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Weibliche Brüste – im Spannungsfeld von Nahrungsquelle und Lustobjekt

Weibliche Büste – im Spannungsfeld von Nahrung und Lust

Der weiblichen Brust schreibt man symbolischen sowie funktionellen Wert zu.

Wenn sich über den funktionellen Wert alle einig sind, so gibt und gab es über die Jahrhunderte unendlich viele Theorien bezüglich ihres symbolischen Wertes.

  • Warum haben wir Frauen Brüste? 
  • Welche energetische Bedeutung haben sie?
  • Und welch teils haarsträubenden Geschichten ranken sich über die weibliche Brust? 

Antworten zu diesen Fragen sowie auch die funktionelle Seite der weiblichen Brust betreffend können Sie in diesem Artikel lesen.

Brüste als Symbol

Brüste sind das Symbol für Geben und Nehmen schlechthin. Sie sind der Ausdruck der Natur für Nahrung und Überfluss, das Nähren per se.

Hier geht es um das „Sich bemuttern“, das „Sich nähren“, das in unserer Kultur leider dahingegen verzerrt wird, als dass frau nur andere bemuttert, sich selbst jedoch dabei vergisst. Frau gibt und gibt, bis sie leer ist. Dr. med. Christine Northrup, Gynäkologin und Autorin des Buches „Frauenkörper, Frauenwissen“ schreibt:

Buchtipp: 

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Dr. med. Christiane Northrup

„Würden Männer und Frauen bei uns mit nacktem Oberkörper herumlaufen, könnte man sehen, dass die häufigsten Narben bei Frauen durch Brustamputationen und bei Männern durch Bypassoperationen entstehen – weil Frauen lernen müssen, sich selbst zu nähren und Männer, ihr Herz zu öffnen.

Wie die weibliche Brust aufgebaut ist, wie und welche biologische Funktion sie ausführt möchte ich in diesem Artikel nicht beschreiben, dazu gibt es genügend Literatur.

Viel interessanter und unbekannter erscheinen mir andere Aspekte.

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Warum haben Menschenfrauen Brüste?

„Wenige Themen sind Gegenstand eines breiteren Spektrums von Spekulationen gewesen, die sich auf weniger Fakten stützen, als der evolutionäre Ursprung und physiologische Zweck der weiblichen Brust.“, schreibt Biologin Caroline Pond (Quelle „“Frau“ von Natalie Angier).

Meinungen darüber gehen also auseinander.

Entstand die weibliche Brust aus purem Zufall? 

Denn immerhin sagt sie nichts oder nur wenig über Gesundheit, Wert oder Gebärfreudigkeit ihrer Trägerin aus.

Die Brüste einer Menschenfrau schwellen genauso an wenn sie säugt, wie bei jeder anderen Primatin. Sobald das Kleine entwöhnt ist, wird die Brust wieder flach. 

Natalie Angier, Journalistin und Autorin des Buches „Frau“ lässt uns an ihren Überlegungen teilhaben: „Als Gewebearten mit nur wenig zellulären Pflichten oder funktionellen Einschränkungen können es sich Fett und Bindegewebe leisten, sich den Launen der Mode und den Erfordernissen sensorischer Ausnutzung zu fügen. 

Sie können beliebig wachsen, strotzen und gedeihen, ohne ihre Trägerin allzu viel Beschwerden zu bereiten – wenigstens bis zu einem gewissen Grad.“

Indien: Göttin mit nackter Brust

Nahrungsquelle kontra sexuelle Objekte

Sind Brüste der Menschenfrau eine reine Modeerscheinung unseres Kulturkreises?

Vielleicht. Denn bei uns geht die Bedeutung der Brust weit über die der „Nährquelle“ hinaus.

Natalie Angier dazu: „Wir lieben sie so sehr, dass uns der Anblick einer stillenden Frau ein ganz unbehagliches Gefühl bereiten kann.

Dabei ist es nicht die öffentliche Zurschaustellung der nackten Brust, was uns verlegen macht, denn tiefe Dekolletees ziehen uns im Gegenteil an und laden uns zum Hinstarren ein.

Ebenso wenig ist es die Erinnerung an unsere tierische Natur, denn wir können in der Öffentlichkeit alles Mögliche essen und ein Baby füttern – ja ihm eine Nuckelflasche Milch an den Mund halten -, ohne dass diese Darbietung animalischer Bedürfnisbefriedigung im (zumindest normal veranlagten) Betrachter das geringste Unbehagen hervorrufen würde.

Es ist viel mehr das Zusammenfallen des Ästhetischen mit dem Funktionellen, was uns so stört und verunsichert.

