Wenn zwei miteinander sprechen – Kommunikation

Kommunikation
Foto: Rolf van Melis, pixelio.de

 

Gelungene Kommunikation mit mir selbst und anderen

Von Eva Laspas

Lebe frei! Das Buch von Eva Laspas

Langeweile? Jeden Tag dasselbe? Du kommst scheinbar nicht voran? Alles passiert „immer nur dir“? Du fühlst dich gesteuert vom Leben? Und rastlos?

Dann brich jetzt zu

deiner Lebensreise auf.

Taschenbuch: € 16,06 - Kindle Edition - für ​EBook-Reader​: € 9,90

 

Richtig zu kommunizieren bedeutet, das der andere fühlt, was ich ausdrücken möchte.

Kann es für Sie auch wichtig sein, in Sachen Kommunikation noch ein bisschen mehr zu lernen? Dann sind Sie hier richtig.

 

Sprechen und Hören ist Befruchten und Empfangen.

Novalis (1772-1801), eigtl. Friedrich von Hardenberg, dt. Dichter

 

Doch diesmal möchte ich Sie auf einem etwas anderen Weg an dieses Thema heranführen – der Kommunikation mit mir selbst. Es ist vielleicht überhaupt der Anfang aller Kommunikation – die mit mir selbst.

Was meinen Sie?

 

Der innere Dialog

Meines Erachtens steht und fällt die gesamte Kommunikation im Außen mit der in meinem Inneren. Auf der Suche nach einer Verifizierung meines Gefühls, bin ich im Buch „Resilienz“ von Dr. med. Miriam Prieß auf das Kapitel des „inneren Dialoges“ gestoßen. Tatsächlich geht es auch bei ihr um den inneren Dialog als wichtigsten Punkt, wenn es um Kommunikation im Außen geht.

„Der innere Dialog ist Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Stärkung der eigenen Resilienz geht. Er ist nicht nur die Grundlage und Voraussetzung für ein authentisches Leben, sondern auch die Grundlage dafür, mit der Welt in den Dialog zu treten.“

Für viele Betroffene hört der innere Dialog leider dort auf, wo dieser eigentlich erst seinen Anfang nehmen sollte: bei der Interesse für sich selber. Der Grundstein für die Selbst-Interesse wird in den ersten Lebensjahren gelegt.

Dr. Prieß schreibt: „Das Gefühl, sich nicht mehr für sich selbst zu interessieren, nicht mehr wissen zu wollen, was einen bewegt, ist für viele Betroffene erst einmal erschreckend. Viele stehen sich selbst sprachlos gegenüber und haben das Gefühl, in einen dunklen Raum zu blicken. Verlorenes Interesse sich selbst gegenüber ist das unmissverständliche Zeichen, dass der Betroffene sich in den letzten Phasen des Dialogmodells, in inneren Rückzugs sich selbst gegenüber befindet. Der erste Schritt, um in den Dialog zu finden, heißt zu beginnen, sich aktiv für sich zu interessieren.“

 

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In dem Buch „Resilienz“ können Sie nun anhand einzelner Themen lesen, wie Sie wieder das Interesse an sich selbst zurückgewinnen können. Außerdem finden Sie am Ende des Buches einen 12-Punkte-Selbsttest zum Thema „Wie resilient bin ich?“

Ich empfehle das Buch „Resilienz“ jedem, der auf dem Weg zu sich selber ist. Ich habe viele Aha-Erlebnisse und tiefere Erkenntnisse daraus gewonnen.

 

In der Sprache liegt die Kraft oder „Kommunikation wirkt“

Mit ihrer gewohnten Ausdrucksweise halten die Menschen oft ihre alten Denk- und Verhaltensmuster aufrecht. Mit der gezielten Veränderung der Wortwahl oder des Satzbaus können wir eine ungeahnte und nachhaltige Wirkung auf unser Denken, Sprechen und Handeln herbeiführen. Wir fangen mit steigendem Bewusstsein für Sprache und ihre Wirkung an, klar, eindeutig und wohlwollend zu kommunizieren.

Unser individueller Satzbau ist der Baustoff, aus dem unser Leben besteht. Da lohnt es sich doch wirklich, einmal genau hinzuschauen und sich selber zu belauschen!

