickeln als unsere Elterngeneration, die durch die Kriegsjahre emotional stark belastet waren/sind.

So rühren wir in jedem unserer Jahrzehnte kräftig um und schaffen neue Strukturen.

Wir wollen mitreden, mitbestimmen und möchten uns weiterentwickeln.

Da ist es nur selbstverständlich, dass wir für das Älter werden auch eine andere Perspektive haben, als die, die ältere Menschen im Moment noch leben.

Alles in allem – ein „in die Pension gehen“ – einen „Ruhestand“, wie ihn noch unsere Großeltern erlebten, wird es für uns nicht geben.

Weil wir ihn so nicht wollen.

Würdevoll leben im Alter – ein Vorzeigemodell

Natürlich haben wir Angst vor dem Älter werden.

Wir haben ja auch nur ein Vorbild vom Älter werden, das Angst machen kann.

Wenn wir es zulassen.

Doch warum glauben Sie, kommen genau jetzt Menschen wie Joe Dispenza und viele andere auf die Spur der „Gedanken kreieren Wirklichkeit“?

Damit wir im Topf kräftig umrühren. Und unseren Kinder und Kindeskindern ein völlig anderes Älter werden zeigen und vorleben.

Denn Älter werden kann anders sein. Alt sein und auch sterben kann anders sein.

Wir müssen nur eine Prise Würde dazu geben.

Und uns nicht in Gedankenmodelle verstricken lassen, die unsere Eltern und Großeltern (zwischen den Kriegen) angefertigt hatten.

Wenn wir also Angst vor dem Älter werden – vor dem Alt sein – haben, ziehen wir das Ungemach an. Das ist das Gesetz der Anziehung.

Wie können wir das ändern?

Indem Sie Ihr Augenmerk nicht mehr auf das Älter werden legen.

Das beginnt (zum Beispiel) mit dem Geburtstag feiern.

Jahr für Jahr feiern wir, dass unser Körper verfällt. Wir feiern das Älter werden. Und zwar in ganz besonderem Maß. Wir freuen uns sogar darüber.

Manchen Menschen ist das Feiern des Älter werdens überaus wichtig.

Aber – nach dem Gesetz der Anziehung: Was ziehen wir an, wenn wir glücklich unser Älter werden feiern?

(Wir könnten doch auch unsere Erneuerung feiern … und zwar am Tag unserer Zeugung …)

Im Ernst, wenn Sie jetzt wegklicken, weil Sie mich für verrückt halten – haben Sie sich schon einmal mit älteren Kulturen – Indianern, Aborigines oder Urwaldeinwohnern – beschäftigt? Da feiert niemand Geburtstag. Diese Kulturen wissen nicht einmal mehr, wann sie geboren sind oder wie alt sie sind. Da zählt das Jetzt noch mehr als bei uns.

Wir aber leben in der Vergangenheit oder Zukunft. Daher brauchen wir unser Geburtsdatum und das Feiern des Älter werdens.

(Sie fragen sich, wie wir ohne Geburtsdatum leben könnten? Zum Beispiel über den Fingerabdruck. Oder die Iris. Da brauche ich keine Versicherungsnummer und kein Geburtsdatum … aber dieses Zeitalter ist noch nicht angebrochen …)

Nun, verzeihen Sie, ich bin etwas abgeschweift …

Lassen Sie uns in Würde altern, in Würde alt sein und in Würde sterben.

Damit wir das können, dürfen wir noch etwas an uns und unserer neuen Welt arbeiten.


Verlust der Selbstbestimmung

Was tun, wenn der Verlust der Selbstbestimmung naht – oder eingetreten ist?

Es kann passieren (weniger wenn wir uns passend ernähren, unsere Gesundheit erhalten und das passende Mindset dazu haben), dass eines Tages der Moment kommt, ab dem wir unser Leben nicht mehr selbstbestimmt und in Würde leben können.

Dass wir nicht mehr wollen.

Dann sollten wir das Thema „bewusst und selbstbestimmt sterben“ aufrollen. Ich bin fest der Meinung, dass wir Menschen fähig sind,

  • unsere Chakren zu schließen,
  • unser Energiebündel mit samt seinen Erfahrungen packen und
  • nach Hause gehen.

Kennen Sie das Buch Traumfänger: Die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines von Marlo Morgan? Darin wird beschrieben, wie die Aborigines sterben. Wenn der Alltag zu mühevoll wird und die Würde schwindet, feiern sie ein Fest. Die Gruppe zieht weiter und der Alte zieht nach Hause. Er schaltet bewusst seine Chakren ab.

Nun – und hier haben wir schon das erste Hindernis. Wie gut können Sie Ihre Chakren öffnen, schließen, bewegen, lichtdurchfluten oder mit Energie versorgen?

Lothar Seiwert schreibt in seinem Buch: "Irgendwann fügt jede weitere gelebte Stunde dem Leben nichts Positives mehr hinzu. Wir alle fürchten uns vor diesem Tag, an dem wir unser "Verfallsdatum" überschritten haben, ohne es zu bemerken.

Da gibt es die leichten Fälle, die noch selber essen und zur Toilette gehen können. Am anderen Ende des Spektrums stehen diejenigen, die nur mehr den ganzen Tag im Bett liegen. Die gewickelt und gefüttert werden müssen und an die Zimmerdecke starren.

Soll man erleichtert sein, dass in den meisten Fällen parallel zum körperlichen Verfall auch die geistige Fitness immer mehr nachlässt?

Dass man es dann nicht mehr mitbekommt, wenn man zum Riesenbaby wird? Jedenfalls ist die Vorstellung, geistig "voll da", aber in einem siechenden Körper wie in einem Gefängnis eingesperrt zu sein, für mich der reinste Horror."

