Fehlanzeige Energiewende?

Grüne Lügen, Verlag Ludwig, Buchcover

Warum die Energiewende eine Fehlanzeige und welche Lösung für die Umwelt tatsächlich besser ist.

 

Buchrezension des Buches „Grüne Lügen“ von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek durch Eva Laspas

 

„Unsere Umweltproblematik ist hausgemacht und das Bemühen sie einzudämmen eine große Lüge – genannt Energiewende.“

Herzlich willkommen zu einem Artikel über den Schutz der Natur, und zwar richtiger Schutz und nicht nur, um Kapital aus den Bemühungen zu schlagen und dabei das Gegenteil zu bewirken. Im Buch „Grüne Lügen“ des Pioniers der Ressourcenwende und Erfinder des Faktor 10 Konzeptes Prof. Friedrich Schmidt-Bleek lesen wir: „In der Erzeugung und im Gebrauch unserer Produkte steckt eine Überdosis an der Ressource „Natur“, die in ihrer ursprünglichen Form von uns nicht wiederhergestellt werden kann. Hinter den Produkten stehen Akteure, deren Verhalten Umweltschäden verursachen. Das sind einerseits die Unternehmen, die Güter produzieren, und andererseits die Verbraucher, die sie nutzen. Die Natur dient der Wirtschaft als Vorratskammer für Ressourcen und als Abfalleimer. Dadurch destabilisiert sie die Ökosphäre und zerstört unsere Lebensgrundlage.“

Wir wissen um unsere Umweltprobleme bescheid. Da ist die Überfischung der Meere, Sand-, saubere Luft- und Wasserknappheit, Plastikabfälle in den Meeren und dergleichen mehr. Diese Probleme gefährden unser Leben, und zwar von jedem von uns auf der ganzen Welt. Und was macht die Umweltpolitik dagegen?

Sie nennen es „Klimawandel“ – verursacht von den CO2-Emissionen. Vergeblich sucht man nach anderen Ursachen in den Gesprächen der Politiker aller Länder. Natürlich ist der Klimawandel ein ebenso großes Umweltproblem, aber nicht das Einzige! Natürlich müssen wir auch etwas dagegen unternehmen, aber nicht nur dagegen! Die Energiewende als Erfolgsmodell anzusehen ist gefährlich, da sie ja nicht einmal den Klimawandel aufhalten kann. Bekannterweise werden Probleme ja nicht kleiner, wenn man sie ignoriert. Und die Bevölkerung wird unwissend gehalten und durch die Co2-Maßnahme beruhigt. „Wir machen ja eh schon etwas…“ Aber wussten Sie zum Beispiel, dass es eine Sandknappheit gibt? Ich nicht.

„Anstatt also dem unnötigen verschwenderischen Verbrauch von Ressourcen Einhalt zu gebieten, setzt unsere Regierung (Deutschland) weiterhin auf die Energiewende und verkauft sie uns als zukunftweisendes Projekt. Damit belügt sie uns, und damit belügen wir uns als Gesellschaft selbst, solange wir keinen Widerstand leisten.“, so Prof. Schmidt-Bleek. (Der österreichische Strommix ist viermal geringer in seiner Ressourcenintensität als der deutsch! Das freut uns natürlich sehr…)

 

Die Lösung

Aber nur kritisieren alleine ändert das Problem auch nicht, also durchdachte Prof. Schmidt-Bleek schon bereits in den 1980er-Jahren den Umweltschutz völlig neu. Ausgehend von dieser Überlegung entwickelte er in der Folgezeit das Konzept der Ressourcenwende. Es beruht im Kern auf den Forderungen, unsere Wirtschaft materiell ungefähr um den Faktor 10 zu verschlanken. Und das bedeutet, in möglichst naher Zukunft dafür zu sorgen, dass wir weltweit mit einem zehnfach verringerten Ressourceneinsatz denselben oder noch mehr Wohlstand erzeugen.

 

Faktor 10

Seine Überlegungen gingen schon damals davon aus, dass wir zwei mal mehr Ressourcen (und zwar nicht nachhaltig erneuerbaren!) verbrauchen als einer stabilen Ökosphäre guttut. Zusätzlich verbrauchen 20% aller Menschen 80% aller Ressourcen und voraussehbar war damals, dass die Weltbevölkerung wahrscheinlich um ca. 20% wachsen werde. Daraus ergab sich der Faktor 2 mal 5, also Faktor 10 als langfristig durchschnittliches Verschlankungsziel für die westlichen Wirtschaften, vorausgesetzt, den ärmeren Ländern sollte – im Rahmen der begrenzten Ressourcen der Erde – ausreichend Umweltraum für ihre Entwicklung zur Verfügung stehen. Das Konzept wurde belächelt und doch verifizierte es sich in den vergangenen 20 Jahren.

„Dort wo ich statt 10 Tonnen Sand nur eine Tonne abbaue, brauche ich auch zehnmal weniger Schiffe, Bagger, Kräne und Lastwagen und damit wieder weniger Ressourcen und technische Energie für deren Herstellung. Am Ende wirkt sich deshalb jede Ressourcensparmaßnahme auf eine ganze Kette weiterer Ressourcen aus, und mit der Einsparung von Energie wird nahezu zwangsläufig auch der CO2-Ausstoß verhindert.“, erklärt Prof. Schmidt-Bleek sein Modell.

 

Gefährdet die Ressourcenwende Arbeitsplätze?

Wenn man nun obiges Beispiel mit dem Sandabbau logisch überdenkt, dann entsteht als erster Gedanke der, dass damit natürlich nicht nur die Ressourcen gespart werden, sondern auch die Arbeitsplätze. Es scheint ja auch im Moment die große Lösung für die Arbeitsmarktprobleme der Regierungen – wir müssen die Wirtschaft wieder ankurbeln, die Menschen müssen wieder mehr kaufen, damit wir Arbeitsplätze sichern. Doch das erweist sich als unwahr.

Ob und wie sich dieser Wandel auf die Arbeitsplätze auswirkt, kann man natürlich nicht mit Sicherheit sagen. Doch gibt es Erfahrungswerte, aus denen sich bestimmte Vorhersagen ableiten lassen.

Klar ist, dass die Arbeitsplätze im Bereich der Herstellung der Produkte zurückgehen werden, wenn wir weniger erzeugen. Doch die ressourcensparenderen neuen Produkte müssen auch langlebiger werden und brauchen daher auch wieder Pflege- und Instandhaltungsarbeiten. Hier liegen also große Potenziale für neue Arbeitsplätze. An einem Beispiel das uns Prof. Schmidt-Bleek im Buch beschreibt, erhöht sich der Bedarf an Arbeitszeit, die rund um ein langlebiges ressourcensparend erzeugtes Auto entsteht, um das mehr als 3-Fache!! Und er macht sich auch sogleich an eine Liste von Arbeitsbereichen, in denen Arbeitskräftebedarf entstehen wird. Alles verändert sich, doch letztendlich sieht man, dass wir nach so einer Ressourcenwende besser dastehen als zuvor.

Letztendlich liegt es wiederum an uns Bürgern – wir sind diejenigen die durch ihren Widerstand Veränderungen bewirken können. Das Modell ist da, worauf warten wir noch?

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Grüne Lügen: Nichts für die Umwelt, alles fürs Geschäft – wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten
v. Prof. Friedrich Schmidt-Bleek
ISBN 978-3-453-28057-1
Verlag Ludwig

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