Das Leid mit der Blase – Blasenprobleme aus der Sicht der TCM

Blasenprobleme aus Sicht der TCM
Fotocredit: Jiri Miklo | fotolia

 

Fast jeder Mensch hat schon einmal Blasenprobleme gehabt.

Manche plagen sich regelmäßig mit Blasenentzündung herum.

Andere leiden ‚nur’ daran, dass sie immer in der Nacht auf’s WC müssen.

In welcher Form auch immer ‚Blasenprobleme’ auftreten, lästig ist es auf jeden Fall.

Wenn Sie Blasenprobleme dauerhaft oder immer wieder haben, dürfen Sie die Wurzel des Problems finden.

Hier finden Sie “Erste Hilfe Maßnahmen” sowie mögliche Ursachen aus Sicht der TCM.

 

Empfehlung bei Blasenproblemen:

 

Mögliche Ursachen nach der TCM

In Bezug auf Blasenprobleme unterscheidet die TCM wichtige energetische Zustände:

  • Beim einen geht es um ‚feuchte Kälte’. Irgendwo hat sich der Mensch verkühlt. Hat im feuchten Bikini gesessen oder auf der kalten Wiese. Dazu haben gewisse Zustände im Körper das entstehen der ‚Feuchten Kälte in der Blase’ zugelassen. Bei dieser Form der Blasenentzündung kann der Arzt auch keine Bakterien nachweisen.
  • Die andere Möglichkeit ist die ‚feuchte Hitze’. Ursache kann auch hier eindringende Kälte sein. Diese wird dann auf Grund innerer vorherrschender Hitze (z.B. Stress…) im Körper zur ‚feuchten Hitze’ umgewandelt. Ähnlich einem Dampfbad im Körper. Bei dieser Form werden Bakterien im ärztlichen Befund nachgewiesen. (Bakterien = Hitzeprozess)
  • Bitte bedenken Sie, dass sich aus dem Zustand der feuchten Kälte nach einiger Zeit der Zustand der feuchten Hitze entwickeln kann! Daher ist es auch so wichtig, so rasch wie möglich Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sowie eine ärztliche Diagnose zu bekommen.
  • Eine weitere Ursache ist, wenn die Energie der Nieren schwach sind. Diese schwächt man, wenn man unter großen emotionalen Belastungen steht, z.B. Angst (da gehört auch Mobbing, Angst vor Existenzverlust … dazu) oder nach übermäßiger sexueller Betätigung.
  • Herzhitze wird nach der TCM über die Blase abgeleitet. Wenn Sie zuviel Scharfes essen, übermäßig Kaffee trinken oder sich oftmals “etwas zu Herzen” nehmen, “überhitzt das Herz”, die Hitze wird über die Blase abgeleitet.
  • Außerdem wirken seelische Probleme, z.B. Ablehnung des Partners oder Situationen, mehr als wir uns eingestehen möchten. Da hilft nur – seien Sie ehrlich mit sich selbst wenn Sie auf die Ursachensuche gehen!

 

Erste Hilfe – Sofortmaßnahmen bei Blasenproblemen

1.) Da wir im ersten Moment nicht wissen, worum es sich genau handelt – sobald also die Harnröhre nach dem urinieren brennt – trinken Sie sofort mindestens zwei große Gläser Wasser. Der Körper weiß dann schon, was zu tun ist. 😉

2.) Haben Sie immer Beerentraubenblättertee im Haus. Bitte kaufen Sie sich keine Teebeutel. Da ist meist nur minderwertiger Staub drinnen!

Kochen Sie sich 1 Teelöffel auf 250ml Wasser (langsam) ca. 10 Min. Dann abseihen. Abkühlen lassen. Zur Not lassen Sie kochendes Wasser aus dem Teekocher 20 Min. wirken, wenn Sie keine Möglichkeit haben, die Blätter zu kochen.

Die Beerentraubenblätter wirken wie ein pflanzliches Antibiotikum.

So haben Sie auch mal übers Wochenende alles unter Kontrolle, wenn der Arzt erst am Montag wieder da ist.

ACHTUNG: Finden Sie die tatsächliche Ursache möglichst rasch. Beobachten Sie, wann die Probleme auftreten. Schreiben Sie nötigenfalls ein Tagebuch. Übergehen Sie die Probleme nicht, sie “wandern” nur in die Knie. Das nennt man Symptomverschiebung. Knieprobleme nach der TCM werden meist über die Blase aufgelöst.

 

Energetischer Zustand der ‚feuchten Kälte’

Die Symptome bei diesem Zustand sind:

  • hauptsächlich häufiger Harndrang mit trübem Urin.
  • ein schwerer Unterbauch.
  • sehr langsames Rinnen

Die Ursachen sind wie immer vielfältig.

Eine Verkühlung der unteren Körperregion ist immer irgendwie dabei. Kalte Füße, sitzen auf kalten Plastik- oder Metallsesseln, nasser Badeanzug, nasse Schuhe …

Möglichkeiten gibt es da genug. Und bei Menschen, deren Abwehrkraft geschwächt ist, genügt oft wenig, um den Zustand der feuchten Kälte in der Blase zu manifestieren.

 

Ernährungsempfehlung

Vermeiden Sie:

Kalte und kühle Nahrung, sprich alles Rohe, sowie Milch und –produkte und ein Übermaß an Fleisch.

