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Ayurveda veränderte mein Leben – Was ist Ayurveda?

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil - Ojas-Vitality - Ölguss

Autorin: Shyney Vallomtharayil, www.ojas-vitality.com

Ayurveda wurde durch zahlreiche Kochbücher bekannt.

Auch werden Wellness-Kuren angeboten.

Quer durch Europa, in Indien und Sri Lanka.

Doch Ayurveda ist eine Komplementärmedizin, die weit mehr zu bieten hat.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen etwas mehr über diese Medizin erzählen. Es ist meine Leidenschaft, seit dem mir im Alter von 3 Jahren die Diagnose „Neurodermitis“ diagnostiziert wurde.

Ayurveda veränderte mein Leben

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil

Als Kind des Ruhrpotts bin ich 1979 in Deutschland geboren und aufgewachsen, meine Wurzeln liegen jedoch in Kerala, Süd-Indien.

Nachdem ich einen Großteil meines Lebens in Kliniken und Wartezimmern verbracht, neue Therapien ausprobiert, diverse Diäten mitgemacht und einen Haufen Medikamente genommen hatte, wurde die Neurodermitis nicht besser, sondern schlechter.

Verwandte rieten uns, mich in Indien mit Ayurveda behandeln zu lassen.

Diese Behandlungen waren völlig anders. Teilweise behandelten die Ärzte gar nicht meine Haut, sondern meinen Darm und meine Augen! Aber nach sehr kurzer Zeit habe ich Verbesserung gespürt und gesehen. Heute bin ich nahezu 100 % symptomfrei und führe ein Leben voller Freiheit, Liebe, Leichtigkeit und Dankbarkeit.

Möchten Sie mehr von meiner Geschichte lesen? Im Blogbeitrag „Gott sei Dank, ich war krank“ habe ich die ganze Geschichte geschrieben.

Was ist eigentlich Ayurveda?

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil - Ojas-Vitality - Anwendungen

Ayurveda ist ein von der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit anerkanntes Medizinsystem.

Erste Schriften darüber gibt es seit über 5.000 Jahren.

Als eine der ältesten Medizinsysteme der Welt wird Ayurveda oftmals als „die Mutter der Medizin“ bezeichnet. 

Als traditionelles, indisches System ist dieses Medizinsystem ganzheitlich aufgebaut und arbeitet auf verschiedenen Ebenen. Es werden sowohl Körper als auch Psyche, aber auch alle Faktoren des täglichen Lebens mit einbezogen.

Ayurveda ist eine Lebensphilosophie

Dies wird schon in der Bedeutung des Namens deutlich: Das Wort Ayurveda stammt aus der altindischen Sprache Sanskrit und bedeutet „Ayu“ = Leben und „Veda“ = Wissen.

Also: Das Wissen vom langen, gesunden und glücklichen Leben.

Der Schwerpunkt liegt einerseits darin, gar nicht erst krank zu werden.

Andererseits natürlich in der Behandlung von (chronischen) Erkrankungen.

Ayurveda stellt keine Alternative zur Schulmedizin dar!

Sie ist als Komplementärmedizin zu betrachten.

Denn was der Gesundheit nutzt, das sollten wir stärken. Was ihr schadet, das sollten wir vermindern, eventuell sogar eliminieren bzw. uns davor bewahren.

Lesen Sie mehr über „Was ist eigentlich Ayurveda“ in meinem Blog.

Hören Sie lieber Podcast? Dann sind Sie hier richtig.

Balance und Harmonie auf allen Ebenen

Ayurveda betrachtet den ganzen Menschen.

Bei der Diagnose werden alle Faktoren betrachtet:

  • Körperstrukturen und –erkrankungen
  • Emotionen,
  • Lifestyle,
  • Stressfaktoren,
  • Umfeld und
  • Klimazone, in der er lebt etc.

Sowohl die Behandlungen als auch die Maßnahmen zur Vorsorge zielen darauf ab, auf all diesen Ebenen Balance und Harmonie herzustellen bzw. zu erhalten und zu stärken.

Denn Krankheit ist eine Störung dieser Balance.