Die mütterliche und die ästhetische Brust

Brüste als Nahrungsquelle

Die mütterliche Brust lädt uns zum stillen Verweilen ein. Die ästhetische Brust erregt uns, packt und bei den Jackenaufschlägen - und genau aus diesem Grund und zu diesem Zweck wird sie auf Plakaten und Titelblättern und wohin wir auch schauen eingesetzt.

In anderen Kulturen wird die weibliche Brust weit weniger sexualisiert. Da ist nichts Aufregendes dabei, da bewegen sich Frauen mit nacktem Oberkörper im Busch, da sind die Brüste Nahrungsquellen.

Die Kunsthistorikerin Emily Martin, Verfasserin von „Flexible Bodies“ dazu: „Meine Beobachtungen haben eindeutig gezeigt, dass die Brust in China weit weniger sexualisiert ist als in der amerikanischen Kultur. In vielen Dörfern sitzen die Frauen mit entblößter Brust in der Sonne, die älteren Frauen waschen mit entblößter Brust Wäsche, und nichts davon wird in irgendeiner Weise als erotisch anregend betrachtet.“

Die Fixiertheit auf die weibliche Brust variiert von Land zu Land und Epoche zu Epoche, zeigt dabei eine gewisse Kontinuität und ist keineswegs nur auf Männer oder rein sexuelle Zusammenhänge beschränkt.

Ausflug in die Geschichte

Die Kunstobjekte alter Kulturen wie z.B. Indien, Kreta oder Tibet zeigen Frauen mit himmlischen Brüsten, rund und fest, die sich in natura niemals finden lassen.

Andere Kulturen, anderer Umgang mit der weiblichen Brust

In anderen Kulturen strahlt eine vielbrüstige Göttin unvorstellbare Kraft aus. Die Amazonen, diese mystischen Kriegerinnen, haben sich angeblich die eine Brust abgeschnitten, damit sie den Bogen ungehindert spannen konnten, um sich dadurch die Männer besser vom Leib halten zu können.

Sie symbolisierten die Vereinigung von fürsorglicher Weiblichkeit und aggressiver Männlichkeit in einer Person.

Der Busen als Besitz

In Rembrandts Gemälde „Die Judenbraut“ wird die Brust als Zeichen von Besitz dargestellt. Der sehr viel ältere Bräutigam legt besitzergreifend seine Hand auf den Busen der Braut, die sich das – mehr oder weniger freiwillig, das geht nicht klar hervor – gefallen lässt.

Kaum waren die Frauen im 14. Jahrhundert der formlosen Zeltkleider entronnen, brachte sie ihren Busen zu Geltung. Sie zwängten ihre Brüste zusammen und nach oben. Im 16. Jahrhundert waren wiederum winzige Brüste modern.

Die Brüste im 17. Jahrhundert

Im 17. Jahrhundert werden den zur Hexerei verurteilten Frauen die Brüste abgehackt, ehe man deren Besitzerinnen verbrannte, manchmal auch nachdem man die abgeschnittenen Brüste den Kindern oder der Frau selbst in den Mund gestopft hatte.

Energetische Bedeutung der Brust

Die Brust liegt im Bereich des vierten Chakras, nahe dem Herzen.

Sie ist das Zentrum, in dem unsere Emotionen gespeichert werden. Das „gebrochene Herz“ oder Reue, Schuldgefühle wegen Unfähigkeit, sich oder anderen zu verzeihen, blockieren den Energiefluss der Brüste.

Schon im 19. Jahrhundert stellte man den Zusammenhang zwischen Einsamkeit, Sorgen und Wut und Brustkrebs fest.

Es gibt Studien, die zeigen, dass Frauen mit Brustkrebs sich häufiger nach außen hin als nette oder gute Menschen darstellen und ihre Gefühle, vor allem aber die Wut, unterdrücken oder „in sich hineinfressen“, als eine Kontrollgruppe.

Gynäkologin Dr. med. Christine Northrup dazu: „Bedenkt man, dass unsere Gesellschaft dazu neigt, Frauen und ihre Wut zu unterdrücken, zu ignorieren und zu entwerten, dann wird schnell klar, warum so viele Frauen Probleme mit der Brust haben.“

Die wichtigsten Gefühle hinter Knoten und Krebs in der Brust sind

  • Verletzung, 
  • Kummer und
  • unbearbeitete emotionale Probleme im nährenden Bereich. 

Gelegentlich halten Brustschmerzen solange an, bis eine tiefere gesellschaftliche Verletzung angesprochen und ausgeheilt wird. Manchmal heilt der Körper schon, wenn die Frau seine Botschaft zulassen und annehmen kann.