Im Jahr 2008 hatte ich das Buch von Roswitha Scheurl-Defersdorf „Lingva Eterna®“ rezensiert und daraus mit meinen Kindern einige Übungen mit großem Erfolg in den Alltag eingebaut. Um so erfreuter war ich, als ich entdeckte, dass Frau Scheurl-Defersdorfer heuer ein neues Buch herausgegeben hat. In „Jedes Wort wirkt“ lässt sie verschiedene Autoren zu den unterschiedlichsten Themen zu Wort kommen. Eine wahre Fundgrube ist dieses Buch für Menschen aus Berufssparten wie Erwachsenen-Bildung, Kindergarten, Schule und pflegende Berufe.

 

Wörter, um Bilder im Kopf zu erschaffen – Kommunikation mit Wert

Wussten Sie, dass das Wort „weil“ von „Weile“ abstammt, also ursprünglich eine Zeitspanne angab? Langeweile, Kurzweil… diese Wörter zeigen noch den Ursprung. Mittlerweile (hier wieder die Zeitspanne!) ist allerdings eine kausale Konjunktion geworden, die einen Grund für etwas erklärt. „Jedoch entsteht im Kopf meiner Zuhörer kein Bild, wenn ich das Wort „weil“ verwende!“, sagt Lehrerin Gisa Jeremias in dem Buch „Jedes Wort wirkt“.

 

Fühlen auch Sie den Unterschied, bei welchem Satz entsteht ein Bild in Ihrem Kopf?

„Das ist ein wichtiger Stoff, weil er Prüfungsrelevant ist.“

Oder

„Das ist prüfungsrelevanter Stoff. Ich bitte Sie, die für Sie wichtigen Dinge mitzuschreiben.“

 

Das Wörtchen „müssen“

Und wieder einmal möchte ich dem Wörtchen „müssen“ auf den Leib rücken. In zahlreichen Artikeln im Laufe meines Lebens habe ich es schon zerkaut und mehr oder weniger ausgemerzt. Im Großen und Ganzen gelingt es mir, dieses Wort nicht mehr zu benutzen – es steckt für mich immer ein Zwang dahinter und wenn ich den nicht tatsächlich habe, dann meide ich es, Zwang auszudrücken, wo eigentlich vielleicht Wille oder eine Möglichkeit steckt.

Auch Lingva Eterna® rechnet mit dem Wort „ab“. Im Seminar werden Sprechübungen mit diesem Wort gemacht. Dabei spricht ein Seminarteilnehmer einen anderen an und sagt ihm einen Satz oder eine Botschaft, die aus mehreren Sätzen besteht. Im ersten Durchgang wird das Wort „müssen“ eingeflochten.

Das führt weder in einen Dialog noch in ein Rollenspiel. Es geht einzig darum, zu erfühlen, was beim Angesprochenen ankommt und welche Ausstrahlung der Sprecher bei der jeweiligen Formulierung hat.

Fazit ist, dass das Wort „müssen“ sowohl in der Körpersprache als auch im Sprachausdruck viel Druck beim Empfänger meiner Botschaft auslöst. Bei der sprachlichen Alternative zu „müssen“ war der Druck weg, dafür wuchs die Bereitschaft mitzumachen.

 

[ctt title=”Jeder Mensch macht sich und anderen mit dem Wort „müssen“ viel Druck.” tweet=”Jeder Mensch macht sich und anderen mit dem Wort „müssen“ viel Druck. http://ctt.ec/7e0VC+” coverup=”7e0VC”]

Was sind mögliche Alternativen?

können, dürfen, möglich sein, unbedingt erledigen, … – aber das Wort, das die stärkste Energie hat ist: wollen. Probieren Sie es einmal aus und fühlen Sie in sich hinein:

Statt: Ich muss arbeiten.

Ich will arbeiten!

(und wenn Sie bei “ich will” kein Jubelgefühl bekommen oder gar fühlen, dass es eine Lüge ist, dann ist es unter Umständen an der Zeit, die Arbeitsstelle zu überprüfen, was hier geändert gehört, dass das “ich will” wieder stimmt!)

 

Die Augen sprechen mit

In dem kleinen Büchlein „Körpersprache des Erfolgs“ von Samy Molcho, Pantomime, Schauspieler und Regisseur finden wir weitere wichtige Aspekte der Kommunikation – unsere Körpersprache und natürlich die unseres Gesprächspartners.

