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Wahre Liebe – Aufmerksamkeit gegenüber anderen

Wahre Liebe

 

Wahre Liebe beginnt mit dem liebevollen Umgang zu sich selbst. Sie beginnt im ersten Schritt da, wo ich erkenne, welche alten Glaubenssätze und Konditionierungen, mein liebendes Herz eng werden lassen. Die Meditationslehrerin und Autorin des Buches „Wahre Liebe“ Sharon Salzberg zeigt uns in diesem Buch drei klassische Schritte der Liebesmeditation. Sie führt uns durch einen Prozess, der zu mehr Herzenswärme und einem klaren Geist führt.

Im zweiten Schritt weitet sich diese Liebe auf andere Menschen aus. Indem wir uns der eigenen Geschichte bewusst werden, die wir uns ständig über uns erzählen, damit aufhören, sie ständig zu wiederholen und sie letzten Endes gar umschreiben, wird ein liebevolles Miteinander möglich.

Mein WEG … in Beziehung mit MIR

Haben Sie sich schon öfter gefragt: „Wer bin ich? Wo stehe ich derzeit in meinem Leben? Was will ich?”

Mit diesen Fragen beginnen Sie sich auf das Abenteuer einzulassen, einen ganz besonderen Menschen kennenzulernen: Sich selbst.

Dieser Weg ist in 5 Teile aufgeteilt: Ihre persönliche ​Lebensreise, der SeminarBOGEN.

Bereit für diesen Prozess?

Mein WEG … in Beziehung mit MIR

Seminarbogen "Mein WEG...in Beziehung mit MIR"

Bild: birdys / photocase

Im dritten Schritt entwickeln wir Liebe zu allen Wesen.

Übungen und Meditationsanweisungen

Im Buch gibt es Übungen und Meditationen die uns konkrete Hilfe bieten, zur wahren Liebe zu gelangen. Außerdem zeigt uns die Autorin Sharon Salzberg anhand vieler Fallbeispiele die praktische Anwendbarkeit ihrer Meditationsmethoden.

 

[ctt title=”Wahre Liebe ist gekennzeichnet von Wohlwollen und Freundlichkeit (Sharon Salzberg)” tweet=”http://www.festivaldersinne.info/?p=7658&preview=true Wahre Liebe ist gekennzeichnet von Wohlwollen und Freundlichkeit (Sharon Salzberg)” coverup=”eDLfl”]

 

Wenn wir die Meditation der Liebenden Güte üben, entsteht tiefe Verbundenheit mit allem was existiert.

Straßenmeditation

 Sharon schreibt in ihrem Buch: „Viele Menschen verstehen unter Meditation eine formelle Praxis -Räucherstäbchen anzünden und sich bei Kerzenlicht im Lotussitz in vollkommener Stille hinsetzen. Ich hingegen mache meine Lieblingsmeditation unterwegs wenn ich in einem Taxi sitze oder wenn ich im Supermarkt an der Kasse in der Schlange stehen.

Einer meiner Lehrer sagt einmal, dass der Atem das beweglichste Werkzeug sei, das wir haben – und das ist wahr. Überall und in jedem Augenblick können wir die Praxis der Achtsamkeit mit etwas mehr Konzentration und Entschlossenheit praktizieren. Achtsamkeit auf den Atem, für andere, uns selbst gegenüber oder auf unsere Empfindungen.

Die Praxis der Liebenden Güte ist eine der Methoden, die ich am liebsten im täglichen Leben anwende. Sie hilft uns, unsere Aufmerksamkeit anderen gegenüber zu schulen. Und so lernen wir nach und nach, uns selbst, denen, die wir lieben, und schließlich auch schwierigen Menschen, Liebende Güte entgegenzubringen. Während traditionellerweise Liebende-Güte-Meditation damit beginnt, erst sich selbst Liebende Güte entgegenzubringen, und sie dann allmählich auf andere auszuweiten – erst auf  jemanden, der einem Gutes getan hat, dann auf einen Freund, auf eine neutrale Personen bis schließlich auf der Straße mit einem völlig fremden Menschen – können Sie beim Supermarkt oder im Autobus gleich damit beginnen.

Wichtig ist, wenn Sie unterwegs sind oder an der Kasse in Laden stehen, für die Menschen, die Ihnen begegnen, im Stillen die Sätze der Liebenden Güte zu sprechen. Einige Sätze, die Sie sagen können:

  • Mögen Sie gesund sein.
  • Mögen Sie stark sein.
  • Mögen Sie sorglos leben.
  • Mögen Sie einen freudvollen Geist haben.
  • Mögen Sie frei von Mühe sein.

 

Es ist dabei nicht nötig, sich für mehrere Minuten auf eine Person zu konzentrieren. Sie können einfach einem bestimmten Mensch in Ihrer Nähe einen, zwei oder drei Sätze der Liebenden Güte schenken und sich anschließend einem anderen zuwenden.

Während Sie bewusst atmen und dort, wo Sie gerade sind, Ihrer gewohnten Aktivitäten nachgehen, können Sie von Zeit zu Zeit innehalten und drauf achten, wie Sie sich gerade fühlen.

Erweitert diese Straßenpraxis Ihren Blickwinkel? Fühlen Sie sich leichter und glücklicher? Sie können sich dies auch später am Tag in Ruhe etwas ausführlicher anschauen.”

Die Fähigkeit zu Liebe lebt in uns

Durch Geschehnisse in unserer Kindheit oder im Erwachsenenleben bilden sich in unserem Gehirn auf Basis dieses Erlebten und unseren Wahrnehmungen, kohärente Geschichten. Diese bilden die Grundlage für noch mehr Geschichten, die unseren Fokus immer mehr – in den Kontext eben dieser Geschichten – einengen. Bald sehen wir nichts mehr rund um uns, als es unsere Geschichten zulassen.