Sie sehen schon, Ayurveda ist weitaus mehr als nur „kochen“ oder „Wellness“.

Doshas - Lebensenergien

Die ayurvedische Medizin basiert auf den drei Lebensenergien (Tridoshas): Vatha, Pitta und Kapha.

Befinden sich diese in Harmonie, so herrscht Gesundheit.

Gerät eines oder mehrere in Inbalance, so entsteht Krankheit.

In jedem Menschen herrschen natürlich Vatha, Pitta und Kapha vor.

Jedoch agieren mitunter ein oder zwei dieser Doshas dominanter.

Dies drückt sich in Prikrithi, dem Konstitutionstypen aus.

Diese Einteilung erfolgt bereits im gesunden Zustand.

Der Konstitutionstyp bestimmt die Natur eines Menschen und findet seinen Ausdruck in

  • Körperstrukturen und –erkrankungen
  • Symptome,
  • Verdauungskraft.

Reine Vatha-, Pitta-, Kapha-Typen finden sich nur ca. 20 % der Bevölkerung.

Ca. 80 % der Menschen zeigen Mischformen. Zum Beispiel Vatha-Pitta oder Kapha-Vatha und weitere.

Zur Verfeinerung des Systems werden diesen Typen zusätzlich noch Untertypen zugeordnet.

Entstehen Symptome und Erkrankungen (Vrikrithi), dann teilt Ayurveda diese - ähnlich wie bei dem Konstitutionstypen - in Vatha, Pitta, Kapha oder Mischtyp ein.

Hören Sie lieber Podcast? Dann sind hören Sie hier, was es mit Tridosha, dem „Vatha“, „Pitta“ und „Kapha“ auf sich hat .

Ayurveda – ein komplexes System

Sie erkennen jetzt sicher, dass Ayurveda ein komplexes System ist.

Daher dauert die Ausbildung viele Jahre.

Mehr über das Thema Ausbildung habe ich in meinem Blogbeitrag „Was ist eigentlich Ayurveda“ geschrieben.

Und natürlich kann so eine Ausbildung weit mehr als so mancher Fragebogen aus einem Kochbuch oder einer Ernährungsberatung, der den Konstitutionstypen bestimmen mag.

Ayurveda teilt also den Menschen in Typen und seine Symptome. Doch das ist noch nicht alles.

Mit Tridosha, also Vatha, Pitta und Kapha, werden auch alle anderen Aspekte wie Lebensphase, Tageszeiten, Klimazonen, etc. eingeteilt.

So kann es durchaus vorkommen, dass ein Patient eine Vatha-Pitta Konstitution hat, an einer Pitta-Kapha Störung leidet und sich in der Vatha-Lebensphase befindet.

Ayurveda-Behandlungen

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil - Ojas-Vitality - Kräuter

Sind nun nach der Diagnose alle Informationen aus allen Lebensbereichen (Konstitutionstyp, Erkrankung, Lebensphase und weitere) zusammengetragen worden, wird die Behandlung individuell zusammengestellt.

Dadurch ergibt sich das ganzheitliche Behandlungskonzept:

  • Ernährung,
  • Behandlungen,
  • Kräuter,
  • Öle,
  • Yoga-Übungen etc.

Beispiel 1: Öl-Massage und Stirnguss

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil - Ojas-Vitality - Ölguss

Vor allem durch den Wellness-Bereich wurden die Öl-Massagen und Stirnölgüsse sehr bekannt.

Was nur wenige wissen, ist, dass das Öl, das in den Ayurveda-Behandlungen Anwendung findet, nur ein Träger unter vielen ist.

Das richtige Öl:

Leider wird im Wellness-Bereich oftmals für jeden Kunden reines Sesamöl, bzw. wird aus Gewinnmaximierungsgründen neuerdings lediglich Sonnenblumenöl verwendet. 

Reines Sesamöl eignet sich für bestimmte Rituale der täglichen Reinigung, jedoch nicht für jeden für komplette Behandlungen. (Auch wenn gerade dies im Wellness-Bereich oft fälschlicherweise propagiert wird.)

Allerdings ist das eindeutig keine Ayurveda-Öl-Behandlung!

