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Wie dein Perfektionismus dich gefangen hält

Perfektionismus-haelt-dich-gefangen_festivaldersinne
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In diesem Text verwende ich die “Du-Form” da wir beide über Themen sprechen werden, die tiefgehend sind. Ich mag es bei solchen Themen lieber, dich per Du anzusprechen.

Ich bin Verena Sati von www.wominess.com dem Blog für leise & sensible Frauen.

Magst du es, wenn alles perfekt ist? Von deinen Haaren, bis zu deinem kompletten Leben? Alles sitzt an der richtigen Stelle und legt sich perfekt nach einem Sturm wieder hin?

Oder strebst du immer nach dieser Perfektion, den 100% in deinem Leben? Erreichst es allerdings nie und verurteilst dich dafür jedesmal?

Perfektionismus kann dich gefangen halten in einem Streben nach etwas, was du niemals erreichen wirst. Denn die absoluten 100 perfekten Prozent gibt es nur selten. Du kannst sie kaum erreichen.

 


Das Streben nach dem perfekten Menschen

Wir sollen perfekt sein. Von Anfang an.

Unsere Geburt soll perfekt ablaufen, unsere ersten Worte und Schritte sollen super süss und perfekt sein. Die Noten in den Schulen – natürlich 1,0. Spätere Arbeitsstellen, unsere Haare und Make-Up, das Auto und natürlich brauchen wir immer das neueste perfekte Handy.

Denn nur so können wir laut der Werbung perfekte Menschen sein.

Ist doch total normal?

Oder nicht?

Das Streben nach dem Perfekten treibt viele von uns in eine Spirale aus Stress. Nicht selten, strengt es uns enorm an, wirklich immer 100% zu geben.

Überall liegt das Perfekte. Selbst unser Gemüse und Brote müssen perfekt aussehen, sonst kaufen wir Kunden sie nicht mehr.

Wann ist uns das “gut genug” abhanden gekommen?

 


Ab wann ist es gut genug? Ab wann bin ich gut genug? 

Eine Sache, die ich immer wieder von Menschen höre (und auch von mir selbst) ist das Gefühl nicht gut genug zu sein. Irgendwie tragen wir das fast alle in uns?

Liegt es daran, dass wir alle so darauf gepolt sind, alles perfekt zu machen? Uns perfekt und Fehlerlos zu präsentieren?

Fehler dürfen wir ja auch nicht mehr machen. Von vielen werden Fehler im Leben noch immer absolut verurteilt. Dabei machen wir sie doch alle?

Dabei stellt sich mir immer wieder die Frage, wann wir denn nun gut genug sind? Wann ist das was wir im Leben meistern ausreichend?

Perfektionismus liegt auch in mir. Ich versuche es seit Jahren mehr und mehr herunterzuschrauben. Denn es stoppt mich. Bringt mich dazu einfach nur verängstigt vor meinen neuen Zielen zu sitzen und nicht zu handeln.

Was, wenn ich es nicht 100% perfekt hinbekomme? Habe ich dann versagt? Wird mich dafür jemand verurteilen oder auslachen?

Doch ganz ehrlich: Wie oft bist du selbst es, die dich am Ende für die nicht erreichten 100% verurteilt?

 


Dein eigenes Streben nach Perfektion

Ich weiß, es ist einfach anderen diese Bürde aufzulegen und zu sagen, dass die oder der es perfekt von dir verlangt.

Wie oft aber, bist du es in Wahrheit selbst, die es perfekt haben möchte? Die einfach nicht sagen kann: 80% reichen vollkommen aus?

Ich gestehe, dass ich es in vielen Fällen selbst bin. Ich sitze vor einem Blogbeitrag oder auch meinen Arbeiten als Grafikdesignerin und denke mir: Ach, nee, das geht doch noch besser. Fang noch mal an.

Und noch mal und noch mal. Das wiederhole ich nämlich dann sehr oft.

Oder noch viel schlimmer: ich komme wie oben erwähnt nicht ins Handeln. Denn ich zerdenke vorher alles bis ins kleinste Detail, damit mir ja kein Fehler passiert.