Wenn wir beispielsweise in unserer Kindheit von einem Hund gebissen werden, entsteht daraus sofort eine Geschichte für uns, mit der wir uns identifizieren. Und wenn wir diese Geschichte nicht überprüfen, ob sie wahr ist, kann es vorkommen, dass uns noch Jahre später Schweißausbrüche plagen, wenn sich ein solcher Vierbeiner in unserer Nähe wagt.

Sharon Salzberg: „Die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, sind die zentralen Themen unserer Psyche. Wenn ein Elternteil ein emotional bedürftige Alkoholiker war, führt dies möglicherweise –unbewusst – dazu, dass wir später glauben, es sei unsere Aufgabe, uns absolut um alle und jeden zu kümmern, selbst wenn das zu unserem eigenen Nachteil ist.

Glücklicherweise versetzen wir uns bereits in dem Moment, in dem wir uns fragen, ob eine solche Geschichte überhaupt wahr ist, in die Lage, uns neu auszurichten. Wir beginnen zu bemerken, dass annähernd alles, was wir uns über uns selbst erzählen, je nachdem, aus welcher Perspektive wir es betrachten, in verschiedenem Licht erscheinen kann. Manchmal sind wir die Helden unsere Geschichten und manchmal Opfer.“

Jenseits des Klischees

Wir können uns also von den negativen Geschichten und dem schlechten Selbstbild, dass wir uns einreden, befreien. Wenn wir dann die Begrenztheit unserer Urteile und Vorurteile überprüfen, kann Selbstliebe entstehen. Wichtig ist, dass unser ununterbrochenes Veränderungspotenzial erkennen. Selbsthass macht uns nicht besser, Perfektionismus bringt uns nicht weiter. Allein Akzeptanz erlaubt uns, zu erkennen, dass alles, was wir erleben, eine Gelegenheit bietet, zu lernen und zu wachsen.

Was uns hilft, unser unvollkommenes Selbst zu akzeptieren und zu lieben ist Liebende Güte für uns selbst.

Lieben ist ein Verb

Erkennen wir, welche Erwartungen, Annahmen und Gewohnheiten wir bezüglich der Liebe zu anderen haben, können wir uns für die wahre Liebe öffnen. Dabei ist es wichtig, ein gewisses Maß an Neugierde bereitzuhalten, denn wir können selbst über diejenigen, die uns nahestehen, noch sehr viel lernen.

Fairness ist kein feststehendes Prinzip von richtig und falsch, sondern gegenseitige Bereitschaft, die Situation neu zu überdenken und gemeinsam eine neue Sichtweise anzunehmen. Auch in engen Beziehungen gibt es immer wieder Bereiche, die uns trennen. Doch mit der nötigen Portion Achtsamkeit werden wir fähig, zu erkunden, welche Möglichkeiten uns dieser Raum bietet. Die Grundvoraussetzungen für die Liebe ist das Loslassen.

Das gegenseitige Festhalten an Erwartungen, wie Dinge sein sollten, bringt die Liebe um. Loslassen jedoch ermöglicht uns, andere (und uns selbst!) so zu akzeptieren, wie sie (wir) sind. Wenn wir verstehen, dass nur wir selbst das ausgleichen können, was uns fehlt, stärkt dies unsere Fähigkeit zu lieben und auch die Liebe anderer zu empfangen.

Mitfreude verringert die Konzentration auf die eigenen Sorgen. Bald werden wir kennen, dass es viel mehr Gelegenheiten gibt, Freude zu erleben, als wir bisher glaubten. Schließlich ist Verzeihen ein Weg zu Frieden und ein kraftvolles Element der Liebe zu anderen.

Der umfassende Blick des Mitgefühls

Mitgefühl ist kein Geschenk und auch kein Talent. Mitgefühl ist das natürliche Ergebnis davon, aufmerksam zu sein, grenzenlosen Gelegenheiten zu erkennen und sich mit anderen zu verbinden. Zeigen wir in alltäglichen Situationen kleine Gesten der Güte, verringert das den Stress in unserem eigenen Leben und macht es für uns selbst und andere angenehmer.

Das Prinzip der Liebenden Güte auf andere auszuweiten, ja sogar auf Menschen, die wir noch nicht kennen, macht uns stärker und authentischer. Dabei ist der erste Schritt, anderen mit Mitgefühl zu begegnen, die Absicht, das zu tun. Im Laufe der fortschreitenden Übung werden wir Freude daran finden, die Liebende Güte auf immer mehr Menschen auszuweiten und unsere Selbstakzeptanz zu vergrößern.

Wir erkennen, dass uns die Angst vor anderen Menschen uns in unserer eigenen Identität einschränkt. Wir lernen über unsere Konditionierung hinauszuschauen, und erkennen, dass viele Unterschiede, die zwischen uns Menschen zu sein scheinen, nur von sozialem und kulturellem Charakter sind.

Außerdem lernen wir,  uns scheinbar schwierigen Gefühlen wie Ärger oder Angst nicht mehr zu widersetzen. Wir lernen, ihnen mit Gewahrsein zu begegnen und werden dabei entdecken,  dass Gefühle nicht von Dauer sind.

Sharon Salzberg: „Es bedarf unglaublichen Mutes und großer Offenheit, Gefühle wie Ärger in Liebe und Hoffnung zu wandeln. “

 

Buch:

Wahre LiebeWahre Liebe
Der buddhistische Weg mit sich selbst und anderen glücklich zu leben
Sharon Salzberg
ISBN 978-3-426-29253-2
Verlag OW Barth

 

Bilderverzeichnis

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