Gerade wenn Sie mit Menschen arbeiten oder viel Kundenkontakt haben, kann es für Sie von unschätzbarem Wert sein, wenn Sie sich mit der Körpersprache auseinandersetzen. „Körpersprache des Erfolgs“ sowie Samy Molchos Longseller wie z.B. „Alles über Körpersprache“ sind dabei unersetzlich.

Der Augenkontakt hat einen sehr wichtigen Einfluss auf den Erfolg unseres Gespräches. In unserem Gespräch möchten wir unseren Partner öffnen, sein Vertrauen gewinnen und ihn schließlich motivieren.

Und das gelingt uns, indem wir ihn absolut ernst nehmen und ihm unsere volle Aufmerksamkeit widmen. Wir öffnen die Augen und richten sie auf unseren Gesprächspartner.

Wir neigen den Kopf etwas zu Seite, schauen dem Partner unmittelbar mit Interesse in die Augen, ohne ihn jedoch zu fixieren. Und wir lächeln. Ein wirkliches Lächeln beginnt stets bei den Augen. Die Gutmütigkeit, die Menschlichkeit gibt sich durch die Augen zu erkennen. Ein offener und weicher Blick signalisiert Interesse und Entgegenkommen und ist ein und dasselbe wie ein lächelnder Blick.

 

Gewaltfreie Kommunikation

Das Modell der „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK) von Marshall B. Rosenberg in den 1960er Jahren entwickelt, wird auch „Sprache des Lebens“ genannt und ist ein machtvolles Werkzeug, um persönliche, berufliche, aber auch politische Konflikte friedlich beizulegen.

Im Grunde geht es darum, dass ich ganz in mir selber verankert bin und aus dieser Grundhaltung jede Äußerung eines anderen Menschen als das annehmen, was sie ist: sie macht mich nicht nieder, sondern dient dazu, etwas von sich mitzuteilen, Aufmerksamkeit zu erlangen oder Bedürfnisse mitzuteilen. Ich brauche mich daher nicht angegriffen zu fühlen, sondern kann mich diesen Bedürfnissen widmen.

Besonders wir Frauen sind jahrhundertelang in eine Opferhaltung gepresst worden und mussten unsere eigenen Bedürfnisse verleugnen, um andere zu pflegen oder für sie zu sorgen.

Wenn nun diese Frauen, die ihre eigenen Bedürfnisse zu ignorieren gelernt haben, um etwas bitten, dann werden sie das auf eine Art und Weise tun, die ihren Glauben widerspiegelt, sie hätten nicht wirklich ein Recht auf ihre Bedürfnisse oder sie wären unwichtig.

Im Buch „Gewaltfreie Kommunikation“ wird ein Beispiel gebracht: „Nach einem arbeitsreichen Tag kommt eine Frau müde von der Arbeit nach Hause und möchte etwas Zeit für sich selbst. Sie sagt zu ihrem Mann: „Du weißt ja, dass ich heute nicht einen Moment Zeit für mich hatte. Ich habe .. Aufzählung folgt… gemacht, also (flehend)… wie wär‘s wenn du?“ Als umgehende Antwort kommt das „Nein“ von ihrem Mann.

Ihre wehleidig hervorgebrachte Bitte ruft Widerstand statt Mitgefühl bei ihrem Mann hervor. Ihm fällt es schwer, die Bedürfnisse hinter der Klage zu hören und ernst zu nehmen.

Außerdem reagiert er negativ auf ihren schwachen Versuch, zu argumentieren, was sie von ihm bekommen „sollte“ oder sich es „verdient“ habe.

Am Ende ist sie wieder überzeugt davon, dass ihre Bedürfnisse nicht zählen. Sie merkt nicht, dass sie ihre Bedürfnis auf eine Art und Weise zum Ausdruck gebracht hat, die zu einer positiven Reaktion wenig beitragen.“

Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun andere es auch nicht. (Marshall B. Rosenberg; Gewaltfreie Kommunikation)

 

[ctt title=”Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun andere es auch nicht. (Marshall B. Rosenberg; Gewaltfreie Kommunikation)” tweet=”Wenn wir unsere Bedürfnisse nicht ernst nehmen, tun andere es auch nicht. (Marshall B. Rosenberg; Gewaltfreie Kommunikation) http://ctt.ec/PMdjY+” coverup=”PMdjY”]

 

Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt

Dieses kleine Büchlein von Serena Rust basiert auf der gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg. Sie hat dies leicht verständliche Büchlein geschrieben, um die grundlegenden Schritte zu einer erfolgreichen Kommunikation zusammenzufassen. Anschaulich teilt sie dabei unsere Ohren in die sogenannten „Wolfs- und Giraffenohren“.

