Dualismus und Polarität – Begegnung versus Trennung

Du kennst sicher beide Begriffe – Polarität und Dualismus. 

Doch die Betrachtung eines Begriffes dient der Philosophie. Wir Menschen lieben aber die Praxis.

Das, was wir uns mitnehmen können ins Leben. Etwas, das uns hilfreich und nützlich ist.

In diesem Artikel gehe ich also der Polarität auf den Grund und gebe dir eine praktische Handhabe für dein Leben. 

Dualität wird oft mit Polarität verwechselt – mit Absicht?

Einfach erklärt: 

Polarität hat zwei Pole, die miteinander agieren und einander bedürfen. 

Dualismus (Wortstamm „zwei enthalten“) sind zwei Pole, die grundsätzlich gegensächlich sind – weiß und schwarz. 

Wenn wir sagen, dass wir in einem dualen Weltbild leben, dann sagen wir damit auch, dass wir in einer Welt der Trennung leben. Gerade wird dieser Punkt nochmal so richtig ausgelegt und verstärkt.

Da gibt es diese Gruppe und jene und die kann man nicht vereinen. Da gibt es den Bruder und hier die Schwester und die streiten sich, „weil Geschwister das tun.“ 

Da wir also (scheinbar) in dieser dualen Welt leben, nehmen wir das auch hin.

Niemand versucht zu erkennen, dass das so nicht stimmt. Ja, es gibt die eine Gruppe und ja, auch die zweite. Doch sie sind nicht getrennt – sie sind Menschen. 

Und ja, es gibt Bruder und Schwester, aber sie müssen sich nicht streiten – außer, es wird ihnen suggeriert.

Mann und Frau, gemeinsam sind sie eine Einheit, die ein Kind hervorbringen kann. Bruder und Schwester, Dick und Doof – so unterschiedlich sie (augenscheinlich) sein mögen – sie sind es nicht. Sie sind beide die (augenscheinlich) halbe Energie des Ganzen. 

Sie ergänzen sich, bedingen sich, haben unterschiedliche Stärken, die – jede für sich – nur die Hälfte von dem vermag, als wenn sie gemeinsam agieren.

Im Prinzip von Yin und Yang.

Eva Laspas

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Polarität verbindet – Dualität trennt

So ist das also. Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist, ob es „Dualität“ wirklich gibt, oder ob sie nicht nur ein „Kunstbegriff“ ist, der eingeführt wurde, um Spaltung vorzuspiegeln.

Machen wir uns die Mühe und denken ein Beispiel bis an den Grund. Nehmen wir als Bespiel „heiß und kalt“. Das scheinen einmal zwei Pole, die man nichts miteinander zu tun haben. Was im Grunde auch stimmt. 

Wenn sie alleine stehen und in keinem Kontext. Denn sobald wir beginnen, mit „heiß“ und „kalt? zu arbeiten, braucht es die Vermischung, das Warme, das es möglich macht, die Pfanne anzugreifen oder das Eis zum Schmelzen zu bringen.

Es gibt also das eine ohne das andere nicht.

Meiner Meinung nach gibt es also keine Dualität, nichts, das getrennt funktioniert. Es sind alles Pole. Doch es wurde und wird uns suggeriert, dass wir in einer dualen Welt leben.

Ich sage, wir leben in einer polaren.

Die Welt der Verbindung.

Yin und Yang zeigen die Polarität

In meinem Buch „Ernährung nach den 5 Elementen für Einsteiger“ beschreibe ich das Yin und Yang. Ein Zeichen, das wir Europäer gut kennen. Nicht alle kennen es aber wirklich gut genug, um seine Botschaft und seine Bedeutung für die Welt zu erkennen.

Im Grunde geht es bei Yin und Yang um die Botschaft der Ausgeglichenheit. 

Manche Schriften werden leider so übersetzt, dass man zum Schluss kommen könnte, es handle sich um ein Zeichen der Dualität. Doch das stimmt nicht.

