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Männer sind anders. Frauen auch. Ein Gespräch über Kommunikation

Männer sind anders. Frauen auch. Ein Gespräch über Kommunikation

​Natürlich sind wir alle anders. Jeder von uns – egal ob Mann oder Frau – ist anders. Einzigartig eben.

Und doch – es gibt gewisse Unterschiede in der Art der Kommunikation. Und natürlich ergeben sich dadurch Überschneidungspunkte. Familie, Partnerschaften – sie alle leben durch Kommunikation.

Oder auch nicht.

Nämlich dann, wenn Probleme beginnen.

Ich habe über dieses Thema mit Michael Zieger gesprochen. Michael ist Trainer der Männerseminare im Institut Bewusst​​​​​er Lieben. Er hat sich vor rund 20 Jahren aufgemacht, sein eigenes Mannsein zu entdecken. Um seine eigenen Möglichkeiten, seine eigenen Potentiale zu entdecken.

Mittlerweile leitet er seit rund zehn Jahren die Männergruppen im Institut Bewusster lieben.

Stimme Teilnehmer: T.K., Forschungs- und Entwicklungsingenieur Ph.D, 37 Jahre

Mein Wunsch war mich besser kennen zu lernen.
Die wichtigste Erkenntnis für mich war, dass ich meinen inneren Kritiker nicht im Griff habe, der es mir schwierig macht das Positive in mir zu sehen. Ich lasse ihn mich beherrschen.
Das Seminar gab mir die Gelegenheit tiefer in mich hineinzublicken. Alte Verletzungen haben einen negativen Einfluss auf das Bild, das ich von mir habe.
Michael ist ein liebevoller, warmer und unterstützender Trainer.


Das komplette Interview (knappe 16 Min.) können Sie auf unserem Youtube-Kanal anschauen. Abonnieren Sie ihn hier, damit Sie kein interessantes Video mehr verpassen.

Das komplette Interview (knappe 16 Min.) können Sie auf unserem Youtube-Kanal ​​​anschauen. Abonnieren Sie ihn hier, damit Sie kein Interessantes Video mehr verpassen.


Was ist die Ursache, dass Männer und Frauen unterschiedlich kommunizieren?

Dabei sollten wir ganz früh beginnen. Wie haben Jungen und Mädchen gelernt zu kommunizieren?

Michael zitiert das Buch von Gerhard Hüther (Der Mann, das schwache Geschlecht): „Es beginnt schon bei der Zeugung und geht weiter über den Zeitpunkt der Geburt. Ein doppeltes XX Chromosom wirkt sich einfach anders aus als ein YX-Chromosom.

Durch diese unterschiedliche Chromosomenwelt ist das System „Mann“ eher anfälliger und verletzlicher. Auch bei der Entwicklung der Zellen.

Später sieht es dann oft so aus, dass Jungs eher mehr Nähe, Geborgenheit und körperlichen Kontakt brauchen, eher empfindlicher und „weinerlicher“ sind.

Und durch die höhere Empfindsamkeit des Nerven- und des körperlichen Systems wird  bei Jungs körperlicher Schutz, Nähe oder Willkommen Sein überwiegend mehr benötigt, als bei Mädchen.

Durch größere Störungen der Zuwendung stellen die Nervensysteme der Jungs bereits im Alter von bis zu einem Jahr das Fühlen und Spüren ab, so Gerald Hüther. Und sie lernen mehr und mehr, ihre Anerkennung und Wertschätzung durch etwas zu bekommen, das sie tun statt dadurch, wer sie sind.

Das setzt sich immer weiter fort.

Hören Sie weiter im Video (Minute 01:23).

ErzieherInnen in KiTa und Schule sind häufig Frauen

Dadurch sind die Attribute, Anerkennung zu bekommen, eher weiblich als männlich. Beispielsweise, wer ruhig sitzen kann, wer schöner schreiben kann usw.

Diese Attribute sind eher bei Mädchen zu finden, als bei Jungs. Und so erfahren sich Jungs von Grund auf eher als defizitär.

