Weisheit des ungesicherten Lebens

Buchrezension des gleichnamigen Buches von Alan Watts durch Eva Laspas

 

Lebe frei! Das Buch von Eva Laspas

Langeweile? Jeden Tag dasselbe? Du kommst scheinbar nicht voran? Alles passiert „immer nur dir“? Du fühlst dich gesteuert vom Leben? Und rastlos?

Dann brich jetzt zu

deiner Lebensreise auf.

Taschenbuch: € 16,06 - Kindle Edition - für ​EBook-Reader​: € 9,90

Wie in meinem Artikel des Festival der Sinne-Journals 2015 über die Angst vor dem Sterben und der Trauer beschrieben, sind wir Menschen heutzutage von unseren unterschiedlichen Ängsten so gefangen, dass wir darüber vergessen zu leben. Dabei werden diese Ängste noch von diversen Medien geschürt, sodass wir nur ja nicht aus den Klauen der Angst entkommen können. Ängstliche Menschen sind ja so viele besser lenkbar!

 

In Alan Watts Buch geht es genau darum – um die Ängste und darum, dass wir den Ängsten zu entkommen versuchen, indem wir unser Leben immer stärker kontrollieren möchten. Pläne und Kontrolle scheinen uns die Mittel der Wahl, um unsere mehr oder weniger diffusen Ängste in den Griff zu bekommen. Er schreiben: „Hinter all dem Aufwand steckt ein ängstliches Ich, das sich von der Welt bedroht fühlt.“ Er deckt all die falschen Annahmen auf, die man für Realität hält. Und er zeigt uns den Weg in eine tiefere Dimension des Bewusstseins, wo man dem Leben vollkommen offen und furchtlos begegnen lernt.

Das typische menschliche Problem ist, das wir uns schon lange vor einer Situation beginnen den „Kopf zu zerbrechen“. Und zwar nicht auf eine zweckmäßige Art und Weise, sondern auf völlig sinnlose Art, die überhaupt nicht zur Lösung des Problems beiträgt. Wir überlegen uns also nicht, wie wir die Prüfung nächste Woche am Besten schaffen können (und nützen die Zeit, um noch zu lernen) – nein, wir malen uns aus, was alles passieren könnte, um sie nicht zu bestehen, und was dann alles wäre, wenn wir nicht bestanden hätten. Das kann auch das Problem der Miete des nächsten Monats sein, eines drohenden Krieges oder sozialen Elends oder des Sterbens.

„Der Störenfried der Gegenwart braucht durchaus nicht eine Furcht vor der Zukunft zu sein. Er kann sogar aus der Vergangenheit sein, eine Erinnerung an ein Leid, das die Gegenwart mit einem Gefühl der Angst, des Unwillens oder der Schuld belastet. Die Macht der Erinnerungen und Erwartungen ist derart wirklich, dass für die meisten Menschen Vergangenheit und Zukunft noch wirklicher sind als die Gegenwart. So kann die Gegenwart nicht glücklich gelebt werden, wenn die Vergangenheit nicht bereinigt und die Zukunft nicht hell mit Versprechen ist. Die Fähigkeit sich zu erinnern ist die große Leistung des menschlichen Gehirns, die uns ungewöhnliche Kräfte des Überlebens und der Anpassung an das Leben gibt. Jedoch ist die Art, in der wir im Allgemeinen diese Kräfte benützen, geeignet, alle ihre Vorzüge zu zerstören.“

Grund für unsere Ängste ist noch immer die Annahme, dass wir alleine und von allem getrennt wären. Doch das ist nicht so, wir sind alle eins. Wir sind all das Schöne, das Wohlgeformte und Wohltuende das die Welt zu bieten hat, aber auch das Hässliche und Unschöne, das Grausame und Eklige. Und genau daran liegt es vielleicht auch, wenn wir daran zweifeln, alle eins zu sein. Wer möchte denn bitte schön eins sein mit den Kriegen und anderen Gewaltverbrechen auf der Erde? Und doch sind wir es. Wir müssen die Verantwortung übernehmen für all diese Dinge, die auch wir sind. Alan Watts schreibt: „ Der Mensch aber muss entdecken, dass alles, was er in der Natur erblickt – die fremdartige Welt der Meerestiefe, die Eiswüsten, die Reptilien im Sumpf, die Spinnen und die Skorpione, die Einöden unbewohnter Planeten – sein Gegenstück in ihm selber hat.“

Die wirkliche Erkenntnis und das Fühlen, das wir alle eins sind, nimmt die Angst und beruhigt das Leben. Doch sich tatsächlich eins zu fühlen mit allem oder nur zu tun, als ob, ist ein großer Unterschied. „Der Mensch ist nicht eins mit sich, bis er erkannt hat, dass diese „niedere Seite“ der Natur und das Grauen, das sie ihm einflößt, ebenso „ICH“ sind.“ Und darüber brauchen wir dann auch nicht nachzudenken, weil dies einfach so ist – ein Stückchen weiter: „Denn wenn du wirklich begreifst, dass du bist, was du siehst und weißt, so läufst du nicht im Land herum und denkst – All das bin ich. Da ist eben nur „all das“ und nichts Weiter.“

Buchtipp:htt

Weisheit des ungesicherten Lebens

Weisheit des ungesicherten Lebens
von Alan Watts
ISBN 978-3-426-87577-3
Kanur Menssana

 

 

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