Betrachte es wie eine Waage – und du wirst die unendlichen Möglichkeiten für dein Leben mehr und mehr erkennen. Denn beide Schalen der Waage sind gleich wichtig. Alles ist gleich gültig.

Ich kopiere dir hier das Kapitel über das Yin und Yang herein und verlinke auch auf den Selbststest, damit du die Übung für dich machen kannst.

Das Buch ist "per Sie" geschrieben.

Auszug aus dem Buch  „Ernährung nach den 5 Elementen für Einsteiger“:

Das kreisrunde Zeichen mit der halben schwarzen (dunklen) und der halben weißen (hellen) Kreisfläche kennen viele. Aber was bedeutet es genau?

Das Zeichen ist ein Symbol des immerwährenden Kreislaufes der Natur. Auf den Tag (hell) folgt die Nacht (dunkel). Auf die warme Jahreszeit (hell) folgt die Kalte (dunkel). Auf den Sommer folgt der Herbst und dann der Winter.

Yin und Yang sind Eigenschaften des Großen Ganzen

Jeder "Halbkreis" hat einen schmalen Teil und einen breiten. Damit wird bildlich ausgedrückt, dass sich die eine Eigenschaft ausdehnt, während sich die andere zurückzieht. Zum Beispiel die Dämmerung am Morgen und am Abend.

Sehen Sie sich das Zeichen von der Stelle an, an der Sie sitzen und das Buch halten. Drehen Sie jetzt langsam das Buch im Uhrzeigersinn um die eigene Achse. Dort wo Sie stehen, verändert sich das Zeichen stetig. Der dunkle Teil wird kleiner, langsam dehnt sich der helle Kreis aus: Der Winter geht seinem Ende zu, die Mittagssonne ist schon schön warm. Nun übernimmt der weiße Teil fast die ganze Fläche - es ist Sommer geworden, doch etwas Schwarz ist noch da, denn die Nächte sind kühl ...

Und selbst während eine Eigenschaft vorherrscht, ist die andere nicht ganz verschwunden. Sie hat sich nur in einen "Keim" zurückgezogen. Um das zu verbildlichen, ist ein kleiner schwarzer Punkt im weißen Teil und ein weißer Punkt im schwarzen Teil. 

Als Beispiel könnte man den Winter nehmen: Obwohl alles scheinbar erstarrt und leblos ist, sammelt der Keim in den Pflanzen Kraft und wartet auf ein nächstes Aufblühen.

Was bedeutet das praktisch?

Die Taoisten haben herausgefunden, dass sich dieses Yin-Yang-"System" auf die Betrachtung alle Lebensbereiche und somit auf alle Abläufe der Natur anwenden lässt. Auf den Winter folgt der Sommer, auf den wieder ein Winter folgt.

Oder: Auf eine Projekt-Vorbereitungsphase und das Projekt selbst folgen die Nacharbeit und das Ende. Auf eine stressige Phase folgt (sollte) eine Entspannungsphase folgen. Auf die Tagesarbeit folgt (sollte folgen!) Schlaf.

Die beiden Hälften Yin und Yang des Kreises könnte man auch mit einer Waage vergleichen. 

Wenn wir unser Leben im Gleichgewicht halten möchten, dann trachten wir danach, beide Waagschalen gleich zu füllen. Es ist ungünstig, ständig nur die eine Waagschale (z. B. viel Arbeit, wenig Ruhezeit) zu belasten.

In Bezug auf die Ernährung gilt dasselbe Prinzip. Es ist ungünstig für den Organismus, wenn man immer nur kalte Speisen zu sich nimmt oder nur scharfe oder nur süße. Es empfiehlt sich, bei jeder Mahlzeit einen Ausgleich zu schaffen.

Checkliste: Bist du in Harmonie? 

Ideal für Ihr Leben ist, wenn sich alles in der Waage hält. Bewegung und Ruhe, kühle (rohe) Nahrung und wärmende, aber auch ein gesundes "Gemisch" aus allem. 