Dadurch entstehen Erwartungen an sich selbst. Und diese sind im Außen definiert.

Erwartungen, die ein Mann vielleicht an sich selber hat.

Familie

Er ist ein liebender Vater, der seine Familie in allen Belangen unterstützt. Er hat ausreichend Zeit für sie, plant Urlaube und ermöglicht ein tolles Wohnen. Er ist immer verständnisvoll und ausgeglichen und hat stets eine gute Lösung. Gleichzeitig soll er absolut mitfühlend sein, seinen Kindern zuhören und sie liebevoll unterstützen.

Selbstverständlich sieht er gut aus, ist sportlich, hat einen tollen Körper und ernährt sich gesund.

Kurzum, ein sogenannter Vorbildvater der überwiegend zufrieden ist mit sich, seiner Familie und ab und zu auch glücklich!

Beziehung

Er ist ein Mann, der weiß was er will. Er liebt seine Partnerin/Frau bedingungslos und sagt ihr das auch immer wieder. Er kann achtsam und wertschätzend kommunizieren, zeigt sich mit all seinen Gefühlen, auch seiner Verletzlichkeit. Schenkt ihr Aufmerksamkeit, sieht sie wirklich und hat vollstes Verständnis für sie. Gleichzeitig ist er ein Fels in der Brandung, wenn es ihr mal nicht so gut geht.

In der Sexualität erfüllt er alle ihr Bedürfnisse, ist absichtslos, einfühlsam und trotzdem ein fantastischer Liebhaber. Sie muss ihm nie sagen was sie will, weil er alles schon im Voraus spürt, erahnt und fühlt. Er ist ein spiritueller Mann, der sich ständig weiterentwickelt und seine Frau dabei immer berücksichtigt.

Beruf

Auf jeden Fall ist er sehr erfolgreich. Ein echter Teamplayer, einer der sich ständig weiterbildet. Er hat für alle Fälle eine Lösung und findet selbst in widrigsten Umständen immer den positiven Teil, der ihn in seiner Entwicklung voranbringt. Profit geht vor Ethik und darin ist er ein perfekter Mitarbeiter. Überstunden sind für ihn total normal und müssen auch nicht bezahlt werden, weil er nämlich dem Unternehmen dient. Auf jeden Fall hat seine Arbeit immer 1. Priorität.

Freizeit

Er hat mindestens ein Hobby in dem er voll und ganz aufgeht. Für sein Hobby hat immer genügend Zeit und liebt es. Natürlich hat er immer genügend Zeit für sich, kann sich wunderbar erholen, meditiert, macht regelmäßig Yoga oder etwas Ähnliches. Er ist rundum zufrieden mit seinem Leben fühlt sich immer wieder als echter Glückspilz.

Vater und Mutter spielen die nächste Rolle

Auch die Rolle der Eltern ist wesentlich. Auf Grund unserer Entwicklung der Gemeinschaft, ist es so, dass Väter durch ihre Arbeit häufig sowohl körperlich und durch die eigenen selbst gemachten Erfahrungen eher auch emotional - abwesend sind.

So erleben die Söhne wenig Rückhalt, wenig Geborgenheit vom Vater – eher von der Mutter. Sie lernen also eher von Frauen, was richtig ist, was sich gehört.

So entsteht das Gefühl in Jungs, dass etwas nicht stimmt.

Hören Sie weiter im Video (ab Minute 06:55).

Der Bogen spannt sich weiter in die Beziehung

Bis sie in eine eigene Beziehung kommen, haben Männer also schon gelernt, dass sie von einer Frau gesagt bekommen, was richtig ist, wie und wann sie kritisiert werden.

Daher docken Männer und Frauen immer wieder an diese Muster aus der Kindheit an.

So spielen wir in unseren Beziehungen Jahrzehnte nichts anderes als das, was wir im Alter von 0-6 gelernt haben.

Hören Sie weiter im Video (ab Minute 08:26).

Wie Männer von Männerseminaren profitieren

Männer erleben in den Seminaren, wie stärkend es für sie im Kreis von Männern ist, endlich so zu sein wie sie wirklich sind.