Alle Indizien führen zurück zu dem Bereich der Selbstständigkeit und Selbsterhaltung. Des „Sich bemutterns“, des „Sich nährens“. Hier schließt sich also der Kreis.

Maya-Göttin: Brüste als Fruchtbarkeitssymbol

 „Wenn Brüste etwas Wesentliches zu sagen hätten, wären sie weniger variabel und launisch, als sie sind. Dann verhielten sie sich wie brave Milchdrüsen: einen Teelöffel voll pro Brust pro Frau und basta. Wenn Brüste reden könnten, würden sie wahrscheinlich Witze erzählen – nichts als Witze den lieben langen Tag.“, schreibt Natalie Angier zum Abschluss des Kapitels und ich möchte mich dem anschließen.

Brüste aus taoistischer Sicht

Maitreyi Piontek schreibt über die Bürste in ihrem Buch „Das Tao der Frau“:

„Diese bei weiblichen Säugetieren und Frauen einmalige Fähigkeit, Milch zu produzieren, hat die Taoisten sehr fasziniert. Sie sehen es als selbstverständlich an, dass dieses Potential, das in den Brüsten schlummert, sich in körperlichen Problemen manifestiert, falls sie ungenutzt bliebe.

Wenn die enorme Energie, die im Busen sitzt (egal ob er groß oder klein ist), nicht fließt, kommt es zu einem Energiestau. Überprüfen Sie einmal Ihre Beziehung zu Ihren Brüsten.

Wie oft fassen Sie Ihre Brüste an?

Viele Frauen haben nur durch Männer einen speziellen Bezug zu ihren Brüsten. Eine Frau, die bei mit in die Beratung war, erzählte mit: „Weißt du, immer wenn er mir an den Busen fasst, ist der nächste Schritt sofort ins Bett.“

Durch den Busen fühlen sich Frauen oft zum Lustobjekt degradiert. Immer wieder beklagen sich Frauen mit einer eher großen Oberweite, dass Männer meist mehr an ihrem Busen als an ihrer Person interessiert seien.

Anleitung: Tägliche Brustmassage

Folgende Brustmassage hat den Zweck, die Brüste energetisch aufzuladen (und damit zum Beispiel auch Brustkrebs vorzubeugen) und das gesamte Drüsensystem zu beleben. Sie gehört ins tägliche Übungsprogramm der Frau:

  • Sie nehmen ein gutes Massageöl aus reinen natürlichen Substanzen, das Ihnen angenehm ist, und massieren die Brüste kreisförmig.
  • Sie massieren „nach außen und oben“, also vom Bauchnabel hoch zum Kopf und von der Brustmitte zu den Schultern.
  • Machen Sie das, bis Sie ein tieferes Gefühl für Ihre Brüste bekommen und eine Belebung bemerken.
  • Dann kehren Sie die Massagerichtung um.
  • Probieren Sie aus, welche Druckstärke für Sie gut ist – etwas stärker, um die Brüste zu beleben und zu energetisieren, oder ganz sanft -, und lassen Sie sich auf die unterschiedlichen Wirkungen ein. Massieren Sie Ihre Brüste, bis Sie eine Reaktion im Körper wahrnehmen.
  • Zum Abschluss der Übung streichen Sie die entstandene Wärme nach unten in den Bauch und sammeln und verdichten diese Energie in Ihrer Mitte.

Buchtipp: 

Das Tao der Frau
Maitreyi D. Piontek

Gynäkologie macht gesunde Frauen krank

So der provokative Beginn des Buches "Goldgrube Gynäkologie".

„Das Drama um die gefährliche Wechseljahr-Therapie ist dabei nur ein Aspekt. Denn in allen Bereichen der Gynäkologie wimmelt es von herbeigeredeten und erfundenen Krankheiten.

Völlig natürliche Erscheinungen werden zu Krankheiten stilisiert, bei denen – dank der Pharmaindustrie – nur eine kostspielige und möglichst langwierige Behandlung ‚hilft’.

Dass die Betroffenen dabei ihre Gesundheit aufs Spiel setzen oder gar ihr Leben, wird in Kauf genommen...“

Die Autorin Sylvia Schneider ist Ernährungs- und Kommunikationswissenschaftlerin, renommierte Autorin und Mitbegründerin vom ‚Arbeitskreis Frauengesundheit in Gynäkologie, Psychologie und Gesellschaft’:

„...Die Amerikanische Ärztevereinigung gab ihre Befürwortung alljährlicher Vorsorgeuntersuchungen längst auf. Die amerikanische Krebsgesellschaft änderte ebenfalls ihre Haltung in Bezug auf routinemäßige Röntgenuntersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs... Auch in der Schweiz wurde das Massenscreening ausgesetzt und derzeit auf seinen Sinn getestet... Das amerikanische Medizinblatt ‚Lancet’ erteilt der Mammografie längst eine Absage: ‚Der Erfolg ist marginal. Der Schaden beträchtlich, die Kosten enorm.’...

