Beziehungstipps

Leben ohne Rezept

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Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Heinz Marecek durch Eva Laspas

 

Gibt es so etwas ähnliches wie ein allgemeingültiges Patentrezept für das Glücklich sein? Gibt es ein Rezept, wie es gelingt in jedem Moment im Leben Glück zu empfinden?

 

Heinz und Christine Marecek: „Wir glauben nicht an Rezepte – jedenfalls nicht fürs Leben. Und wir sind überzeugt, dass viele Konflikte nur daher kommen, dass Menschen glauben, solche zu haben, und mit diesen anderen Menschen mit Gewalt glücklich machen wollen. Ein Phänomen, den wir tagtäglich mit Schaudern begegnen.“

Rezepte kann man tatsächlich nur von Dingen herstellen, die man kennt. Sie entstehen durch oftmaliges Ausprobieren und häufigen Verbesserungen. Doch wir leben alle zum ersten Mal. Wir haben noch kein anderes Leben ausprobiert. Alles was passiert, passiert zum ersten Mal – also wie könnte man für das Leben ein Rezept haben?

 

Das Buch

Das Schauspielerehepaar Heinz und Christine Marecek erzählen in diesem Buch über ihren Versuche mit dem Leben, ganz ohne Rezept, aber dafür mit einer großen Portion von Humor, kritischem Beobachten, viel Liebe und ständigen Verbesserungsversuchen zu begegnen. Christine und Heinz Marecek sind seit 1985 verheiratet und leben heute auf Ibiza in dem Haus, dass Christines Eltern 1971 als Familiensitz geschaffen haben.

Dabei erzählt Heinz von den fünf Helden seiner literarischen Reiseapotheke, die ihn sehr geprägt haben, von Freunden, von seinen Hobbys und von vielen kulinarischen Genüssen, die er im Laufe seines Lebens in unterschiedlichen Orten der Welt kennengelernt hat. Und von seinem Leben als Schauspieler.

Christine erzählt von ihrer Kindheit in Berlin und München, wie sie mit ihren Eltern Ibiza entdeckt hatte und wie sie dort mit Heinz einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden hatte. Beide verbindet eine lebenslange Liebe zu dieser Insel.

 


 

Lesebeispiel:

Heinz Marecek: „Ich habe als Kind sehr gerne gelesen – Bücher habe ich verschlungen. Alles, was man aufklappen konnte und mit bedruckten Seiten gefüllt war, wurde meine Beute. Dabei waren Bücher in meiner Familie keineswegs ein alltägliches Utensil. Ich kann mich an keine einzige Bücherwand bei meinen diversen Tanten und Onkel erinnern. Meine Großmutter blättert höchstens nach dem Mittagessen in der Zeitung, wobei ich die eine, die Mutter meines Vaters, in Verdacht habe, nur die Bilder geschaut zu haben. Ich glaube, dass sie weder richtig lesen noch schreiben konnte …

Die Schule hat uns alle auch kulinarisch geprägt. Ich konnte es nicht erwarten, die Kinder von verschiedensten Geburtstagspartys abzuholen, in der Hoffnung, dass es für die Eltern auch ein Imbiss mit exotischen Köstlichkeiten geben würde …

Es ist keineswegs so, dass zwischen meiner Frau und mir in allen Dingen harmonische Übereinstimmung herrscht. Keineswegs, es wird oft debattiert, auch heftig. Unser Alltag ist geprägt von einer hoch entwickelten Streitkultur. Aber es gibt Tabu-Zonen: Unsere Kinder und unsere Freunde.

Es gab nie prinzipielle Meinungsverschiedenheiten, was die Erziehung unserer Kinder betraf, und auch nie bei der Wahl unserer Freunde. Nach den Kindern sind Freunde der wichtigste Teil des Lebens. Für uns jedenfalls.“

 

Eierspeise mit wildem Spargel

Unsere Plätze für Pilze werden – auch unter Freunden – nicht verraten. Genauso verhält es sich mit den Fundstellen von wildem Spargel auf Ibiza. Er wächst von Ende Februar bis Ende März, und niemand wird jetzt von mir erwarten, dass ich sage wo. Man kann diese Spargel natürlich genauso verwenden wie den grünen Spargel, den man bei uns kaufen kann. Wir lieben diese Speise besonders:

Zutaten

  • 20 Stangen wilden Spargel
  • zwei Eier
  • ein Esslöffel Butter
  • Salz

Zubereitung

Spargelspitzen abschneiden, in der Butter kurz anbraten, die Eier aufschlagen und darunter rühren. Nur ganz leicht fest werden lassen und mit grobem Salz würzen.

 

Buchtipp:

Leben ohne Rezept mit Christine
Heinz Marecek
Verlag Amalthea
ISBN 978-3-99050-008-8

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