Gefühle verbinden uns mit dem Leben

Gefühle verbinden uns mit dem Leben

Ein äußerst gut arbeitendes archaisches System – unsere Gefühle. Angst, Wut, Trauer, Liebe oder Freude, Sorgen, Kummer haben alle ihren Sinn, können uns aber auch in den Wahnsinn bringen.

Natürlich strebt jeder Mensch danach, sich möglichst gut zu fühlen. Das geht immer nur eine Weile gut. Denn Stillstand tut dem Leben nicht gut und Stillstand – also ein Leben ohne Veränderungen, stagniert. Gefühle wie Sorgen, Angst oder Trauer stellen sich ein, wir beginnen zu denken und schließlich hilft uns die Kraft der Wut lebenswichtige Veränderungen einzuleiten.

Dadurch stellen wir wieder das Gleichgewicht her, wir fühlen uns gut und ausgeglichen. So lange, bis wir unser Leben wieder stagnieren lassen…

Gefühle sind nicht gleich Emotionen

Eine Emotion läuft auf verschiedenen Funktionsebenen ab. Sie haben kognitive, physiologische und motivierende Bestandteile. Wer also eine bestimmte Emotion hat, der hat auch:

  • Bewertende Gedanken
  • Gefühle dazu
  • körperliche Veränderungen
  • bestimmte Verhaltensweisen.

Gefühle werden meist von äußeren Dingen hervorgerufen und sind das Erleben von Emotionen. Man kann sie eindeutig von Wahrnehmungen, Empfindungen, Denken oder Wollen unterscheiden. Eine klare Abgrenzung zu Emotionen, Wahrnehmungen, Intuition oder Stimmungen ist nicht ganz einfach. Man kann sie aber in „Lust“ oder „Unlust“ klassifizieren.

Gefühle unterdrücken

In unserem Kulturkreis gilt es als schicklich, seine Gefühle nicht zu zeigen. Das führt aber dazu, dass wir sie unterdrücken. Wer Gefühle bei sich selbst unterdrückt, der wird langfristig auch nicht mehr mitempfinden können, wie sich andere Menschen fühlen. Unser Herz „erkaltet“, wir werden zu Maschinen. Und Tränen blieben ungeweint, denn nur wenn das Herz „warm“ ist, können wir weinen. Das beeinflusst unseren Gesundheitszustand.

Lernen wir wieder fühlen und auch, unsere Gefühle zuzulassen. Auch wenn wir sie zu Beginn vielleicht nicht gleich benennen können, sie zuzulassen, sie zu fühlen und auszuagieren, wird uns wieder lebendig machen.

Vielleicht möchten Sie Situationen der Vergangenheit aufschreiben und die damaligen unterdrückten Gefühle jetzt zulassen? Autorin Lise Bourbeau schreib in ihrem Buch „Höre auf Deinen Körper und sei wie Du bist – Vergangenes loslassen, Wesentliches tun und Dich selbst lieben: „Schreibe deine wichtigsten Kindheitserlebnisse auf und erlebe die damaligen Gefühle erneut. Diese Übung wird dir nicht schaden – im Gegenteil, sie kann dich von deiner Vergangenheit befreien. Wenn du alte Erlebnisse noch einmal wachrufst, verstehst du besser, welche Gefühle aktuelle Ereignisse bei dir auslösen. Und wenn du andere Menschen fragst, was sie fühlen, werden nicht nur deine Gespräche interessanter, sondern du wirst auch den Wunsch verspüren und die Fähigkeit haben, dich selber einzubeziehen.“

Das emotionale Konto

Rosemarie Dypka, Autorin des Buches „Das emotionale Konto: Ihr Weg zu innerem Reichtum“ erschienen im Verlag Ueberreuter schreibt über den Weg zu innerem Reichtum: „Emotionen scheinen etwas Kompliziertes zu sein. Mit der Methapher von einem Konto lassen sie sich einfach darstellen und besser verstehen.

