Kleidung als Gefühl

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Kleidung mag im besten Fall zweierlei Funktionen für uns haben, erstens die Arbeit unserer Haut unterstützen, zweitens uns schöner machen. Ich stelle hier den Gesundheitsaspekt ganz bewusst an erste Stelle, vielleicht kommt Ihnen das etwas provokant vor, doch für den bewussten Menschen der heutigen Zeit ist es klar, dass wir unseren Körper unterstützen müssen, damit er uns noch lange dient.

Was unsere Haut für uns leistet

Unsere Haut schützt uns vor Witterung, gleicht Hitze und Kälte sowie Feuchtigkeit aus und ist die erste Barriere gegen Viren, Bakterien, Pilze und Co. Zusätzlich scheiden wir über die Haut (neben dem Darm) auch Abfallprodukte aus, es herrscht also reger Betrieb auf unserer Körperoberfläche, rund ein halber Liter Wasser wird dazu benötigt, die unterschiedlichsten Stoffe aus dem Körper abzutransportieren – Wasser, das auf unserer Haut verdunstet.

Damit wird die erste Funktion klar: Kleidung sollte wie eine zweite Haut sein, ihre Wirkung zu sehen und zu fühlen, aber nicht spüren, unsere Maxime. Wo der Unterschied liegt zwischen fühlen und spüren? Dazu lade ich Sie herzlich ein, mit mir folgendes Experiment zu machen.

Machen Sie Ihr persönliches Experiment

Atmen Sie ein paar mal tief ein und aus, spüren Sie, wie Sie ruhiger werden. Achten Sie dabei mehr und mehr auf Ihren Körper. Gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zu Ihrer Körperoberfläche, beginnen Sie bei den Füßen und „scannen“ mit geschlossenen Augen Ihre Körperoberfläche. Wie fühlen sich Ihre Füße an? Zwicken die Schuhe, wie fühlen sich Socken oder Strumpfhose an? Gehen Sie weiter die Beine hinauf, spüren Sie die Nähte der Hose auf der Außenseite Ihrer Beine oder ist Ihr Rock unangenehm eng? Spazieren Sie so langsam in Gedanken auf Ihrem Körper und beachten Sie, wie Ihre Kleidung auf Ihren Körper wirkt. Schnürt der Bund den Bauch ein und stagniert die Verdauung? Kann die Bluse den Schweiß auffangen und ableiten oder staut sich Nässe auf der Haut? Fühlt sich der Stoff des Hemdes gut an?

Wenn Sie Lust haben, arbeiten Sie auf diese Art Ihren gesamten Kleiderschrank durch und misten Sie rigoros aus, was sich für Sie nicht gut anfühlt, wo Sie sich erstickt fühlen, was Sie kratzt, wo es zwickt. Kleidung in der wir uns nicht wohlfühlen, ist nicht gesund. Dabei kann es passieren, dass wir gerade die Kleidungstücke ausmisten, die wir sowieso irgendwie nicht mochten, und sie eben aus Gewohnheit getragen haben. Oder aber auch, dass wir endlich Stücke weggeben, die an uns niemals das Haus verlassen haben. Vielleicht machen Sie dieses Experiment nun jedes Mal, ehe Sie das Stück kaufen, das Sie probieren.

Was nun? Die übrigen Stücke begutachten Sie, aus welche Materialien sie bestehen. Findet sich in einem Stück keine Angabe der Materialien, sollten Sie es auch weggeben. Ich habe schon ganz jung es mir zur Gewohnheit gemacht, niemals ein Kleidungsstück zu kaufen, das keine Angaben über sein Material beinhaltet. Jeder Hersteller, der etwas auf die Qualität seiner Ware hält, schreibt hinein, woraus der Stoff gemacht ist. Qualität muss man nicht verstecken.


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Vielleicht entdecken Sie nun „Ihre“ Lieblingsmaterialien an Hand der wenigen Stücke, die übriggeblieben sind? Dann bleiben Sie bei diesen Materialien. Sie können aber auch Neue probieren, wir haben Ihnen hier eine kleine Sammlung zusammengestellt.

Baumwolle – das Allroundtalent

Dass viele Menschen am liebsten Baumwolle an ihre Haut lassen, hat seinen guten Grund: Sie ist leicht und luftig, saugt Schweiß auf und lässt sich problemlos waschen. Kein Wunder also, dass die watteweichen Fasern so beliebt sind. Leider ist der herkömmliche Baumwollanbau in Bezug auf die ökologischen Auswirkungen (immens hoher Wasserverbrauch, der ganze Seen leer saugt; hoher Pestizidverbrauch, der mit dem Grundwasser ins Trinkwasser gelangt oder gentechnisch veränderte Sorten, die die Bauern abhängig machen von den Biotech-Firmen) immer mehr umstritten. Die Alternative aus Bio-Anbau ist stark im Kommen. Noch besser – ein Umstieg auf andere Pflanzenfasern, die weniger Umwelt-Ressourcen fordern.

