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Wie du dich ab heute weniger schämen kannst

Wie du dich ab heute weniger schämen kannst
Wie du dich weniger schämen kannst

Wie du dich weniger schämen kannst

In diesem Text verwende ich die “Du-Form” da wir beide über Themen sprechen werden, die tiefgehend sind. Ich mag es bei solchen Themen lieber, dich per Du anzusprechen.

Ich bin Verena Sati von www.wominess.com dem Blog für leise & sensible Frauen.

Schämst du dich manchmal? Schämst du dich für dich selbst? Für dein Aussehen? Für die Fehler, die du in deinem Leben schon gemacht hast?

Wofür schämst du dich zur Zeit oder hast dich einmal geschämt?

Scham empfinden wir nicht gerne. Es ist ein unangenehmes Gefühl, welches dich innerlich kleiner werden lässt. Du kannst sogar im Gesicht rot werden, wenn du dich schämst.

 


Wofür schämst du dich? 

Du hast bestimmt sofort etwas im Kopf. Eine Situation in der du dich geschämt hast. Vielleicht sogar noch vorhin für deine heutige Frisur. (Meine sieht heute wieder aus, als wäre ich gerade aufgestanden – krauses, lockiges Haar ist nicht immer so super 😀 )

Ich fange einfach mal an dir zu sagen wofür ich mich geschämt habe in meinem Leben. Das fällt mir jetzt schwer, denn irgendwie schäme ich mich manchmal auch dafür, dass ich mich überhaupt schäme. Das wird jetzt also ein doppeltes Geständnis:

Für meine Haare habe ich mich geschämt, denn früher wurde ich für diese immer gemobbt. Ich habe mich geschämt für meine Kleidung, meine Schminke oder auch mein Gesicht ohne Schminke. Mein Aussehen war und ist sehr oft ein Grund, warum ich mich schäme. Dabei bin ich gar nicht so eine Person, die penibel darauf achtet. Aber früher wurde daraus von anderen Menschen extrem bei mir geachtet.

Dafür, dass ich oft Fehler mache. Denn ich teste sehr viel aus in meinem Leben und mache Sachen einfach mal, bevor ich genau darüber nachdenke und Pläne entwickle. Da passieren Fehler auf ganz natürliche Weise.

Ebenso, weil ich eher introvertiert bin und nicht gerne spreche. Mich überhaupt nicht so gerne mit Menschen treffe und austausche – nur mit besonderen, die mir sehr am Herzen liegen.

Ich habe mich geschämt für die Person die ich bin und ich gebe das hier jetzt einfach mal ganz verletzlich zu.

Und weißt du was: Ganz oft ist das sogar der Kern des Schämens. Wir schämen uns im Grunde für uns selbst in bestimmten Situationen, wo etwas nicht so läuft, wie es der Norm oder unseren Werten nach entsprechend laufen sollte. Manchmal auch der Norm und den Werten, die andere uns als “die guten Werte” vorgeben.

Deswegen denk doch einfach mal genauer darüber nach, wann du dich wofür schämst.

Wie du dich ab heute weniger schämen kannst


Wo sind deine Grenzen? 

Wenn du dich für etwas schämst stösst du in der Regel an irgendeine Grenze. Diese hast du dir entweder selbst gesetzt oder andere haben sie errichtet.

Denn die Dinge für die du dich schämst macht man nicht. Das sind die Sachen, wo dir schon immer gesagt wurde, dass es sich zum Beispiel nicht “schickt” jetzt im Dreck zu spielen. Oder du bist zu alt dafür, zu jung, es ist nicht weiblich genug, das macht eine Frau nicht, ein Mann macht das noch weniger und überhaupt wie kannst du das nur machen! Das macht doch keiner so! 😉

Es gibt da so einige Sprüche, die auch du bestimmt kennst. Sprüche die gesagt werden, wenn du dich schämen sollst. Dich schlecht fühlen und dich zurück ziehen sollst in dein kleines Schneckenhaus.

Und ich habe früher immer auf diese Sätze gehört. Mittlerweile arbeite ich stark an mir, diese Glaubenssätze wieder aus meinen Gedanken zu lösen. Denn sie haben mich immer wieder zurückschrecken lassen. Mich von dem Weg abgebracht, den ich eigentlich gehen wollte.