Stellen Sie sich die emotionale Kontoführung vor wie ein Bankkonto. Es gibt eine Minusseite und eine Plusseite. Es gibt Eingänge und es gibt Abbuchungen. Beim Bankkonto ist die Währung Geld, hier besteht die Währung aus Emotionen. Es gibt praktisch immer nur ein Ergebnis. Entweder ist das Konto im Plus oder im Minus.“

Sind wir im Plus, dann haben wir Erfolg, erleben Anerkennung und Lebensfreude. Die Frage, die die Autorin in diesem Buch versucht zu beantworten ist: „Wieso kommen wir überhaupt ins Minus und wie bringen wir uns in Plus?

Dazu finden Sie Lösungsvorschläge sowie Übungen, z.B. „Problem und Lösung“ oder „Lernen Sie die ‚Plussprache’. Machen Sie eine „Reise nach Innen“, erkennen Sie „Ihr Stärkeprofil“, üben Sie auch „Lächeln“ und die „Selektive Wahrnehmung“.

Die positive Botschaft des Buches heißt: Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten, das emotionale Konto ins Plus zu bringen. Fangen Sie also gleich heute damit an!

Was heilt ist die Liebe

Die Angst über die Liebe besiegen ist keine neue aber eine besonders feine Möglichkeit. Dr. med. Gerald G. Jampolsky beschreibt in seinem Buch „Was heilt, ist die Liebe: Schritte zu innerem Frieden Zwölf Schritte zu innerem Frieden. Es geht dabei, wie wir Krisen zu Chancen machen, wenn wir unsere innere Haltung ändern und es wagen, unsere Angst loszulassen.

Er schreibt: „Viele von uns haben Angst vor Krankheit, Gott, Tod oder davor, ihr Leben fortzusetzen. Ich glaube, dass man sein Leben auch auf eine andere Weise betrachten kann, die es uns ermöglicht, mit Liebe, in Frieden und gänzlich ohne Angst durch dieses Leben zu gehen. Dazu braucht es keine äußerlichen Kämpfe, sondern nur, dass wir uns selber heilen. Dies ist ein Prozess, den ich „inneres heilen“ oder „heilen von inneren Einstellungen“ nenne, weil es sich um einen inneren, vorwiegend psychischen Prozess handelt. Richtig angewandt, glaube ich, dass es jedem Menschen, wie immer seine Lebensumstände beschaffen sein mögen, die Möglichkeit gibt, die Freude und Harmonie zu erfahren, die jeder Augenblick enthält, und seine Reise auf diesem Weg der Liebe und Hoffnung anzutreten.“

Lesen Sie viele bewegende Beispiele aus der Praxis und erlernen Sie durch das „12-Stufen-Programm“ Schritt für Schritt Ihr psychisches Wachstum zu fördern und zu einem nie gekannten Frieden zu finden. Denn: „Das wichtigste Geschenk, das wir einem anderen machen können, besteht in unserem eigenen Frieden und in unserer bedingungslosen Liebe.“

12 Grundsätze der Liebe:

  • Unser Wesen ist Liebe.
  • Gesundheit ist innerer Frieden.
  • Geben ist Empfangen.
  • Wir können die Vergangenheit und die Zukunft loslassen.
  • Es gibt keine andere Zeit als Jetzt.
  • Wir können lernen, uns und andere zu lieben, indem wir vergeben, statt zu urteilen.
  • Wir können Liebe suchen, statt zu nörgeln.
  • Wir können innerlich im Frieden sein, egal, was äußerlich geschieht.
  • Wir sind füreinander Schüler und Lehrer.
  • Wir können die Ganzheit unseres Lebens in den Blick fassen statt nur dessen Splitter.
  • Weil die Liebe ewig ist, brauchen wir nicht mit Angst auf den Tod zu blicken.
  • Wir können uns selbst und andere immer als Menschen sehe, die Liebe geben oder um Hilfe rufen. 

Buchtipps:

Höre auf Deinen Körper und sei wie Du bist – Vergangenes loslassen, Wesentliches tun und Dich selbst lieben
Luise Bourbeau
Verlag Windpferd
ISBN 3893855009

Das emotionale Konto: Ihr Weg zu innerem Reichtum
Rosemarie Dypka
Verlag Ueberreuter
ISBN 3800071541

Was heilt, ist die Liebe: Schritte zu innerem Frieden
Gerald G. Jampolsky
Schirner Verlag
ISBN 3897675099

Bilderverzeichnis

  • Emotionen sind Leben!: Rainer Sturm | pixelio
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