Suppenapotheke

Die Suppen Apotheke

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Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Anne Simons durch Eva Laspas

 

Viele Suppen besitzen Heilwirkung, und man kann sie bei gesundheitlichen Beschwerden verwenden. Ob aus Knochen, Huhn, Meerestieren, Getreide oder Gemüse – schon unsere Großmütter wussten, wie heilsam und kräftigend Suppen sind.

Denken Sie nur an die typische „Hühnersuppe“, die nach einer langen Krankheit gegessen wurde.

Die wertvolle Kraft einer Suppe besteht darin, sowohl den ganzen Organismus aufzubauen, als auch Erkrankungen wie Allergien, Immunschwäche oder Hautprobleme effektiv zu bekämpfen. In diesem Buch vermittelt uns die Gesundheitsexpertin Anne Simons alles, was man über Kraft-Suppen wissen muss.

 

Alle Kulturen haben ihre Suppe

Aus Sicht der TCM ist unser Magen ein Organ, das es gerne „feucht“ hat. Unsere Mägen lieben daher Suppen. Und da der Magen das Organ ist, das über den Gesundheitszustand des ganzen Körper Auskunft gibt, ist es nur natürlich, den Magen zu pflegen.

Je länger ein Gut auf dem Herd gegart bzw. gesimmert wird, desto mehr Energie befindet sich in der Brühe. Zahlreiche Kulturen, wie z.B. die traditionelle chinesische Medizin haben es immer schon gewusst: je länger eine Suppe auf dem Herd simmert, desto mehr Kraft gab sie. In der Vorstellung ging die Kraft des Feuers in die Suppe ein.

 

Mythos Suppe

Die Suppe ist ein universelles Nahrungsmitteln. In Europa gehörte der ständig simmernde Suppenkessel über Jahrhunderte in jede Küche. In der Früh heizte man den Ofen ein, stellte einen großen Topf mit Wasser, diversen Resten von Gemüse bzw. Knochen darauf und simmerte das Kochgut den ganzen Tag. Kam die Familie nach getaner Arbeit am Abend zusammen, fand sie einen nahrhaften kräftigenden Eintopf vor.

Schon das Wort „Suppe“ findet sich in allen europäischen Sprachen. Sie war die ursprünglichste Form der Nahrungszubereitung, die Grundlage aller in Flüssigkeit gegarten Speisen. Auf ihr basieren Saucen, Brühen und Eintöpfe.

 

 

Die Suppe war sowohl eine massentaugliche Verpflegung der Armen als auch eine hoffähige Speise. An den Höfen der französischen Könige und der Habsburger avancierte sie zu einem vornehmen üppigen Mahl. Während diese opulenten Mahlzeiten doch eher deftig und fettig waren, rückte im 18. Jahrhundert der gesundheitliche Aspekt einer Suppe in den Vordergrund.

So gibt es in jeder Familie, aber auch in kleineren und größeren sozialen Gemeinschaften eine spezielle Suppe die identitätsstiftend ist. Was für Russen der Bortsch und für Italiener die Minestrone, ist für Franzosen die Zwiebelsuppe. Wer Fernweh hat, findet oft Trost in einem Restaurant seines Heimatlandes, dass ihm die schmerzlich vermisste Suppe serviert und ihn an die Familie erinnert.

 

Über das Buch

Die Autorin Anne Simons kam durch eine gesundheitliche Störung auf die Idee, ihre Gesundheit mit Hilfe von Suppen wiederherzustellen. Sie dachte an ihre Großeltern, die beide zeitlebens gesund waren und ein hohes Alter erreichten.

Selbst die unfallbedingten Beschwerden des Großvaters, der einen Arm und drei Viertel seines Magens verloren hatte, hielten sich dank Omas Suppen in Grenzen. Ihre Mutter kannte sich besonders gut mit Naturheilkunde und alten Heilrezepten aus. Sie hatte schweres Rheuma und musste starke chemische Medikamente einnehmen, die bei ihr gelegentlich blutende Magen-Zwölffingerdarmgeschwüre hervorriefen. Dagegen kochte sie dann Kalbsfüße und heilte mit der daraus gewonnenen Brühe ihre Geschwüre innerhalb weniger Tage aus.

Die Autorin grub immer mehr Beispiel ihre Familiengeschichte aus, und fing bald an, Rezepte zu sammeln. Schließlich probierte sie ein Suppenrezept nach dem anderen selber aus und kochte alle nach. Vier Wochen nach dem sie angefangen hatte täglich eine Tasse Brühe zu trinken, waren auch ihre eigenen Gesundheitsbeschwerden weg.

 

Reissuppe mit Hühnerbrühe für ein starkes Immunsystem

 

Zutaten für vier Portionen:

  • 100 g Reis
  • 1 l Hühnerbrühe
  • Ein halber Bund Frühlingszwiebeln
  • fünf getrocknete Morcheln
  • zwei Karotten
  • frische Kräuter nach Belieben (zum Beispiel Petersilie, Koriander, Schnittlauch, Dill)
  • Salz

 

Zubereitung:

Den Reis in einem Sieb mit Wasser reinigen und mit der Hühnerbrühe in einen Topf geben. Alles einmal aufkochen lassen, dann die Temperatur reduzieren und die Suppe mit leicht geöffnetem Deckel bei schwacher Hitze 2-4 Stunden lang simmern lassen.

Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Die Morcheln nach Packungsanleitung in Wasser einweichen, in ein Sieb gießen und kurz anschwemmen, um eventuell anhaftende Verunreinigungen zu entfernen. Dann die Morcheln klein schneiden. Die Karotten gründlich waschen oder schälen und mit der Gemüsereibe grob raspeln. Die Kräuter waschen und fein schneiden.

Frühlingszwiebeln, Morcheln, Karotten und Kräuter kurz vor Kochzeitende in die Suppe geben. Die Suppe mit Salz würzen.

Wichtige Inhaltsstoffe:

Gelatine, Proteine, alle Aminosäuren, Knorpelschutzsubstanzen, Mineralien und Spurenelemente, Vitamine insbesondere Bietercarotin, ätherische Öle.

 

Buchtipp

Die Suppenapotheke
Brühen, Fonds und Essenzen, die stärken und heilen
Anne Simons
Verlag Knaur Menssana
ISBN 978-3-426-65789-7

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