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Der schleichende Identitätsverlust einer berufstätigen Mutter

Berufstätige Mutter - Rollenspagat.de

Gastbeitrag Anette Kirsch-Krumhaar, rollenspagat.de

 

Lebe frei! Das Buch von Eva Laspas

Langeweile? Jeden Tag dasselbe? Du kommst scheinbar nicht voran? Alles passiert „immer nur dir“? Du fühlst dich gesteuert vom Leben? Und rastlos?

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deiner Lebensreise auf.

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Egal wo ich bin, ich bin nicht da.

Bin ich körperlich anwesend auf der Arbeit, bin ich doch in Gedanken bei meiner Tochter in der Kita.

“Sie sah so unglücklich aus, heute Morgen, als ich ging. Ob es ihr wieder besser geht? Vermisst sie mich?”

Währenddessen versuche ich am PC Statistiken zu erstellen.

Endlich Feierabend, Anstellen im Stau auf dem Rückweg zur Kita – schaffe ich es noch rechtzeitig? Angekommen in der Kita, kurz meine Tochter begrüßt, im Hinterkopf der Gedanke “Ach Gott, du hast in der Statistik etwas vergessen.”

Beim Verlassen der Kita werde ich angesprochen “Ach, Sie sind die Mutter von…”

Nein!!! Ich bin Annette.

Egal wo ich bin, ich bin nicht da. Immer mit den Gedanken dort, wo ich körperlich nicht bin. Als individuelle Person nicht mehr wahrgenommen.

Das reibt mich auf! Wo bleibe ich? Wo meine Gelassenheit? Wo mein Vorsatz “SEI IM HIER UND JETZT?”

Ich möchte wieder ICH sein, wissen, wer und was ich bin. Es wurde Zeit etwas zu verändern – und ich habe mich auf meinen Weg gemacht.

Meine Lebenslandkarte

Zuerst einmal habe ich eine Landkarte von meinem momentanen Leben erstellt. (Am besten geht das mit einer Freundin zusammen.) Ich habe auf einem weißen Blatt Papier einen Kreis gemalt und diesen in 5 Abschnitte eingeteilt. Diese Abschnitte stehen für die 5 Rollen, die ich einnehme: Mutter, Arbeitnehmerin, Partnerin, Tochter/Schwester, und ICH.

Zu diesen Rollen erzählte ich über Herausforderungen, Anforderungen und Aufgaben, die ich so erledige… Meine Freundin hat notiert, notiert, notiert. Zum Schluss hatte ich eine ganz schöne Sammlung auf dem Papier (eine Runde Schulterklopfen), doch die Verteilung war ganz klar NICHT akzeptabel für mein ICH. Es ist wirklich erstaunlich, wie wirksam dieses “draufschauen” von außen ist, wenn dein Leben auf einem Blatt Papier vor dir liegt.

Von außen betrachtet sieht man so viel klarer.

So sah die Verteilung aus:

Ich bin gerne Mutter und sehe darin auch eine ganz große Verantwortung – doch ich bin der Meinung, nur wenn es mir gut geht, dann kann ich dafür sorgen, dass es denen um mich herum auch gut geht. Mein ICH brauchte ein größeres Stück des Kuchens.

Ich wollte auf diese Verteilung kommen:

 

 

Neue Absprachen, neue Verteilung

Was ist MIR wirklich wichtig im Leben?

Nicht schauen, was MAN so macht. MICH wieder wichtiger nehmen!

Ganz den Fokus auf die relevanten Dinge im Leben legen: behalten, was mich glücklich macht, streichen, was mir nicht wichtig ist, delegieren von Aufgaben, die auch andere erledigen können. Also habe ich mir angeschaut, wer aus den verschiedenen Bereichen hat welche Anforderungen / Wünsche an mich, wer zerrt wo an mir, wo tue ich Dinge, die nicht wirklich nötig sind oder zurzeit keine Priorität haben.

Natürlich geht die Umsetzung nicht von selbst – zumal sich ja schon eingebürgert hatte, dass ich alles alleine schaffe…

Mit meinem Partner habe ich neu verhandelt und Arbeiten im Haushalt und auch Abholzeiten vom Sport o.ä. anders verteilt, mit anderen Müttern neue Absprachen getroffen. Auch mein Arbeitsmodell habe ich mir angeschaut und nach Rücksprache mit meinem Chef konsequent auf das Angebot eines Homeoffice Tages in der Woche zurückgegriffen.

Und jetzt auch wieder mehr Zeit für mein ICH!

(Die freigewordene Zeit wieder sinnvoll für mich nutzen? Das ist eine andere Geschichte…)

 

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Im täglichen Spagat zwischen Beruf, Mutter sein, Hausfrau, und Partnerin verlieren wir uns manchmal. Lassen Sie es nicht soweit kommen.

Wenn Sie das Gefühl haben, langsam in der Versenkung zu verschwinden, wird es allerhöchste Zeit etwas für sich zu tun.

Nehmen Sie sich Zeit und

Ist es Ihnen gelungen die Gewichtung neu zu verteilen? Ist Ihr Teil vom Kuchen wieder vorhanden? In gleicher Größe wie die anderen? Dann stärken Sie als Nächstes sieben Fähigkeiten die Sie als berufstätige Mutter brauchen um auch zukünftig Ihre psychische Widerstandskraft zu erhalten.

 

Ich wünsche Ihnen dazu viel, viel Erfolg – werden Sie wieder sichtbar!

Sollten Sie auf dem Weg stecken bleiben oder kreative Schubser brauchen, dann freue ich mich auf Ihren Anruf. In einem Erstgespräch können wir Ihre Ziele feststecken und gemeinsam neue Wege entdecken.

Anette Kirsch-Krumhaar

rollenspagat.de

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