Das heißt, jeder Mensch ist aufgerufen auf folgender Checkliste (oder auch einer eigenen) seinen persönlichen Yin und Yang- Haushalt pro Tag zu betrachten und für Yin oder Yang jeweils ein "Stricherl" zu machen.

Sie sehen dann sofort, ob Sie ausgeglichen leben oder ob Sie eher Yin- bzw. Yang-lastig sind. So können Sie Änderungen vornehmen und die "Waage" wieder ins Gleichgewicht bringen.

Für "Yin" und "Yang" gibt es viele Gegensätze. Nicht nur Winter - Sommer, auch kalt - warm, Frau - Mann, etc.

Das System Yin und Yang bietet uns aber eine praktische Arbeitsmethode in Sache gesünderer Lebensführung. Dazu habe ich Ihnen einen einfachen Test kreiert. Zugegeben, dieser Test ist sehr vereinfacht, er soll Ihnen auch nur eine Vorstellung davon geben, was Sie persönlich alles für Ihre Gesundheit tun können, wenn Sie das folgende simple Prinzip anwenden.

Machen Sie also neben die Eigenschaft, die für Sie zurzeit zutrifft, ein Hakerl. Sind Sie also eine Frau, dann machen Sie im " Trifft-zu-Kästchen" neben Frau ein Hakerl. Ist jetzt, wo Sie den Test machen gerade Frühling, dann machen Sie im " Trifft-zu-Kästchen" neben Frühling/Sommer ein Hakerl. So gehen Sie die Tabelle durch.

Am Ende zählen Sie dann die Hakerl aus dem Yin-Bereich zusammen und dann die aus dem Yang-Bereich. Halten sich die Hakerl in der Waage? Super!!

Haben Sie mehr Yin? 

Wenn Sie bei "Yin" mehr Hakerl haben und sich einwandfrei fühlen, dann gratuliere ich Ihnen, Sie sind in Besitz einer wahren Rossnatur - oder sind noch sehr jung.

Fühlen Sie sich eher energielos,  müde, sind  öfter  verkühlt, haben Probleme mit Ihrem Gewicht, Ihrem Blutdruck oder treffen einige der Themenbereiche dieses Buches auf Sie zu, dann können Sie Veränderungen herbeiführen, indem Sie Ihre Nahrungsaufnahme von Yin ins Yang verschieben, beziehungsweise auch in Bezug auf Bewegung Maßnahmen ergreifen.

Für Sie interessant könnten unter anderem folgende Kapitel dieses Buches sein: Abnehmen, Erkältung, Verdauungsfeuer, Menstruationsprobleme, Basisernährung, warmes Frühstück

Haben Sie mehr Yang? 

Haben Sie bei "Yang" mehr Hakerl und fühlen sich wohl, dann gratuliere ich auch Ihnen zu Ihrer Rossnatur. Fühlen Sie sich nicht so gut, können Sie Veränderungen herbeiführen, indem Sie Ihre Nahrungsaufnahme von Yang ins Yin verschieben, beziehungsweise auch in Bezug auf Bewegung/Stress (mehr Ruhephasen) Maßnahmen ergreifen.

Ein eindeutiger Überschuss an Yang kommt in unserem Kulturkreis sehr selten vor, typische Beispiele sind pubertierende Menschen, Menschen nach einem Sonnenstich, direkt nach einem zu langen Saunabesuch, Dachdecker im Sommer oder dergleichen.

Ende Auszug aus dem Buch „Ernährung nach den 5 Elementen für Einsteiger

Fazit

Polarität ist also das ureigene Dasein unserer Welt. Ohne die Nacht gäbe es keinen Tag, ohne Wärme keine Kälte. Alles hat zwei Pole, die das ganze SIND.

Du möchtest noch mehr dazu lesen? Hier habe ich dir einen guten Artikel entdeckt „DUALITÄT versus POLARITÄT„ – er ist von Copyright © Torsten Schiz 2019

Kontakt

Eva Laspas

Eva Laspas

Expertin für Wahrnehmung und Kommunikation 

„Wie erkenne ich, wer ich wirklich BIN?”

laspas.at

Eva Laspas, Herausgeberin

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