Brustkrebs ist für die meisten Frauen ein Angstthema

Auch die Befürworter der Mammografie müssen einräumen, dass selbst bei einer optimalen Früherkennung 100 von 1000 Frauen unnötig in Angst versetzt werden und erst bei weiteren Untersuchungen Entwarnung gegeben werden kann. Nur bei 4 von 1000 wird tatsächlich ein Tumor entdeckt.

Die amerikanische Onkologin Leslie Laufmann meinte dazu: "Das Problem der Mammografie besteht darin, dass sie in der Regel solche Tumore findet, die für die Frauen das geringst Risiko bedeuten. Diese Krebse wachsen langsam und tendieren kaum dazu, Metastasen zu bilden. Dafür übersieht die Mammografie häufig schnell wachsende Wucherungen, die bereits in einem sehr sehr frühen Stadium Töchtergeschwüre streuen. So schnell wie diese gefährlichen Tumore wachsen, so oft kann eine Frau gar nicht zur Mammografie gehen. Es ist wiederholt vorgekommen, dass Frauen nur kurze Zeit nach einer befundlosen Mammografie einen aggressiven Krebs entwickelten..."

Basismammografie ist sinnlos

"Die empfohlene Basisuntersuchung im Alter von 35 und 40  ist obsolet.", so Sylvia Schneider in ihrem Buch.

Zum einen befindet sich die Brust in dieser Lebenszeit gewissermaßen in ihren ‚besten Jahren’. Sie verändert sich ständig, sodass eine Mammografie nur ein Bild des jeweiligen Zustandes bieten kann, jedoch keine Vergleichsmöglichkeit

Zum Anderen haben Studien des Bundesministeriums für Strahlenschutz ergeben, dass die vorsorgliche Mammografie nicht nur ungeeignet, sondern auch schädlich sein kann. Bereits niedrige Dosen von Röntgenstrahlen können das empfindliche Brustgewebe junger Frauen schädigen.

Mammografiestrahlen sind überdies sechs Mal schädlicher als angenommen – so die Ergebnisse der Abteilung für Strahlenbiologie der Universität Göttingen.

Das ist umso schändlicher, als hier einmal mehr mit der Angst der Frauen Schindluder getrieben wird.

Viele Frauen empfinden durch dieses öffentliche Gezerre ihr Körperempfinden gestört. Ihre Brust wird für sie zur tickenden Zeitbombe.

Eine Nebenwirkung der Panikmache, die nicht zu unterschätzen ist: Die dadurch geschürte Krebsangst sowie die Entfremdung vom eigenen Körper beeinträchtigt die Lebensqualität und können zu gesundheitlichen Störungen führen.

Da sich die Brust ganz normal in einem ständigen Wandel befindet, fühlen sich manche Frauen in einem Zustand permanenter Lebensangst.

Wie Sie das halten, sei Ihnen überlassen.

Buchtipps

Frauenkörper, Frauenweisheiten
Dr. med. Christiane Northrup
Verlag Zabert Sandmann
ISBN 3932023226

Frau - Eine intime Geografie des weiblichen Körpers
Natalie Angier
Verlag C. Bertelsmann
ISBN 3570003817

Das Tao der Frau
Maitreyi D. Piontek
Verlag Heyne
ISBN 345316251x

Goldgrube Gynäkologie - Das große Geschäft mit der Angst der Frauen
Sylvia Schneider
Verlag Ueberreuter
ISBN 3-8000-7020-0

Weibliche Brüste aus taoistischer Sicht
Energetische Bedeutung der weiblichen Brust
Weibliche Brüste – im Spannungsfeld von Nahrungsquelle und Lustobjekt

Bilderverzeichnis

  • Indien: Göttin mit nackter Brust: Piyaphen | pixabay
  • Brüste als Nahrungsquelle: AdinaVoicu | pixabay
  • Andere Kulturen, anderer Umgang mit der weiblichen Brust: aldo-gallo | pixabay
  • Maya-Göttin: Brüste als Fruchtbarkeitssymbol: RJOE
  • Weibliche Büste – im Spannungsfeld von Nahrung und Lust: Brida-staright | pixabay

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