Unsere Wolfsohren sind genauso automatisiert wie unser Sprechen. Wolfssprache und Wolfshören gehen Hand in Hand. Ganz spontan aus dem Bauch heraus würde man als Wolf vielleicht antworten: „Du bist doch selber schuld, wenn du den Mund nicht auf bekommst!“

Diese Form der Reaktion geht in die Richtung Gegenangriff. Die inneren Haltung dabei ist: „Ich hab recht und du hast Unrecht!“.

Nach der Gewaltfreien Kommunikation sind wir mitfühlende Menschen und haben Giraffenohren – die nicht gerne zurückschlagen. Wir fühlen uns vielleicht zuerst auch einmal angegriffen, aber wir reagieren nicht blind mit einem Gegenangriff, einer Selbstbeschuldigung oder Rechtfertigung, sondern wir ziehen die Reißleine am Giraffenfallschirm.

Wir atmen zuerst einmal tief ein und aus und kommen zu uns selber. Wir erinnern uns daran, dass wir uns mit unseren lebendigen Gefühlen und Bedürfnissen auf konstruktive Art verbinden können.

Und dann wird uns klar: „Ich bin betroffen, weil mir daran liegt, dass alle zu Wort kommen und ihre Ideen einbringen können!“ Wenn wir ganz zufrieden mit unserem Verhalten sind, können wir unsere Giraffenrohre auch einfühlsam nach außen richten, und fragen uns einfühlsam:

  • Was er/sie wohl gerade fühlt?
  • Was braucht er/sie vielleicht gerade?

Überlegen Sie, auf welche dieser „Ohren“ Sie bei welchem Gespräch oder Gesprächspartner reagieren. Weitere Übungen, Tabellen und Listen finden Sie in dem kleinen Büchlein „Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt“ von Serena Rust.

 

Kommunikation à la carte

Birgit Gatter ist Kommunkationsexpertin und führt Sie in dem gleichnamigen Buch durch eine Geschichte vierer Menschen, die zusammengekommen sind, um ihre Kommunikation mit professioneller Hilfe zu optimieren.

Sie bekommen Tipps, Erfahrungsberichte und Strategien, mit denen Sie

  • bei Netzwerkveranstaltungen für Ihren beruflichen Erfolg punkten
  • Gehalts bzw. Preisverhandlungen erfolgreich führen
  • so präsentieren, dass andere Ihnen gerne zuhören
  • einen ersten Eindruck hinterlassen, der andere beeindruckt
  • Reklamationen souverän meistern
  • klare Grenzen setzen, ohne die Stimmung zu ruinieren
  • schnell einen guten Draht zu Ihren Gesprächspartnern finden
  • und Ihre Kommunikation in jeder Hinsicht verbessern.

Dieses Buch gibt Ihnen die Unterstützung, die Sie brauchen – kompakt, übersichtlich und leicht umsetzbar.

 

In diesem Sinn – auf ein gutes Wort!
Ihre Eva Laspas

 

Buchtipp:

Resilienz
Das Geheimnis innerer Stärke
Dr. Mirjam Prieß
ISBN 978-3-517-09368-0
Südwest Verlag

In der Sprache liegt die Kraft
Roswitha Scheurl-Defersdorf
ISBN: 978-3-451-29807-3
Verlag Herder

Sprachkarten
LINGVA ETERNA® für Kinder und Erwachsene
ISBN-13: 978-3-9808091-3-9
LINGVA ETERNA Verlag

Jedes Wort wirkt
Mechthild R. von Scheurl-Defersdorfer
ISBN 978-3-9811454-5-8
Lingva Eterna Verlag

Körpersprache des Erfolgs
Sani Molcho
ISBN 978-3-424-20148-2
Ariston Verlag

Gewaltfreie Kommunikation
Marshall B. Rosenberg
ISBN 978-3-87387-454-1
Verlag Jungfermann

Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt
Serena Rust
ISBN 978-3-936862-77-5
Cora Verlag

Kommunikation à la carte
Birgit Gatter
ISBN 978-1511466363
CreateSpace Independent Publishing Platform

 

Linktipps:

www.lingva-eterna.de

www.birgitgatter.com

 

Bilderverzeichnis

  • Mehr über Kommunikation lernen.: Rolf van Melis | pixelio

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