Das mich schon vor einigen großen Projekten abgehalten. Zum Beispiel seit Jahren vor dem, endlich ein Buch zu schreiben. So ein richtiges. Einen Roman.

“Der wird doch niemals perfekt…” geisterte bei jedem Denken an die Geschichte durch meinen Kopf. Das kannst du vergleichen mit dem “nicht gut genug!”.

Und schon hängst du fest. In einer Perfektionismus-Spirale.

Da rauszukommen ist nicht ganz einfach. Das gebe ich zu. Wie gesagt, ich bin schon seit Jahren immer mal wieder da dran, endlich weniger auf das perfekte Ergebnis zu zielen.

Was mir sehr geholfen hat ist, dass ich es einfach mal ausgetestet habe: Kommt der Blogartikel auch gut bei meinen Lesern an, wenn ich nur 80% Energie reinstecke?

Das für mich erschreckende war, dass die meisten Leser diese Beiträge erst so richtig gut fanden. Denn anscheinend war etwas passiert:

Ich hatte weniger Druck perfekt zu schreiben und habe dadurch mit viel mehr Hingabe geschrieben.

 


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Perfektionismus hält dich auf

Es hält dich davon ab dich wirklich auf den Prozess und den Weg zu konzentrieren. Wirklich dich selbst zu sehen oder auch den Menschen hinter der Fassade des Perfektionismus.

Es gibt stellen im Leben, da muss es perfekt sein, sonst läuft es nicht.

Aber dann gibt es diese anderen Sachen. Diese Momente, die du mit deinen liebsten Menschen erlebst und die gerade deswegen so schön sind, weil alles unperfekt läuft. An die du dich gerade deswegen erinnerst, weil dir im Moment des schönsten Fotos ein Vogel auf den Kopf… macht.

Diese Momente, in denen du nicht das perfekte Bild malen, den perfekten Roman schreiben oder deine Art von Kunst perfekt machen willst, sondern einfach dich mit voller Hingabe in den Prozess des künstlerischen Flows hingibst. Der Moment in dem die Welt still steht, weil du so sehr im schönen Erlebnis bist, Farben, Formen, Noten und Gedanken in etwas künstlerisches zu formen.

Ohne dein Streben nach dem Perfekten Ergebnis gibst du dich dem Leben mit voller Hingabe hin. Ohne das perfekte Make-Up erkennst du die Dinge an dir, die dich auf schöne Art von anderen Menschen unterscheiden.

Du findest dich selbst. Du siehst dich endlich selbst wieder.

Perfektionismus lenkt deinen Blick so sehr auf ein Ergebnis, welches du innerlich gar nicht wahr nimmst. Es bringt dich dazu, dass du den wundervollen Weg übersiehst und damit genau das was wirklich zählt.

 


Jeden Tag ein bisschen weniger perfekt

und dafür einfach echter. Menschlicher. Greifbarer. Verletzlicher und wahrhaftig.

Wir streben im Leben nach so vielen Dingen. Oft nach Dingen, die uns eigentlich gar nicht erfüllen oder glücklich machen. Dann fragen wir uns beim Erreichen von Zielen, warum du dich einfach immer noch nicht glücklich fühlst. Das wurde dir doch immer gesagt? Wenn du perfekt bist, dann bist du glücklich?

Ich glaube genau darin liegt der Fehler. Perfektes macht eben nicht immer glücklich und wirkt nicht immer für uns selbst wirklich perfekt.

Deswegen liegt es an dir, ob du versuchst jeden Tag ein bisschen mehr von deinem Perfektionismus abzulegen. Es einfach einmal gut genug sein zu lassen. Es auch mit kleinen Fehlern wundervoll sein zu lassen.

Was geht dir zu diesem Thema durch den Kopf? Schreib mir gerne deine unperfekten Gedanken und Ideen in die Kommentare. Ich freue mich sehr über deine Worte.

 


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Bilderverzeichnis

  • Perfektionismus-haelt-dich-gefangen_festivaldersinne: Verena Sati
  • Perfektionismus-haelt-dich-gefangen_festivaldersinne: www.pexels.com
  • Perfektionismus-haelt-dich-gefangen_blogfestivaldersinne: www.pexels.com

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