​Und sie entdecken ihr anders Sein als Qualität, statt sich in Vergleichen zu schwächen und sich darin zu verlieren.

Michael: „Wir lernen in den Seminaren die Erkenntnis, das Außen darf sein, wie es ist. Je näher ich bei mir bin, je näher mein ok. mit mir ist, mein Einverständnis, meine Liebe zu mir, mein Annehmen meiner Ängste, meiner Sorgen, meiner Zweifel – desto mehr erkenne ich,  dass diese Gefühle genauso dazugehören, wie meine Freude, meine Lebendigkeit, meine Stärke. Und je mehr ich derart in Balance mit mir selbst komme, desto weniger irritiert es mich, wenn es der Partnerin mal nicht gut geht …“

Hören Sie weiter im Video (ab Minute 11:22).

Was erleben Männer auf den Seminaren mit sich und anderen Männern?

Ich bin

  • gut so wie ich bin!
  • genauso wertvoll wie jeder andere Mann!
  • wieder in Kontakt mit mir selbst und kann mein Handeln an meinen eigenen moralischen und ethischen Werten ausrichten.
  • verbunden mit mir und anderen Männern.
  • Ich kenne meine Grenzen und zeige sie eher friedvoll und freundlich.
  • Wir sind nicht unabhängige Einzelne, sondern von einander abhängige Viele.
  • Eine Umarmung ist eine liebevolle Geste die sehr nahe an Absichtslosigkeit kommt.
  • Ein nachnähren von väterlicher Liebe. (Wie Erich Kästner einmal gesagt hatte: Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!)
  • Im Kreis von Männern finde ich leichter zu meiner eigenen inneren Kraft.
  • Den Segen von Kooperation statt dem Fluch von Konkurrenz unter Männern.
  • Männer sind auch freundlich, achtsam, verletzlich, unterstützend, wohlwollend, ehrlich, offen, liebevoll, zweifelnd, unsicher und ängstlich.


Teilnehmerstimmen zum Seminar: K. Wolff, Sänger, 40 Jahre

Ich wollte mich mehr mit mir und meinem Mann-Sein verbinden und dafür neue Impulse bekommen. Außerdem habe ich mir Anregungen zur Leitung meiner Männergruppe erhofft (und bekommen).
Meine wichtigste Erfahrung war eine stärkere und spürbarere Verbindung mit der wilden Urkraft in mir zu spüren, der ich vollkommen vertrauen kann und die mich trägt und führt.
Das Seminar habe ich als sehr vielschichtig und bereichernd erfahren. Ich bin bewegt und beeindruckt von der Tiefe der angestoßenen Prozesse. Es hat mir sehr gut getan mit so einer großen Zahl von suchenden und verletzlichen Männern verbunden zu sein.
Michael führt mit einer schier grenzenlosen Ruhe, Achtsamkeit und Unaufgeregtheit durch das Seminar. Von seinem Team wurde er in schöner Weise unterstützt und ergänzt.

Kontakt

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​INSTITUT Bewusster leben und lieben
​Ganzheitliche Seminare
​Tel. 0049 (0)8378/213523
​https://www.bewusster-lieben.de

Das Institut Bewusster Lieben steht für Achtsamkeit und Respekt, Werte, die die Gründer selbst leben, anwenden und an denen sie sich orientieren. Dazu gehören ebenso Selbstachtung, Achtung vor jeglicher Andersartigkeit von Menschen, Achtung aller Lebewesen und Achtung der Erde.​

Wie Männer und ihre Frauen von Männerseminaren profitieren
Männer sind anders. Frauen auch. (Pin)
Was ist die Ursache, dass Männer und Frauen unterschiedlich kommunizieren?

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  • institut-bewusster-leben-lieben: Institut Bewusster Lieben
  • Wie Männer und ihre Frauen von Männerseminaren profitieren: Pexels
  • Männer sind anders. Frauen auch. (Pin): Pexels
  • Was ist die Ursache, dass Männer und Frauen unterschiedlich kommunizieren?: Pexels
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