Leinen – klassische Eleganz

Elegant und zerknautscht, herrlich kühl auch bei Sommerhitze, aber etwas schwerer als Baumwolle – so trägt sich Leinen. Typisch für Leinen sind Verdickungen in der Textur, kleine Unregelmäßigkeiten, ein natürlicher Glanz.

Leinen gewinnt man aus dem Stängel der Flachspflanze. Sie wird über mehrere Tage in warmem Wasser eingeweicht, damit Bakterien und Pilze die Bindung zwischen den Fasern lösen. Nach dem Trocknen muss das Stroh gebrochen werden, ehe die verholzten Teile durch Schwingen und Kämmen von den Fasern gelöst werden können. Dieses aufwändige Verfahren ist seit 7000 Jahren bekannt und bis heute nahezu unverändert geblieben.

Seide – erleben Sie die Sinnlichkeit

Seide, eines der edelsten Materiale, die die Natur uns schenkt, steht für Sinnlichkeit, rauschende Feste und Schönheit. Weil beim Färben auf Seide besonders brillante Farben erzielt werden, entstehen daraus auffällige, aufregende Kleidungsstücke. Aber nicht nur für die Betrachter, auch für die Trägerin selbst ist Seide ein Erlebnis: Seide ist von Natur aus knitterarm, glänzend, hautfreundlich und pflegeleicht und streichelt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.

Wie bei allen Naturfasern ist auch bei Seide die Qualität des Rohmaterials entscheidend für die Qualität des Endproduktes. Das Rohmaterial für die Seide ist der Seidencocon.
Verschiedene Arten von Raupen produzieren unterschiedliche Seidenqualitäten. An erster Stelle steht die Maulbeerseide.

Hanf – Kleidung mit besonderem UV-Schutz

Jahrtausende Jahre alt sit die Kultpflanze Hanf. Sie wurde seit je her als Ausgangsmaterial für Stoff, aber auch in der Medizin eingesetzt.

Kleidung aus Hanf hat eine glatte Struktur und ist daher auch für die empfindliche Haut angenehm, dazu ist sie strapazierfähiger als Baumwolle und leitet Feuchtigkeit rasch ab. Ein zusätzliches Plus: Kleidung aus Hanf bietet einen höheren UV-Schutz als andere Kleidung mit vergleichbarer Stoffdichte.

Hanf ist von Natur aus gegen Schädlinge resistent, er kann ohne besondere Düngemittel und Pflege auf nahezu jedem Boden angebaut werden, was zusätzlich die Umwelt entlastet.

Brennnessel – absolutes „Novum“ wiederentdeckt

Die außerordentlichen Eigenschaften der Brennnesselfaser sind unter anderem hohe Reißfestigkeit, extrem hohe Feuchtigkeitsaufnahme, edler Glanz und eine Bauschfähigkeit ähnlich der Baumwolle.

Stoffe aus Brennnessel gab es schon vor Jahrtausenden. Galt die Brennnesselfaser früher als „arme Leute“-Material, stieg schon im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts das Interesse an dieser heimischen Faserpflanze aufgrund einer Baumwollknappheit wieder und wurde im 2. Weltkrieg verstärkt in Deutschland für Armee-Bekleidung hergestellt. Brennnesselstoffe können heute sehr preiswert und nach höchsten ökologischen Kriterien hergestellt werden.

Wolle – wirksamer Kälteschutz

Kleidung aus Wolle ist zeitlos schön, leicht elastisch umschmeichelt sie uns und hält uns auch an kalten Tagen schön warm. Wolle kann Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Bei der Auswahl an Wollarten stehen uns die Haare von Schafen, Kaninchen (z.B. Angora), Ziegen (z.B. Kaschmir, Mohair) , Yak, Lama, und Kamelen (z.B. Alpaka) zur Verfügung. Wolle gibt es auch konsequent „Bio“ von der Fütterung, Lagerung, Färbung bis zur Endproduktion.

Viskose und Modal – natürliche Kunstfaser

Wer noch ungeübt ist, wird zwischen Baumwolle und Viskose kaum einen Unterschied bemerken. Beide Fasern sind weich und leicht, beide fühlen sich auf der Haut recht angenehm an. Beides kommt uns vertraut vor, beides ist alltäglich, praktisch und wenig spektakulär. Viskose kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Baumwolle und wird daher auch im Einsatz bei Intimhygieneprodukten (z.B. Tampons) verwendet.

Als Ausgangsmaterial für Viskosefasern dient Zellstoff, der mittels eines aufwändigen chemischen Verfahrens unter Einsatz eines organischen Lösungsmittels (z.B. reinem Alkohol) aus Holz von Buchen, Fichten, Eukalyptus, Pinien und dergleichen gewonnen werden muss. Österreichische Firmen arbeiten schon länger an einer Ökologisierung ihrer Produktionsweisen, damit erreichen sie mittlerweile bessere Ökobilanz als Baumwolle.


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Frei von Chlorbleichung, optischen Aufhellern, Oberflächenaktivstoffen, Zellstoffen, Kunststoffen und Zusatzstoffen

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  • Kleidung hält gesund!: a.dreher | pixelio

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