Denn in jedem Ayurveda-Öl (z.B. Sesam, Kokos ...) werden 30-80 verschiedene Heilpflanzen in traditioneller und aufwendiger Weise inkludiert.

Die Zusammenstellung dieser Heilpflanzen erfolgt auf Basis der Diagnose wie oben beschrieben.  Das bedeutet, dass jeder Kunde oder Patient das für ihn geeignete Öl oder eine Kombination verschiedener Öle individuell ausgesucht bekommt.

Möchten Sie mehr über Öl-Anwendungen erfahren? Lesen Sie meinen Blogartikel: Ayurveda = Massagen mit warmen Ölen!?

Beispiel 2: Reinigung pur: Pancha-Karma Kuren

Als komplettes Programm bieten sich sogenannte „Pancha-Karma Kuren“ an.

Die Bedeutung Pancha-Karma“ stammt wiederum aus Sanskrit.

Pancha bedeutet fünf, Karma bedeutet in diesem Zusammenhang „Reinigungsbehandlung“.

Die fünf möglichen Reinigungsbehandlungen sind:

  • Einläufe (Öl und Kräuterdekokt),
  • Abführen,
  • Aderlass,
  • Nasenbehandlung und
  • medizinisches Erbrechen.

Nach eingehender Konsultation, Anamnese und Klärung von Konstitutionstyp und Störung werden verschiedene Behandlungen wie Massagen, Schwitzbehandlungen oder (Öl)güsse angewendet.

Parallel dazu wird eine abgestimmte Ernährung, evtl. Yoga-Übungen u.v.m. durchgeführt. Schließlich eine oder mehrere der o.g. Reinigungsbehandlungen.

Alles wird individuell auf den einzelnen Menschen abgestimmt.

Ernährungskonzept

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil - Ojas-Vitality - Ernärhrung

Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle bei Ayurveda.

Sie ist nicht nur Bestandteil des daily lifes, sondern sie trägt dazu bei,

  • die Gesundheit zu erhalten,
  • nicht zu erkranken und
  • bildet gezielt einen Teil der Therapie zur Behandlung von Krankheiten.

Natürlich ist wichtig, was gegessen und getrunken wird.

Doch in der Ayurvedamedizin geht es um weit mehr: 

Auch die

  • Art der Zubereitung,
  • Uhrzeiten, in denen gespeist wird,
  • Mengen,
  • Ambiente und
  • Lebensmittelkombinationen

sind entscheidend.

Jeder Konstitutionstyp hat eine bestimmte Ernährung, die ihm gut tut und seine Gesundheit unterstützt.

Bei Erkrankung etc. wird individuell festgelegt, wie die Ernährung gestaltet werden soll, damit der Zustand der Gesundheit wieder eintritt.

Sie sehen, es macht Sinn, Ayurveda nicht erst im Krankheitsfall anzuwenden, sondern bereits im gesunden Zustand, um Ihre Gesundheit zu erhalten.

Allgemeine Ernährungempfehlungen

  • In guten Mengen essen (nicht zu viel, nicht zu wenig)
  • Zu den geeigneten Uhrzeiten essen
  • Mindestens 4 Stunden zwischen den Mahlzeiten pausieren
  • In jeder Mahlzeit sollten alle sechs Geschmacksrichtungen vertreten sein: süß, sauer, bitter, salzig, scharf, astringent. Die Intensität der einzelnen Geschmacksrichtungen ist individuell verschieden.
Bestimmte Kombinationen von Lebensmitteln sind zu vermeiden:
  • Fisch und Fleisch in einer Mahlzeit;
  • Fisch oder Fleisch mit Milchprodukten (z.B.: Käse überbacken, Sahnesauce);
  • Milchprodukte mit Zitrusfrucht (z.B.: Joghurt mit Mandarine) denn ansonsten werden Giftstoffe und Schlacken (Ama) produziert, was wiederum Inbalancen auslöst.

Kontakt

Ayurveda von Shyney Vallomtharayil
Shyney Vallomtharayil
Ojas-Vitality
www.ojas-vitality.com
Facebook: @ojasvitalitycom

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