Der auch gar nicht so zum Schämen war, wie ich immer dachte.

Deswegen sitze ich hier heute auch am Schreibtisch mit wuscheligen Lockenhaaren. Ungeschminkt. Ohne mich zu schämen.

Welche Sätze hast du in deinem Kopf?

 


Sprich über etwas wofür du dich schämst. 

Was mir sehr geholfen hat diese Glaubenssätze zu löschen ist eine einfache Sache gewesen. Ich habe sowohl genau über das geschrieben wofür ich mich schäme und mit Menschen darüber gesprochen, denen ich vertraue.

Mich einfach voll in den Moment des Schämens hineingefühlt und es ausgesprochen (oder ausgeschrieben). Das hat mir sehr geholfen.

Denn dann ist der Moment da, wo du eine Wunde aufgehen lässt. Eine Wunde, die vielleicht schon lange da ist und endlich heilen möchte.

Wenn du über deine Momente des Schämens sprichst, dann wirst du merken, dass du dich verletzlich fühlst. Verletzlich und unsicher. Vielleicht möchtest du stoppen darüber zu sprechen.

Doch ganz oft ist dann etwas passiert, womit ich nicht gerechnet habe: Die Menschen haben mich mehr geschätzt und mich sogar bewundert.

Denn ganz oft schämen sich andere Menschen für ähnliche Dinge. Und dann findet ihr über deine Verletzlichkeit zueinander.

Andere Menschen finden es bewundernswert, wenn du den Mut aufnimmst, deine Verletzlichkeit zu zeigen und deine Momente in denen du dich geschämt hast mit ihnen zu teilen.

Dadurch bauen sich immer wieder tiefere Beziehungen auf.

 


Kein Platz für Makel

Wir schämen und im Prinzip für Dinge, die laut anderen immer wieder bemängelt werden. Es ist oft einfach kein Platz für Makel und Fehler in unserer Gesellschaft.

Doch es liegt an uns selbst dies zu verändern. Ich denke nämlich, wenn wir ehrlich sind haben wir alle etwas was nicht ganz der Norm entspricht. Wir machen Fehler und haben alle irgendwo eine Stelle am Körper, die wir vielleicht nicht schön finden.

Du liest es gerade selbst: Wir alle haben es!

Deswegen ist es auch so wertvoll für dich über deine Makel und Fehler zu sprechen. Dich für die Situationen zu öffnen in denen du dich schämst und dich selbst liebevoll anzunehmen.

Es braucht Zeit. Das weiß ich sehr genau. Zeit, bis du dich immer weniger für das schämst was passiert ist oder wer du bist.

Wenn du heute anfängst, dir die ersten Situationen anzusehen, dann hast du schon einen großen Schritt gemacht. Du wirst dich freier fühlen, denn die Momente des Schämens werden jedesmal etwas weniger auf dienen Schultern liegen.

 


Du willst dazu gehören

Zu einer Gruppe zu gehören ist schön. Es ist aber noch schöner zu einer Gruppe Menschen zu gehören, die dich mit deinen Fehlern und Makeln voll annehmen und akzeptieren.

Es fängt bei dir selbst an. Wie sehr achtest du auf die Fehler anderer Menschen? Legst du den Fokus darauf und bringst sie dazu, sich dafür zu schämen?

Wie wäre es heute mit einer Veränderung?

Eine Veränderung deines Fokus auf die schönen Seiten anderer Menschen? Auf das was sie besonders macht? Das kannst du schon im kleinen mit deiner Familie beginnen. Was ist besonders an den Menschen, die dich jeden Tag umgeben? Was macht sie wertvoll und liebevoll für dich?

Wenn du mehr darauf achtest, dann fangen irgendwann auch die Menschen um dich herum damit an mehr auf deine wertvollen und liebevollen Seiten zu achten.

Und wenn doch mal ein Fehler oder Makel auftaucht, dann reagiere doch liebevoll gegenüber dir selbst und der anderen Person.

So könnt ihr beide gemeinsam weniger Scham empfinden und aufeinander liebevoll zugehen.

Wie denkst du über das Thema? Welche Gedanken sind dir in den Kopf gekommen? Schreib es mir gerne in die Kommentare.

 


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