Milchersatzprodukte: Statt herkömmlicher Kuhmilch, die Kälte in den Körper bringt, können Sie auf die zahlreichen Alternativen wie Reismilch, Hafermilch, Sojamilch, Mandelmilch u.s.w. zugreifen.

Nehmen Sie folgende Nahrungsmittel zu sich:

Nahrungsmittel, die Feuchtigkeit ausleiten und den Körper wärmen (Gerste, Azukibohnen, Mais,
Hafer oder Haferflocken, Quinoa, (etwas) Ingwer, Knoblauch, Walnüsse, Reis- und Reisprodukte, Kürbiskerne, Fenchel, Wachholderbeeren, Petersilie, etc.).

 

Energetischer Zustand der ‚Feuchten Hitze’:

Die Symptome sind hier nicht nur der häufige Harndrang, sondern auch das Brennen, das vor, nach und während des Wasserlassens auftreten kann.

(Brennen = Feuer [alles, was stark rot oder gelb ist] = Hitze).

Dazu kann auch hier eine schwierige Miktion kommen, der Urin ist aber nicht nur trüb sondern auch dunkelgelb.

In schweren Fällen kommt Sand oder Blut im Urin dazu, Fieber und starker Durst.

Ursachen sind hier äußere Kälte und Feuchtigkeit, äußere Hitze und Feuchtigkeit, aber auch innere Hitze, die durch große emotionale Belastungen, z.B. Stress, Ärger, Wut, Eifersucht, Misstrauen … entsteht.

Dieser Zustand gehört auf schnellstem Weg zum Arzt. Bis zum Arzttermin kann man sich mit einem Tee aus Bärentraubenblättern behelfen, die man in jeder Apotheke bekommt.

 

Als Ernährungsempfehlung gilt hier:

Langfristige Ernährungsumstellung, sowie die Lösung aller emotionalen Ursachen.

Meiden Sie:

  • Heiße Nahrungsmittel (sprich alle scharfen Gewürze, sowie die ‚typischen Wintergewürze’) und
  • Alkohol. Diese verstärken den Zustand der feuchten Hitze noch!!
    Auch
  • Süßigkeiten,
  • fette Nahrungsmittel und
  • Junkfood (Cola…) sind ideale Erzeuger ‚feuchter Hitze’ und sind daher absolut zu meiden.

Essen Sie:

Nahrungsmittel die Hitze kühlen, Feuchtigkeit ausleiten sowie Ihre Mitte stärken.

Buchweizen– und Buchweizenprodukte, Mais, Gerste, Amaranth, Walnuss (mäßig), Kürbiskerne, Tofu, Sojamilch, Rettich, Sellerie, Spargel, Fisolen – sowie alle Wurzelgemüse, Reis, Dinkel, Weizen.

 

Ernährung bei einer Antibiotikagabe:

Blasenprobleme aus Sicht der TCM

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Ihr Arzt hat Ihnen Antibiotika verschrieben, damit die Bakterien abgetötet werden.

Bakterien gelten als Hitzeerzeuger, Antibiotika nehmen also die Hitze aus dem Körper.

Übrig bleibt die übermäßige Feuchtigkeit.

Damit sich nun keine Feuchtigkeitsproblematik auftut (z.B. Mykosen, Schnupfen, Blähungen, Durchfall, Wassereinlagerungen, Übergewicht…) trinken Sie drei Mal täglich eine Tasse Gerstenwasser solange Sie die Antibiotika einnehmen.

Zubereitung Gerstenwasser: 1 EL Gerste auf 2l Wasser, ca. 20. Min simmern lassen, (eventuell Wasser ergänzen) abseihen, lauwarm trinken.

Das Gerstenwasser kann im Eiskasten aufbewahrt werden, sollte aber vor dem Trinken immer leicht erwärmt werden. (KEINE Miktowelle!!)

 

Inkontinenz sowie nächtliches oder häufiges Wasserlassen

  • Diese Probleme zählt die TCM nicht zu energetischem Ungleichgewicht der Blase sondern der der Nierenenergie.
  • Im Laufe unseres Lebens wird das Nieren-Yang manchmal rascher verbraucht, als vorgesehen oder das Nieren-Qi wird ‚locker’.
  • Oder wir leiden unter Angstzuständen. Traumata.
  • Daraus ergeben sich Inkontinenz, nächtliches sowie häufiges Wasserlassen. Bei Kindern kommt auch noch das Bettnässen dazu.

Symptome können sein:

  • Die Ursachen sind mannigfaltig, aber eine schwache Konstitution, ein hohes Alter, übermäßige Sexualität, starke emotionale Belastungen (da besonders Angst und Schreck) schwächen die Nierenenergie.

Wichtig hierbei ist die Mitte zu stärken (keine rohen Lebensmittel, keine Milch und –produkte im Übermaß…) und dazu noch alles, was die Nierenenergien stärkt. Qi, Yin und Yang – und das jeweils in dem Maße, wie es schwach ist. Hier ist es ganz besonders wichtig, individuelle zu arbeiten.

 

Bücher:

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Bilderverzeichnis

  • Blasenprobleme aus Sicht der TCM: Engin_Akyurt | pixabay
  • Blasenprobleme aus Sicht der TCM: Engin_Akyurt | pixabay
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