(Stellt sich niemand die Frage, warum manche Menschen diesen Weg wählen? Was da in ihrem Leben zu kurz kam, damit sie dieses Lebensende wählen? Vielleicht sind sie als Kinder zu kurz gekommen, mussten durch den Krieg zu früh zu viel Verantwortung übernehmen ... Auch hier haben wir jetzt noch Zeit etwas für unser Leben, für unsere Generation zu verändern … Indem wir die Verantwortung für unser  Leben übernehmen, indem wir das innere Kind in uns nähren, damit wir im Alter nicht mehr genährt werden wollen …)

Und: "Dieses Szenario, in das ich mich hineinzuversetzen zwinge, ist für Tausende von älteren Menschen ganz normaler Alltag. Es kostet mich erhebliche Anstrengung, mir das bewusst zu machen. Wo bleibt dann überhaupt noch Freiheit?"

Respektlosigkeit dem Alter gegenüber

Es zeigt sich in allen Bereichen des Lebens, wir werden im Alter nicht mehr für voll genommen.

Langsam und bedacht zu denken und zu handeln ist nicht unbedingt eine Tugend der Jugend.

Dafür treten wir auch nicht mehr so oft in Fettnäpfchen.

Doch so wir es im Moment noch läuft – über uns Ältere wird (mit zunehmenden Alter) gelächelt.

Und darüber regen wir uns auf.

Mit Recht?

Oder aber – selbstverschuldet?

Vielleicht ist das generationenübergreifend die Retourkutsche für das Nicht-voll-Nehmen unserer Kinder? Ich spreche da von dem Benehmen, das wir (als Gesellschaft aber auch sehr oft als Familie) unseren Kindern und Jugendlichen gegenüber an den Tag legen.

Sind sie dann froh uns endlich das heimzahlen zu können, was sie all die Jahre durch uns durchlitten haben? (Natürlich völlig unbewusst …)

Dieser Gedanke ist nicht so ganz von der Hand zu weisen.

Seien Sie ehrlich: Gehen wir mit unseren Kindern und Jugendlichen respektvoll um?

Wertschätzend? Lassen wir unseren Kindern die Würde?

(Oder erzählen wir beim Gartenfest lautstark, wie oft unser Jüngstes Stuhl hatte oder dass er oder sie schon sauber sind?)

Natürlich entscheidet jeder selber, wie achtsam und würdevoll er mit anderen Menschen umgeht. Egal welchen Alters, welcher Rasse, welcher Kultur.

Sie sehen schon, es ist ein seeeehr breites Feld.

Vielleicht schaffen wir es nicht mehr, es völlig zu beackern, aber wir sollten definitiv den Anfang machen.

Und zwar JETZT.

(Wie immer.)

Denn: "Wenn wir tun, was wir immer tun, bekommen wir die Ergebnisse, die wir immer bekommen."

Und solche Systeme haben enormes Beharrungsvermögen. Dagegen anzukämpfen hat etwas von Don Quichotte. Immer wieder dagegen angehen. Steter Tropfen höhlt den Stein.

Das integrale Lebensmodell - höheres Ziel mit höherem Sinn

Lothar Seiwert sieht (in seinem Buch) im sogenannten integralen Lebensmodell eine mögliche Lösung für unser Problem.

Wenn wir unser Tun und Streben einem höheren Ziel und damit einem höheren Sinn unterordnen, schreiben wir dem Sinn sukzessive mehr Bedeutung zu.

Dabei geschehen die Dinge, die geschehen weniger nach Plan als ungeplant.

Er schreibt: "Das integrale Lebensmodell integriert alles, was wir im Laufe unseres Lebens beruflich und privat erreicht haben, in unser aktives Tun und folgt damit einem höheren Ziel. Einer Vision, die größer ist als unsere persönlichen Ziele.

Und dabei geht es in erster Linie um uns als Menschen, die eine Idee haben, einen Traum. Dieser wird Tag für Tag mehr und mehr Realität.

Es geht darum, unsere Erfahrungen und unser Wissen (die da Energie sind) nicht in unseren Hirnzellen vermodern zu lassen. Um sie eines Tages mit ins Grab zu nehmen.

Es geht darum, sie (die Energie) lebendig zu halten und für etwas Lohnendes einzusetzen.

Und die richtige Einstellung ist folgende: Je älter wir werden, desto dringlicher wir es für uns, endlich etwas zu tun, das vom Herzen kommt.

Die Zeit wird immer reifer. Denn: Das Beste kommt zum Schluss!"

Das Buch

Kompakt zusammengefasst ist Lothar Seiwerts Buch humorig zu lesen. Und das, trotz all seiner oftmalig bitteren Darstellung der traurigen Realität unserer Gesellschaft ums Älter werden.

Der Ausweg aus dem Dilemma ist ein gesellschaftlicher Wandel. Weg von der Sinnlosigkeit, hin zu den Sinnstiftern und zu einem Leben mit Sinn.

Wer mag, besucht auch einen der Vorträge von Lothar. Und dann nichts wie los und angefangen an diesem gesellschaftlichen Wandel mitzubauen!

Buchtipp

Das neue Zeit-Alter: Warum es gut ist, dass wir immer älter werden.
Warum es gut ist, dass wir immer älter werden
Lothar Seiwert
ISBN 978-3-424-20106-2
Verlag Ariston

Würdevoll im Alter leben. Geht das?
Gedanken um das Älter werden und das Alt sein.
Ruhestand ist ein Konzept von gestern

Bilderverzeichnis

  • Gedanken um das Älter werden und das Alt sein: Was können wir jetzt ändern?: ThuyHaBich

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